Vom kreativen Prozess und was dabei raus gekommen ist…

Ich dachte, es wäre auch mal ganz fair, wenn ich hier nicht nur die fertigen „guten“ Sachen zeige sonden auch mal erzähle wie der Weg bis dahin ist…und auch mal die „häßlichen“ Nebenprodukte offenbare :).

Ein Projekt, dass in nächster Zeit ansteht ist, dass ich mit meinen Mädchengruppen vom DKSB zum Thema: „Wir sind Mädchen“ ein Katzenkissen nähen möchte (die Katze auch als Symbol für die weiblichen Launen :)). In meinem Kopf hatte ich schon eine bestimmte Vorstellung wie das aussehen soll, aber aus Erfahrung weiß ich, erst wenn man es ausprobiert hat weiß man, ob es auch so klappt.

Am Samstag hatte ich den ganzen Tag frei also hab ich mich entschieden mit meiner Tochter mal ein paar Stunden in den kreativen Prozess einzusteigen.

Erst einmal hab ich mir im Internet ein paar Katzenkissen angeschaut unter anderem diese: Klick mich.

Kurzerhand hab ich mir dann freihändig so eine Katze aufgemalt und dann haben wir beide losgelegt.

Um zu testen wie lang man so braucht haben wir alles mit der Hand genäht und es war echt eine langwierige Sache. Wir haben so ca. 3-4 Stunden gebraucht – der Schwanz war die größte Hürde.

Was beim wenden und ausstopfen mit Füllwatte noch anstrengender wurde…und nach all der Arbeit musste ich erstmal lachen als ich die Katze gesehen habe…die war nun wirklich mehr als häßlich. Der Kopf zu klein, der Schwanz zu dünn und alles in allem hab ich festgestellt, dass die ganze Sache zu kompliziert ist. Hier ein Foto der „missglückten“ Katze. (Ich weiß auch noch gar nicht was ich jetzt damit machen soll…vielleicht hat jemand einen Hund, der ein Spielzeug braucht? :))

IMAG0736

Nailed it 🙂

Nun ja, so schnell geben wir ja nicht auf. Also hab ich mich wieder auf die Suche gemacht und folgende Vorlage im Internet gefunden: Klick mich

Die hab ich dann runtergeladen, vergrößert und ausgedruckt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mittlerweile schon etwas frustriert war…Melissa hatte sich in der Zwischenezeit schon in ihrem Zimmer verkrochen, weil ihre Katze nicht mal ausstopffähig war und wir diese dann leider „entsorgen“ mussten.

Wie man als Mama so ist, konnte ich es dann auch nicht übers Herz bringen nur eine Version des neuen Kissens zu machen und hab gleich eine zweite für Melissa angefangen – als Trost sozusagen.

Irgendwann kam sie dann auch wieder hervor und hat bei ihrer Katze zumindest für das Gesicht gesorgt. Nun ja, alles mit Hand  zu nähen dafür hatte ich auch keinen Nerv mehr mittlerweile waren auch schon über 5 Stunden ins Land gegangen – also wurde die Nähmaschine rausgeholt.

Nachdem die Katzen-Stoffteile ein ungeplantes Fassbrause-Bad überstanden hatten hab ich sie dann kurzerhand zusammengenäht und festgestellt, dass wir hier auch ein „Schwanzproblem“ haben. Das Ganze war einfach zu schmal. In der Verzweiflung greift man manchmal zu radikalen Maßnahmen – also haben wir gemeinsam entschieden: Der Schwanz muss ab! Und so wurde es dann auch gemacht.

Hier die verstümmelten Katzenergebnisse:

katzis

links Melissas und rechts meine Version

Im Grunde genommen bin ich halbwegs zufrieden. Sie sehen zumindest niedlich aus und sind für die Mädchen näherisch zu bewältigen. Der ursprüngliche Plan war ja ein Kissen zu nähen, dafür sind sie aber ein wenig zu klein. Es sind eher Kuscheltiere und ich vermisse dabei ein wenig den Zweck des Ganzen. Meine Ideen, um das ganze Projekt etwas sinnvoller zu machen waren bisher:

-Unten noch 2 Bänder miteinzunähen und oben was zum aufhängen und es dann als Haarklammerhalter zu verwenden

-Oder es zusätzlich mit etwas Lavendel zu füllen, um es dann als Duftkissen verwenden zu können

-Oder dem Ganzen einfach eine Aufgabe zu geben. Vielleicht als Möglichkeit mit der Freundin schwierige Gespräche zu führen: Wer die Katze in der Hand hat darf reden, der ander hört zu – oder auch umkehrt: Der der zuhören muss darf die Katze halten, um sich abzureagieren….

Ich weiß noch nicht genau, aber wie wir es am Ende machen werd ich euch dann noch erzählen 🙂

Ich wäre auch über zusätzlich Anregungen und Ideen und für Eure Meinung dazu dankbar.

Kreativität lebt ja schließlich von der Vielfalt.

 

 

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3 Gedanken zu “Vom kreativen Prozess und was dabei raus gekommen ist…

  1. Herrlich 🙂 Mein erster Gedanke war auch „nailed it!“ Ich finde die zweite Version schon richtig gut! Wäre froh, wenn ich das so hinbekommen würde 🙂 Ich weiß jetzt nicht, wie groß die sind, ansonsten vielleicht als Schlüsselanhänger? Ich finds süß ^.^

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  2. Ich hab mich jetzt übrigens für die Duftkissen-Variante entschieden und dafür einfach ein wenig getrockneten Lavanedel gekauft, den werden wir dann in ein Organzasäckchen füllen und zwischen der Füllwatte plazieren. Die erst „häßliche“ Katze hab ich dann noch als Trost benutzt, damit die Mädels wissen, dass mir auch nicht alles auf Anhieb benuzten – sie hatten Spaß dabei sich über dieses arme Tier auszulassen :D…

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