Ein paar neue Karten

Wie wahrscheinlich schon aufgefallen ist war ich schon etwas länger nicht hier. Ich bin gerade auch am Überlegen, ob ich das Format nicht ändern sollte. Aber in der Zwischenzeit hab ich gedacht, ich zeig euch ein paar Karten aus den letzten Wochen. Ich muss zugeben, dass ich nicht besonders viele gebastelt habe, aber ein paar wenige, für sehr unterschiedliche Anlässe sind doch noch entstanden.

Die erste Karte ist die einzige, die ich für mich selbst gemacht habe – entstanden ist sie eigentlich auch einer Malübung. Ich hab ein paar Glitzerfarben getestet und hab gedacht bevor ich das Blatt einfach wegschmeiße kann ich die Blätter auch ausschneiden und versuchen daraus eine Karte zu basteln…und Tadaaa, das ist dabei rausgekommen:


Die andern Karten sind alle im Auftrag meines Mannes entstanden. Sie brauchten im Labor eine Geburtstagskarte für den 60. Geburtstag einer Geschäftspartnerin und leider auch eine Trauerkarte für einen Arbeitskollegen – und ich hab dann gleich noch ein paar mehr gemacht, damit sie einen kleinen Sicherheitsvorrat haben.
Die Geburtstagskarte wollte ich schlicht und elegant halten, deswegen hab ich mich bei den Farben auf weiß und bronze beschränkt. Ein wenig embosst und geprägt und ein quadratisches Format gewählt:


Die Trauerkarten hab ich wie gewohnt auch recht schlicht gehalten. Da es um einen älteren Mann ging hab ich irgendwie an einen Anker gedacht und die Karte so umgesetzt:


Und hier sind noch die beiden anderen Karten:

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Geburtstagskarten für etwas größere Damen

Nachdem ich letztens von den Karten für die kleinen Damen berichtet habe – sind heute die etwas größeren Damen dran. Bei denen ist es natürlich nicht mehr ganz so bunt – aber hoffentlich, trotzdem schön.


Diese Karte könnte natürlich auch für ein anderes Ereignis verwendet werden. Das Designerpapier von Stampin Up hab ich so zurechtgeschnitten, dass das Zentrum der Holzes möglichst mittig bleib. Die Möwe und den Baumstamm Stempel von Create A Smile hab ich dann drüber geklebt. Der Spruch von Dani Peuss ist embosst und die blauen Pünktchen und das restliche Papier ist auch von Stampin Up.

Kommen wir jetzt zu einer Karte, die auch gleichzeitig ein besonderes Ereignis für mich symbolisiert:


Mein „Baby“ ist tatsächlich 20 geworden. Ich glaub ich kann das noch 100 mal denken und sagen ohne es wirklich zu glauben. Für die Karte hab ich so gut wie alles gestanzt – nur den Wolf, den hab ich eigenhändig draufgemalt…ein Wolf musste sein. Jeder der sie kennt, weiß warum.
Schluß für heute…ich geh den Schock verarbeiten.

Der bedürftige Gott

Ich weiß, Weihnachten ist kalendertechnisch schon vorbei – aber im Grunde ist es ja nur ein Termin an dem man etwas feiert, dass für immer da ist…und deswegen hab ich gedacht, schreib ich doch noch ein bisschen darüber was mir in diesem Jahr so durch den Kopf und durchs Herz gegangen ist.

(c) Lenna Heide

Was mich nochmal so richtig erwischt hat war die tiefe dieses Bildes: Ein Gott, der sich mit voller Absicht bedürftig und verletzlich macht. Er war darauf angewiesen empfangen, geschützt und versorgt zu werden und jeder Mensch, der für diese Aufgabe ausgesucht war hatte immer die freie Wahl auch nein zu sagen dazu oder diese Aufgabe nicht besonders gut auszufüllen.
Es brauchte eine Mutter die den Raum in sich zur Verfügung stellt, einen Vater, der sich zu ihm stellt, eine Vielzahl von Fremden, Freunden, Verwandten und bei jedem die Möglichkeit abgelehnt zu werden, aber Gott ließ sich davon nicht aufhalten.

Und für mich hat es sich immer so angefühlt als hätte sich Gott zu Weihnachten das erstmal so gedemütigt und bedürftig gemacht, aber mittlerweile ist mir aufgegangen, dass Jesus nur sichtbar gemacht was die ganze Zeit schon die Wahrheit war. Er hat ja selbst gesagt, dass er gekommen ist, um den Vater zu offenbaren…und genau in diesem Punkt ist mir der Vater dieses Jahr begegnet. Ich hab verstanden, dass er schon immer so war. Von Anfang an hat sich darauf eingelassen von der Entscheidung eines jeden Menschen abhängig zu sein. Er bittet darum, dass wir ihm Raum geben in uns, dass wir uns zu ihm stellen und dass wir uns von ihm lehren lassen – aber er hat sich niemals aufgezwungen. Und was mich auch sehr berührt hat war zu sehen, dass Gott immer mit sich anfängt – uns vormacht wie es geht und uns dann einlädt es ihm gleich zu tun. Denn erst war er bedürftig und hat Geschenke von Königen angenommen und später nach dem Kreuz ist es an uns zu erkennen, dass wir bedürftig sind und das wir die Geschenke unserer drei Könige brauchen und annehmen dürfen. Gott macht sich bewusst bedürftig, weil er weiß, dass anders eine Beziehung nicht möglich ist und ich glaube es ist an der Zeit diesen Schatz in unseren Leben immer mehr wertzuschätzen und zu leben.

Was man beim Malen so übt…

…ist gar nicht nur das Malen an sich, sondern unter anderem auch das Beobachten, genauer hinschauen und Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Wenn ich etwas richtig malen will muss ich mich oft dazu zwingen, die Sache nicht mehr als ein ganzes sondern zerlegt in viele Einzelteile zu betrachten. Also; Wo ist ein heller Flecke? Welche Form hat dieser Fleck? Wenn ich eine vertiefung sehe – woran liegt das? Wo ist es dann hell und wo ist es dunkel? Welche Farbe hat etwas, wenn es wie Gold aussieht? Und so weiter und so fort.
An Anfang hat mich das total überfordert, aber manchmal ist es aus Versehen gelungen und das hat geholfen zu verstehen :).
Was mir auch hilft sind einfach mal kleine Bilder mit wenig Details so wie diese Landschaftsbilder in Postkartengöße aus den letzten Wochen:

Oder auch diese Beiden:

Eigentlich ist es das gleiche was ich auch in der Seelsorgearbeit mache: Eine Sache mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder genauer hinschauen und die Einzelteile erkennen und verstehen warum was an welchem Ort ist und weswegen es am Ende dann so aussieht wie es aussieht – aber dadurch auch zu verstehen wie man das kleine und das große Bild ändern kann. Und oft ist es auch dort genauso wie bei einem Bild – manchmal muss man dann wieder erst einen Schritt zurücktreten um das Bild wieder als ganzes erfassen zu können und wirklich zu sehen was bei dem ganzen Prozess herausgekommen ist.

 

Hochzeit im Dezember…

…ist ja eher ungewöhnlich, aber wir hatten dieses Jahr eine. Und weil es sich um ein für mich ganz besonderes Pärchen handelt, hab ich mir die Zeit genommen und das Brautpaar gemalt. Und zwar in dem Comic Style, den ich in diesem Jahr schon ein paar mal ausprobiert habe. Herausgekommen ist dieses Bild:

Es ist auch immer wieder herrlich, wenn man dann vor dem Blatt sitzt und denkt: „Moment mal, was für eine Augenfarbe haben die nochmal?“
Verschenkt hab ich es dann in einem Bilderrahmen und noch mit Handlettering kombiniert:


Da ich dann nicht genau wußte wo ich das Geschenk unterbringen soll hab ich dann doch noch eine Karte gebastelt und dafür sind dann wieder mal schon leicht verstaubte Stempelsets zum Einsatz gekommen: Besonders diese Vögelchen von Mama Elephant, die finde ich einfach zu süß, aber benutzt werden sie einfach viel zu selten. Und das Banner von Winnie & Walter hab ich tatsächlich zum ersten Mal ausgepackt, das wartete schon eine ganze Weile auf seinen Einsatz:


Also ich muss sagen, der Dezember ist auf jeden Fall sehr vielseitig und eignet sich nicht nur zum Geburtstag haben und Weihnachten feiern…so ne Hochzeit ist auch mal ganz schön 🙂

Wenn Frieden einkehrt

…dann ist normalerweise Advent. So zumindest die Legende. In Wirklichkeit erlebe ich das weder bei mir noch bei anderen so. Eigentlich plan ich jedes Jahr im Advent eine ruhige und friedvolle Zeit zu haben – aber in der Regel ist dann Weihnachten und ich merke, dass es mal wieder nicht so wirklich geklappt hat. Also verschieb ich es auf das nächste Jahr.

Dieses Jahr ist allerdings etwas anders. Nicht weil ich außergewöhnlich gut geplant habe, sondern ich glaube, weil das letzte halbe Jahr für mich so schlimm war, dass ich gemerkt habe, dass ich einfach eine sehr, sehr ruhige Adventszeit brauchen werde, um mich wieder zu erholen.
Wie sich die letzten Monate angefühlt haben, hab ich letztens in einem Text aufgeschrieben und bei einem Lobpreisabend vorgetragen. Ich hab es nochmal versucht nachzusprechen, damit ihr es euch auch einmal anhören könnt:

Auf dem Lobpreisabend hab ich auch folgendes Bild gemalt, dass für mich das Gefühl von Frieden gut ausdrückt bzw. die Körperhaltung: Nach oben schauen.

(c) Lenna Heide

Was mir in den letzten Monaten oft den Frieden geraubt hat waren Situationen in denen ich tief enttäuscht worden bin – entweder durch die Umstände, durch andere Menschen oder auch von Gott. Und dieses sich von Gott allein gelassen fühlen hat dazu geführt, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe – weil ich das Gefühl hatte er schläft oder so und interessiert sich nicht für das was hier gerade passiert und mich völlig überfordert.
Vor ungefähr einem Monat hab ich mich dann aber doch getraut näher zu kommen und mal wieder festgestellt, dass es nicht nur ein Spruch ist, dass mein Friede nichts mit den äußeren Umständen zu tun hat. Denn es war wirklich so, dass ich nach einer Lobpreiszeit mit Jesus (also maximal 30 min) festgestellt habe, dass sich plötzlich alles verändert hat – obwohl sich eigentlich nichts verändert hat.
Und seit dem bin ich wirklich viel geslassener und so langsam regeln sich die Dinge – zumindest einige. Ein neues Zuhause haben wir z.B. immer noch nicht gefunden, aber ich fühl mich wieder in meinem inneren Zuhause und dass ist ein sehr gutes Gefühl.
Ich wünsche euch auf jeden Fall noch eine schöne Rest-Adventszeit mit einem inneren Frieden, den euch niemand wegnehmen kann.
Letztens haben wir im Gottesdienst dieses schöne, alte Lied: „Wenn Friede mit Gott“ gesungen. Ich liebe das Lied schon sehr lange – ganz besonders auch wegen der Entstehungsgeschichte (googled die auf jeden Fall, falls ihr die noch nicht kennen solltet). Aber als wir es beim letzten Mal gesungen haben, hab ich es irgendwie nochmal tiefer verstanden, wie es gemeint ist. Und ich hatte das Bedürfnis die eine Liedzeile etwas anders zu singen. Und zwar hab ich es so gesungen: Mir ist wohl bei dem Herrn. (der eigentliche Text lautet: in dem Herrn) – Irgendwie hat diese kleine Änderung des Textes für mich mehr Beziehung ausgedrückt: Augenkontakt mit Gott, dass macht in mir Frieden.

Geburtstagskarten für kleine Damen

Wenn kleine Mädchen Geburtstag haben, dann kann man sich so richtig austoben – zumindest beim Kartenbasteln :). Hier sind zwei Karten für zwei kleine Damen, die im Dezember Geburtstag haben – und das ist ja bekanntlich der beste Geburtstagsmonat 😀


Auf dieser Karte ist so viel drauf – gestempelt und gestanzt, dass ich gar nicht alles aufzählen kann. Deswegen nur ein Hinweis auf die Stempel: Das Mädchen ist von Love Cynthia und die Hasen von Mama Elephant.

Die nächste Karte ist noch ein wenig bunter:


Den Hintergrund hab ich einfach mit Aquarellfarben gemalt. Die Stempelszene ist mit einem Set von Mama Elephant entstanden und wurde mit Polychromos ausgemalt.
Ich hoffe, auf jeden Fall, dass die beiden sich über ihre Karten freuen…und nicht nur über ihr Geschenk 🙂 – aber wenn nicht, dann hatte ich wenigstens Spaß beim basteln 😀

Grünzeug, Kränze und Photoshop

Nachdem ich vor ein paar Wochen den Herbstkranz aus den ganzen Einzelteilen des Herbstkurses von Sharone Stevens gemacht hatte hab ich mit der Idee ein wenig weiter rumprobiert.
Um ein paar neue Farben und neues Papier zu testen hab ich mich hingesetzt und einfach mal wieder ein Blatt mit Grünzeug voll gemalt.


Obwohl ich Blumen ja nicht so gern male…Grünzeug malen ist irgendwie meditativ – vielleicht auch wegen der Farbe – keine Ahnung. Danach hab ich alles eingescannt, freigestellt und getrennt und erstmal aus einem Zweig drei gemacht indem ich die Farbe leicht verändert habe und dann aus den drei Varianten einen Kranz zusammengefügt. Danach hab ich noch ein Eichhörnchen gemalt und dieses dann in den Kranz hineingephotoshoped und am Ende sieht das dann so aus:

Der Kranz wirkt für mich schon fast zu glatt, aber im großen und ganzen mag ich es.
Danach hab ich noch zwei Kränze komplett gemalt.
Dieser hier war auch eine Farbtestaktion. Ich hab auch erst versucht das Eichhörnchen hier reinzulegen, aber irgendwie sehen die unteren Blätter zu unbequem aus als dass man darauf gut schlafen könnte. 🙂

Den zweiten Kranz mag ich richtig gerne – auch wenn der nicht so ganz zur Jahreszeit passt:

Irgendwie wirkt der Kranz auf mich sommerlich, deswegen hab ich dann hinterher noch ein paar Schmetterlinge und meinen Kolibri reingephotoshoped:

Und wie ich finde passt es sehr gut zusammen. Kränze nur noch am Computer machen ist ehrlich gesagt nicht mein Ding. Dafür ist das Malen viel zu schön für mich – aber das kombinieren von verschiedenen Einzelteilen finde ich sehr hilfreich. Weil manchmal ist es schon beängstigend noch ein Element zu einem Bild hinzuzufügen, dass man bis dahin gut findet…