Versteckt

Versteckt

 

Jeden Morgen schau ich wieder

in das trübe Wasser des Lebens.

Versuche mich darin zu erkennen,

aber klar zu sehen versuch ich vergebens.

 

Alles was ich sehe ist verzerrt.

Ich finde mich hässlich und verdreckt.

Bemühe mich mein Gesicht zu verstecken,

damit sich mein Gegenüber nicht erschreckt.

 

Fühl mich allein und beschämt

hinter dieser Maske aus schillerndem Schein.

Hab Angst entdeckt zu werden

und dann ausgelacht und weggestoßen zu sein.

 

Also konzentrier ich mich mit aller Macht,

auf das was man von außen sieht.

Hab ein strahlendes Lächeln für jeden,

aber keiner weiß was in meinem Innern geschieht.

 

Dann treff ich auf dich

und bin trotz Maske durchschaut.

Leg sie widerwillig zu Seite,

aber fühl mich nicht wohl in meiner Haut.

 

Den Blick nach unten gerichtet,

um das Schlimmste noch zu verbergen

steh ich in deinem entblößenden Licht

und höre wie deine Stimme sanft zu mir spricht:

 

Meine geliebte Tochter, mein kostbarer Diamant

schau doch bitte in meine Augen hinein.

Dort wirst du entdecken wer du bist,

und dann kannst du endlich in Freiheit sein.

 

Mit tränengefüllten Augen

wag ich einen Blick zu dir

und entdecke was die Maske bedeckte,

nämliche deinen Handabdruck auf mir.

 

Und anders als sonst im trüben Wasser

Kann ich in deinen Augen ein klares Bild erkennen.

Bin erstaunt wie wunderschön du mich gemacht hast.

Ab heute will ich mich Gottes Kunstwerk nennen.

verboten

(c) Lenna Heide

 

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