Wie man (s)einen Kronleuchter zum strahlen bringen kann

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(c) Tim Reckmann /pixelio.de

Nehmen wir an der Kronleuchter steht für unser geistliches Leben. Jeder hat so einen. Der Unterschied ist: Bei einigen strahlt er, bei anderen nicht wirklich oder nur ein wenig.

Wo ist also der Trick dabei? Wie bekomme ich meinen Kronleuchter zum Strahlen?

Ich denke, jeder kennt dieses Gefühl, dass da eigentlich mehr ist, dass man mehr leuchten könnte. Jeder will dieses Licht in der Dunkelheit sein, das andere Menschen auf Gott hinweist, das einfach Gottes Herrlichkeit wiederspiegelt ohne dafür „arbeiten“ zu müssen.

 

Nehmen wir also an ich hätte so einen Kronleuchter, der nicht strahlt. Dem man zwar ansehen kann wie schön er wäre, wenn man Licht hinzufügen würde, aber dieses Licht fehlt. Was passiert dann meistens, wenn wir das bei uns feststellen? Wir versuchen mit aller Macht dieses Licht herzustellen und zwar mit unseren Mitteln. Ich würde also ein Feuerzeug holen und versuchen den Kronleuchter zu entzünden und würde wahrscheinlich feststellen, dass es nicht wirklich gut klappt. Hier und da würde es ein wenig schmoren, aber wirklich hell würde es nicht werden. Es würde anfangen zu stinken und der Kronleuchter würde sogar noch an Schönheit einbüßen.

 

Nehmen wir an, ich bin Jemand, der dieses Licht um jeden Preis will und nicht bereit ist aufzugeben. Ich renne also um diesen Leuchter herum versuche an jeder Stelle ein wenig Feuer hinzuzufügen, ich lege brennbares Material drum herum und dann irgendwann brennt es vielleicht tatsächlich ein wenig, aber anstatt Licht bekomme ich Rauch, Gestank, Zerstörung. Ich kann nichts mehr sehen, ich kann nicht mehr atmen und nebenbei zerstöre auch noch die Dinge und Menschen um mich herum. Das ist vielleicht ein gelunges Bild dafür wie man im Burnout landet, obwohl man doch nur Licht sein wollte.

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(c) neurolle Rolf/ Pixelio.de

 

Wie ist denn dann der richtige Weg? im natürlichen kennt ihn wahrscheinlich jeder: ich betätige den Lichtschalter. Ich brauche Strom. Im geistlichen sieht das betätigen des Lichtschalter wohl so aus: Ich gebe zu, dass ich es alleine nicht kann, ich lasse zu, dass Gott mich beschenkt, ich lasse mich von ihm füllen. Und dann wenn ich endlich aufhöre mich um meinen Kronleuchter abzumühen, wenn ich mich auf den konzentriere von dem der Strom kommt und der die Stromrechnung schon vor 2000 Jahren ein für alle Mal bezahlt hat, dann werde ich vielleicht erst gar nicht bemerken, dass es plötzlich heller wird um mich herum…aber so nach und nach werde ich immer mehr von ihm erkennen können. So nach und nach werde ich immer mehr sehen können in was für einer Wohnung ich mit ihm lebe und endlich Dinge aufräumen können, die ich vorher gar nicht bemerkt habe.

Und ich werde erstaunt sein, dass es nicht nur hell wird sondern auch bunt, weil sein Licht sich in mir bricht und ich wie ein Diamant in Regenbogenfarben von seiner Herrlichkeit erzähle.

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(c) Helmut Brunken / pixelio.de

 

Ich habe mir letztens die Übertragung des Neuen Testaments von Fred Ritzhaupt ( Willkommen daheim) gekauft und darin hat er die Verse aus Matt. 5, 14-16  wunderschön formuliert und auf den Punkt gebracht:

 

Ihr seid hier, um Licht zu sein, um die Farben Gottes in der Welt hervorzubringen. Was Gott in eurem Leben getan hat sollte von allen Menschen so erkannt werden können, wie man von ferne eine Stadt wahrnimmt, die auf einem Hügel liegt. Eine Lampe stellt man mit Sicherheit nicht unter einen Eimer, sondern an einen Platz, von dem alle im Raum das meiste haben. Mit euch ist es nicht anders. Habt kein Problem damit, andere in euer Leben hineinschauen zu lassen. Nur so können sie an eurem Verhalten etwas von Gott entdecken, das sie begeistert.

 

Nicht wenn wir zeigen was wir tun können, sondern was Gott getan hat, dann werden wir wie eine leuchtende Stadt auf einem Hügel sein und jeder wird Gottes Größe und Liebe erkennen können.

Marc-Uwe Kling singt ganz frech in einem Lied: „Ich bin das Licht du bist der Dimmer“ – auf Gott bezogen ist das richtig: Er ist das Licht, ich bin der Dimmer. Das heißt, ich entscheide wie hell ich strahle – einfach in dem ich entscheide wieviel von ihm in mich hinein und durch mich durch darf.

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