Ich brauche deine Stimme

Wie schon so einige Mal in den Jahren davor, hab ich mich (diesmal allerdings ganz spontan – nur 1 Stunde vor Einsendeschluss ;)) dafür eintschieden wieder beim Postkartenwettbewerb von Meeting Jesus mitzumachen. Ich hab diese Karte eingereicht (der Bibelvers wird immer vorgegeben):


Ich wäre super dankbar, wenn du dir einen Moment Zeit nimmst und auf den Link klickst und für mich votest.

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Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Klarheit

Eigentlich hab ich dieses Thema schon seit Tagen im Kopf, aber ich wollte nicht darüber schreiben und hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass mir noch ein anderes Thema einfällt. Aber jetzt ist es schon spät am Freitag Abend und wie es aussieht werde ich wohl über „Klarheit“ schreiben müssen – damit dann auch irgendwann wieder ein anderes Thema in meinen Kopf kommt :).
Mich beschäftigt dieses Thema, weil mir mehr und mehr auffällt wie wichtig mit Klarheit ist – nicht nur von meinen Werten her, sondern, dass ich es tatsächlich sogar körperlich zu spüren bekomme.
Wenn Situationen oder Menschen unklar sind, wenn ich mir nicht sicher sein kann wie jemand etwas meint oder was jemand von mir möchte, dann löst das Stress bei mir aus.
Deswegen hab ich in den letzten Jahren schon gelernt Dinge zu hinterfragen, noch mal genauer nachzufragen, um besser verstehen zu können.

Und das hilft – sogar sehr. Einfach mal fragen: Wie hast du das genau gemeint? Hab ich das so richtig verstanden? Was erwartest du jetzt genau von mir?, usw. Früher hab ich mich oft davor gescheut zu fragen, weil ich dachte, ich muss doch in der Lage sein, den anderen auch einfach so zu verstehen. Außerdem wirkt man ja vielleicht dumm, wenn man etwas nicht versteht. Mittlerweile ist es mir ziemlich egal, wie ich dann wirke – es ist mir wesentlich lieber richtig zu verstehen, weil das so viele Missverständnisse gar nicht erst entstehen lässt. Und vor allem gibt es mir eine viel größere Sicherheit, wenn ich z.B. Aufträge annehme.

(c) birgitH / pixelio.de

Ich weiß auch, dass es mir hilft für mich selber klar zu sein, mich zu sortieren und auszurichten, denn auch inneres Chaos löst bei mir Stress aus. Dafür hab ich im Laufe der Zeit verschiedene Methoden entwickelt und auch von anderen gelernt und ich empfinde es als sehr befreiend mich einfach mal hinzusetzen für mich selbst ein paar Fragen zu beantworten und dann viel besser zu wissen was in mir drin so los ist. Das hilft mir nach innen und nach außen. Denn wenn ich nach innen klar bin kann ich auch nach außen klar kommunizieren.

Womit ich in den letzten Jahren aber zu kämpfen hatte waren folgende Dinge:

-Manche Menschen weigern sich, sich klar auszudrücken, einfach aus Angst sich selbst zu offenbaren und verletzlich zu machen. Ich merke, dass ich da für mich an eine Vertrauensgrenze komme, die es mir schwer möglich macht enge Beziehung zu diesen Menschen zu leben.

-Manche Menschen reflektieren mir, dass sie Angst vor mir haben oder mich als hart empfinden, auf Grund dieser Klarheit und Ehrlichkeit. Obwohl mir jeder auch bestätigt, dass sie Kritik als konstruktiv und auch mich selbst nicht als bösartig oder böswillig empfinden oder darauf aus sie zu verletzen…so löst doch das Gefühl von Ehrlichkeit und Klarheit Angst bei Ihnen aus.

Lange hab ich mit mir gehadert, ob ich vielleicht etwas übersehe oder etwas falsch mache, aber bisher merke ich, dass ich da nicht aus meiner Haut kann…aber vielleicht finde ich den Fehler auch noch irgendwann?
Versteht mich nicht falsch, ich zwinge anderen meine Wahrheit nicht auf in dem ich ihnen ständig alles direkt ins Gesicht sage, aber wenn ich gefragt werde sag ich wirklich was ich denke und ganz bestimmt sieht man mir auch so gut wie immer an was ich denke. Ich weiß, nicht, vielleicht ist das der Preis, den man zahlen muss, um authentisch zu leben oder vielleicht ist das das Risiko der Verletzlichkeit, die man in diesem Bereich dann bereit sein muss auszuhalten. Nicht jeder mag Klarheit und Ehrlichkeit und Tiefe auch wenn sie als Beziehungsangebot gedacht sind…das ist mir im Laufe des letzten Jahres klar geworden. Aber ich hab mich entschieden, das ich an dieser Stelle bereit bin zu bezahlen, weil ich denke, dass es sich lohnt ein Leben in Klarheit zu führen – das ist auf jeden Fall meine Meinung. Und was denkst du?

Gemaltes Wort zum Sonntag: Einheitsbunt

Heute will ich ein paar Worte zu dem „Bild“ sagen. Tatsächlich wollte ich gestern etwas ganz, ganz anderes malen…aber irgendwie wollte es nicht klappen, also hab ich das was schon da war einfach weiter mit Farbe aufgefüllt und mal so ganz entspannt rausgelassen was so in mir drin war. Dazu muss ich sagen, dass ich den ganzen Tag auf einem Leiterseminar war und sich dort Leiter aus vielen verschiedenen Gemeinden hier aus der Gegend gesammelt haben.
Während ich so gemalt habe überkam mich dieses Gefühl von Einheit mit dem und mit denen, die um mich sind – eine Einheit die aber nicht dazu führt, dass wir alle gleich werden.
Und das hat mich bei dem Wort: „Einheitsbunt“ landen lassen.
Das Bild an sich wäre normalerweise einfach im Papierkorb gelandet – es gefällt mir von der Ausführung überhaupt nicht und ist mir mit all den Farben und Wörtern viel zu unruhig…aber ich hab mich trotzdem entschieden es zu zeigen, weil ich merke, dass es bei mir ein Gefühl anspricht, dass ich noch gar nicht richtig ausdrücken kann.
Einheitsbunt, darüber will ich in den nächsten Wochen ein bißchen mehr nachdenken…vielleicht ist Einheitsgrau und Einheitsbrei nur eine Lüge, die uns davon abhält einheitsbunt zu werden.
Noch ein Gedanke am Rande: Beim malen hab ich im letzen Jahr gelernt, dass Farben einander verändern – nicht nur dadurch, dass man sie mischt, auch einfach dadurch, dass man sie anders wahrnimmt, mit einer anderen Farbe daneben…und darauf hoffe ich, dass wir uns gegenseitig verändern, dabei wir selber bleiben und das Beste im anderen zum leuchten bringen.

 

 

 

Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Tränen

Als ich mir überlegt habe heute über dieses Thema zu schreiben hab ich gedacht: „Och, das wird ja leicht, das gehört ja fast zu meinen Lieblingsthemen.“ Jetzt merk ich aber, dass ich so viele Sachen dazu im Kopf habe, das ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll…
Vielleicht am Anfang?

Als Kind hab ich einige Botschaften mitbekommen, zum Thema Weinen, die mich sehr geprägt haben – z.B.: den berühmten:“ Indianer kennen keinen Schmerz.“ Quatsch oder auch folgende Situation hat sich oft bei uns Zuhause abgespielt: Eins von uns Kindern  (ich habe noch 5 jüngere Geschwister) weint – aus welchem Grund auch immer – und bekommt dann zu hören: „Hör auf zu heulen, sonst bekommst du wirklich einen Grund zum heulen.“
Ich muss vielleicht dazu erklären, dass der Ton immer etwas rauer war als die Handlungen, die dann folgten – trotzdem hat die Aussage Angst ausgelöst bei mir. Und ich weiß, dass es Situationen gab, wo ich wirklich nicht wusste wie ich gerade aufhören soll zu weinen und mich dann doch irgendwie dazu gezwungen habe.

Einige, die mich kennen, werden jetzt vielleicht lachen, aber ich hab viele Jahre geglaubt, dass ich jemand bin der wenig bis gar nicht weinen muss – das war schlicht eine Beobachtung. Lustig ist das, weil mir heutzutage manchmal eine „Heulsalbung“ zugesprochen wird :)…ich hab das Weinen nämlich für mich wiederentdeckt und zurückerobert und ich bin sehr, sehr froh darüber.
Ich schätze Tränen heutzutage sehr – echte Tränen, die aus Trauer, Wut oder Freude oder vor Lachen geweint werden (Wenn ich von Tränen spreche mein ich nicht Tränen aus Selbstmitleid oder Tränen die zur Manipulation eingesetzt werden).

Echte Tränen begleiten immer tiefe Gefühle und zeigen an, dass man innerlich berührt und bewegt ist. Sie sind nicht nur auf Traurigkeit beschränkt auch wenn man sie in erster Linie damit verbindet. Tränen halten das Herz weich und sauber davon bin ich fest überzeugt und deswegen freu ich mich, wenn sie regelmäßig Teil meines Lebens sind. Manchmal, wenn ich lange nicht geweint habe, dann schau ich mir absichtlich einen Film an der Traurig ist, weil ich weinen möchte, auch wenn ich nicht für mich weine sondern aus Mitgefühl für andere – danach fühle ich mich wieder erfrischt oder gesäubert. Ich glaube, wir müssen genau wie unsere körperlichen Muskeln auch unserer Gefühlsmuskeln trainieren, weil sie sonst eingehen und ganz ehrlich mittlerweile möchte ich jedes Gefühl fühlen und zulassen können (damit meine ich nicht: an anderen auslassen), weil sie das Leben so viel reicher machen als es sonst wäre.

Ich wünschte mir, dass wir endlich aufhören Tränen als ein Zeichen von Schwäche anzusehen, weil sie im Grunde genommen das Gegenteil sind. Sie zeigen an, dass ein Mensch innerlich stark ist, denn wer weint lässt Gefühle zu, die andere Menschen wegdrücken, weil sie Angst davor haben von ihnen überwältigt zu werden, sie nicht aushalten zu können oder die Kontrolle zu verlieren. Lange Zeit hab ich selber nicht verstanden, warum ich so oft weinen muss, wenn ich z.B. traurige Dinge aus meinem Leben erzähle, die ich aber schon längst verarbeitet habe…aber vor ein paar Tagen hab ich es endlich verstanden: Ich habe während ich es erzähle Mitgefühl mit meinem vergangenen Selbst. Das hört sich im ersten Moment vielleicht eigenartig an, aber für mich ist das ein Zeichen von Heilung. Wenn ich mir selbst empathisch begegnen kann, dann weiß ich, dass ich gelernt habe mich wert zu achten und für mich zu sorgen. Was am Ende aber auch heißt, dass ich das auch für andere kann – denn alles was man lernt, lernt man ja erstmal an sich selbst.
Und deswegen werde ich auch nicht müde meinen Ratsuchenden immer wieder zu sagen: „Bitte, wein‘ doch einfach ohne dich dafür zu schämen oder schlecht zu fühlen.“ Denn Tränen sind immer ein guter Anfang um gesund zu werden  –  das ist auf jeden Fall meine Meinung – und was denkst du?

Wenn es im Bastelzimmer knistert…

…dann nähe ich wahrscheinlich trotz meiner guten Vorsätze wieder ein Knistertuch.


Diesmal ist das Tuch allerding etwas kleiner geworden als die Male davor – irgendwie hab ich mich beim zuschneiden vertan…und dann auch noch vernäht, so dass ich alles wieder auftrennen musste…ja, ja, die Knistertücher machen mir das Leben schwer – dafür hoffentlich dem Beschenkten Baby das Leben spannender.


Was das nähen so anstrengend macht ist vor allen Dingen der Frotttee Stoff auf der Rückseite und die ganzen Bändchen machen das Nähen ja auch etwas unrruhiger. Aber was beschwer ich mich – das Tuch ist fertig, wenn auch etwas mini – und ich hab wieder Knistertuchpause…bis zum nächsten Baby 🙂

Geschenkidee: Rucksack – mit Verlosung

In vier Wochen (und einem Tag) ist Nikolaus 🙂 und dann ist Weihnachten ja auch nicht mehr weit. Ich fang auf jeden Fall schon an Kleinigkeiten vorzubereiten. Eine Idee, die ich hatte war: Einfach diese Baumwolltaschen, Turnbeutel oder Rucksäcke – wie auch immer man die nennen mag – bedrucken zu lassen mit einem Motiv, dass ich gemalt habe. Ich hab allerdings festgestellt, dass das überhaupt gar nicht so günstig ist und ausserdem, dann auch noch in einer (für mich) zu großen Auflage passieren muss. Also bin ich wieder dazu übergangen von Hand zu arbeiten und hab mir überlegt Blankotaschen zu kaufen und diese dann mit T-Shirt Transferfolie zu bedrucken.
Heute hab ich erst Mal zwei Testtaschen fertig gemacht und bin ganz zufrieden mit dem Ergebenis:


Als erstes hab ich diesen Fuchs im Kreis getestet. Vor dem draufbügeln des Motivs muss man erst einmal darauf achten auch die richtige Seite zu erwischen, weil es bei diesen Beuteln ja auch ein Hinten und Vorne gibt…also sichergehen, dass man die Vorderseite erwischt hat. Dann hab ich eine dicke Graupappe in den Beutel gelegt, damit das Motiv schön gerade liegt und dann darauf gebügelt.


Als zweites hab ich das Streifenhörnchen getestet, dass ist im Ergebnis auch ganz schön geworden – es war beim abziehen aber wesentlich aufwendiger als der Kreis, weil durch die vielen Zacken, usw. das Papier ständig eingerissen ist. Am Ende ist aber alles gut abgegangen. Mein Plan ist jetzt auf jeden Fall noch mehr Motive zu testen und hier kommt dann auch die Verlosung zur Sprache:

Ihr könnt einen von diesen Beuteln gewinnen. Was ihr dazu tun müsst: Kommentiert mit dem Motiv, dass ihr gerne auf eurem Beutel hättet. Aussuchen dürft ihr euch jedes Bild, das ich selbst gemalt habe. Am leichtesten ist es wahrscheinlich, wenn ihr auf die Kategorie: Kunst-Werk geht und dann mal schaut was euch da so alles entgegenkommt, aber vielleicht wisst ihr ja auch auf Anhieb welches Bild euch am besten gefällt. Ich weiß nicht, ob es mit jedem Motiv möglich sein wird oder wie es dann am Ende aussieht, aber ich werde es auf jeden Fall versuchen.

„Einsendeschluss“ für die Kommentare ist der 3.Dezember 23.59 Uhr – damit ich den Beutel noch herstellen und rausschicken kann bis zum Nikolaustag. – Also viel Spaß beim mitmachen und viel Glück!

Prinzessinnen Weisheiten – Der Froschkönig

Nach langer Zeit gibt’s heute mal wieder einen Märchenartikel – ich bin ja der Meinung, dass man in jedem Märchen eine Wahrheit über Gott erkennen kann und bei vielen Märchen ist es recht leicht den Zusammenhang herzustellen, aber es gibt da ein Märchen, dass mir lange Kopfzerbrechen bereitet hat…bis jetzt.
Wer das Märchen nicht kennt oder nicht mehr so ganz parat hat kann es HIER nachlesen.
Es fängt ja damit an, dass die Königstochter mit ihrer goldenen Kugel spielt, diese dann in den Brunnen fällt und sie darüber so traurig ist, dass sie den Frosch um Hilfe bittet und ihm dafür verspricht, dass sie ihn lieben wird und das er ihr Freund sein darf.
Und diesen Teil kann ich noch leicht verstehen. Die Prinzessin ist natürlich ein Bild für uns…oder auch für die Gemeinde und weil es die jüngste ist kann es sogar sein, dass es für die jüngste Gemeinde, also für die aktuelle steht. Sie hat Gutes von ihrem Vater bekommen, aber das einzige was sie damit macht ist es für sich selbst und zu ihrer Belustigung zu verwenden. Sie zeigt ein sehr selbstsüchtiges und selbstzentriertes Verhalten. Das was ihre Welt erschüttert ist, dass sie ihr geliebtes Spielzeug verliert und um das wiederzubekommen ist ihr alles recht. Dafür bittet sie jemanden um Hilfe, den sie gar nicht besonders mag und sie verspricht ihm dafür alles was er haben möchte. Und geht es uns nicht auch oft so? Erst wenn uns etwas gefühlt „weggenommen“ wird, wenn etwas nicht mehr so schön ist wie es wahr, dann gehen wir zu Jesus und bitten um Hilfe, schütten unser Herz aus und versprechen ihm alles was uns einfällt nur, damit er alles wieder „heile“ macht.
Aber genau wie die Prinzessin in der Geschichte meinen wir das was wir versprochen haben gar nicht so ernst – entweder haben wir überhaupt keine Vorstellung davon was wir da überhaupt versprochen haben oder wir denken, dass wir aus der Nummer schon irgendwie rauskommen.
Jesus nimmt unsere Versprechen aber ernst. Und er geht auch sehr oft auf unsere Bitten ein – sogar die selbstsüchtigen. Ganz einfach, weil er so dringend unser Freund sein möchte, dass es ihm erst mal egal ist, dass wir ihn als lästig empfinden. Deswegen hört er nicht auf zu klopfen und zu rufen bis wir ihn widerwillig reinlassen…wobei der Vater in diesem Fall ja auch etwas nachhilft, denn es gibt Grundprinzipien, die gelten für alle, besonders für Königstöchter.

(c) Lenna Heide

Der Frosch ist nun da wo er sein möchte, ganz nah an der Prinzessin. Für diese ist es aber kaum zu ertragen und deswegen passiert etwas was uns allen passiert, wenn wir denken, dass unsere Grenzen überschritten werden: Sie wird wütend und aus dieser Wut heraus nimmt sie den Frosch und schleudert ihn gegen die Wand. Das ist der Teil, den ich nie verstanden habe, denn es ist nicht wie man oft annimmt ein Kuss der den Frosch in einen Prinzen verwandelt es ist dieser Aufprall gegen die Wand. Aber vor ein paar Tagen hatte ich auf einmal eine Offenbarung darüber, denn genauso verhält es sich oft in Seelsorgeprozessen. Jesus geht uns nach und legt seine Hand oft immer wieder auf das was uns weh tut, was wir nicht anschauen möchten. Nicht um uns zu verletzen, sondern um uns zu befreien und um unsere Augen zu öffnen und unserem Leben Sinn zu geben und einen Platz an seiner Seite. Aber wir werden wütend und aus dieser Wut heraus nehmen wir ihn manchmal und schleudern ihn gegen die Wand, gegen die Mauern in unserem Herzen…und dann passiert etwas was wir so nicht erwartet haben: Wir haben ihn berührt und er berührt uns und plötzlich werden unsere Augen geöffnet und wir sehen ihn wie er wirklich ist – wir sehen wer er wirklich ist. In der Geschichte steht: Ein Königssohn mit schönen und freundlichen Augen. Eine bessere Beschreibung kann ich für Jesus nicht geben. Und danach gibt es gefühlt gar nichts mehr zu besprechen, alles ist vorbereitet alles ist klar, der Königssohn holt die Prinzessin in sein Reich.
Warum diese Märchenstunde heute? Ganz einfach: Ich will euch ermutigen, die Wut die ihr habt mal zuzulassen. Jesus ohne Angst auch mal gegen eure Herzensmauer zu schleudern, um dann zu sehen wie er sich verwandelt und wie alles ganz klar wird. Das zu tun ist auf jeden Fall sinnvoller als wegzulaufen, sich zu verstecken oder zu hoffen, er wird irgendwann aufhören zu klopfen. Der Prinz will dein Freund sein und sobald du in seine Augen siehst wirst du auch nichts anderes mehr wollen.

Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Herz-Verbindungen

Was Herz-Verbindungen betrifft, hab ich vor einigen Jahren eine eigene Theorie entwickelt, die sich immer mehr entfaltet und ich dachte ich erzähl euch heute mal davon. Herz-verbunden fühle ich mich mit Menschen, denen ich einen Platz in meinem Herzen eingeräumt habe. Gut und gesund ist das natürlich nur, wenn die Grundlage Liebe ist, denn natürlich bin ich auch Herz-verbunden mit einem Menschen dem ich grolle oder etwas nachtrage – das sind aber Verbindungen an deren Loslösung ich lieber arbeite, um freier zu werden.
Ich rede von Verbindungen, die gut tun – was nicht heißt, dass es hier nicht auch mal schmerzt und dieser Schmerz ist ja dann im Grunde auch ein gutes Zeichen, denn wenn mir jemand wertvoll ist und mir dieser Jemand fehlt, dann schmerzt das.
Ich hab im Laufe meines Lebens schon ein paar, mir wichtige Menschen „verloren“, einige durch Tod andere durch wegziehen oder auch durch andere Lebensumstände. (Beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass das Wort verloren irgendwie die Hoffnung in sich trägt, dass man es wiederfinden kann).

Besonders spürbar wird der Verlust, wenn wichtige Ereignisse anstehen oder etwas an diese Person erinnert. Und ja, die Erinnerung ist oft schön und manchmal muss man lachen aber es hat auch meistens diesen kleinen Stich dabei. Oder wenn wichtige neue Dinge passieren, ein runder Geburtstag, eine Hochzeit in der Familie, ein neues Baby…immer dann, wenn man besonders glücklich ist und sich freut mischt sich das mit ein bisschen Trauer. Nichts was einem den Tag verdirbt oder die Laune, aber etwas was man im Herzen spürt – vielleicht ist es auch einfach, dass man sein Herz spürt. Wenn ich meinen Geburtstag feiere oder sonst irgendwas und es ist kein besonderes Jahr, so dass die Feier nicht wirklich groß oder aufwendig ist, dann ist mir klar, dass die Menschen, die weit weg wohnen und mit denen ich im Herzen verbunden bin, sicher nicht kommen werden, weil es einfach ein zu großer Aufwand ist. Und ich versteh das voll und ganz, das geht mir ja genauso, aber trotzdem spür ich dann mein Herz. Und es ist gut so.

Was ich aber auch weiß  ist, dass ich den Menschen trotz der Entfernung spüren kann. Manchmal plötzlich das Gefühl habe beten, anrufen, schreiben zu müssen ohne wirklich zu wissen was gerade bei ihnen los ist – aber es passt. Und ich glaube, dass liegt daran, dass wir nicht nur körperliche Wesen sind sondern auch Geistwesen und in diesem Bereich gibt es keine wirkliche Entfernung und auch keine Zeit. Und deswegen halte ich es mittlerweile für ein Ding der Unmöglichkeit eine Person die ich liebe loszulassen. Ja, ich kann sie loslassen im Sinne von: Ich zwing dich nicht mich zurück zu lieben, bei mir zu sein oder zu tun was ich gut finde…dieses Loslassen gehört zu lieben – so macht Gott es ja auch – aber solange ich jemanden liebe ist er mit mir verbunden und diese Verbindung ist ewig. Und deswegen muss ich der Aussage: „Wir kommen mit nichts auf die Erde und gehen auch mit nichts“ widersprechen. Jeder von uns hat die Möglichkeit mit einem vollen Herzen von der Erde zu gehen – voll mit Herzens-Verbindungen und diese Verbindungen werden ewig bestehen – das ist auf jeden Fall meine Meinung – und was denkst du?