Männer

Letztens bin ich aufgewacht und hab festgestellt, dass in den letzten Jahren ein Wunder geschehen ist. Ich bin mit einer tiefen Freude und Dankbarkeit über die Männer in meinem Leben aufgewacht. Über jeden Einzelnen. Vor ein paar Jahren hätte ich das nie für möglich gehalten, ganz einfach weil mein Herz von einigen Männern so verletzt war, dass ich alle Männer in eine bestimmte Schublade gesteckt habe.

Ich habe mein ganzes Leben lang erlebt, wie Männer mich herabsetzten für mein Aussehen oder mich auf bestimmte Körperteile reduzieren, ausnutzen. Ich hab erlebt, wie Männer eingeschüchtert sind von meinem Auftreten oder meinen Gedanken, meinen Erlebnissen mit Gott und mich deswegen herabsetzten, versuchen Mundtot zu machen und auch wie Männer ihre körperliche Überlegenheit ausnutzen, um mich zu kontrollieren und mir weh zu tun.

Was ich lange Zeit nicht sehen konnte war, dass da auch immer schon Männer waren, die mir wohlgesinnt sind und die mit Gutes getan haben, mich gefördert haben, mich geschützt haben und mir Identität zugesprochen haben.

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(c) angieconscious / pixelio.de

Angefangen bei meinem Onkel Alec. Ich erinnere mich noch genau, wie ich mich gefreut habe, wenn ich nach Hause gekommen bin und er draußen gestanden hat und mich mit seinem typischen Lächeln empfangen hat. Einfach ein paar nette Worte gesagt hat, mich zum Lachen gebracht hat und ich wusste: Hey, hier darf ich einfach sein wer ich bin. Auch heute noch verbinde ich den frischen Geruch von Zigaretten mit diesem Gefühl. Dann war da mein Ausbilder Martin Doliwa, der mir nach einer schrecklichen Schulzeit plötzlich klar gemacht hat, dass ich gar nicht dumm bin, der mich geschützt und gefördert hat und der sich mit mir gefreut hat als ich meine Abschlussprüfung mit Auszeichnungen gemacht habe. Ich habe gelernt, dass man als Frau auch ruhig mal intelligenter sein darf als ein Mann ohne dass dieser aus Angst anfängt mich herabzusetzten.

Dann mein Mann, der mich gelehrt hat, dass ich liebenswert bin auch wenn ich mich nicht so fühle. Der mich gelehrt hat, dass meine Vergangenheit nicht definiert wer ich bin. Dem es keine Angst gemacht hat was ich alles so mitgebracht habe, weil er darauf vertraut hat, dass ich neu geworden bin und bleiben werde.

Heinrich Weimann, der mich als Gemeindeleiter zur Seite genommen hat und mich ermahnt hat, dass was der Heilige Geist mir aufs Herz legt auch öffentlich zu sagen, der mich frei gesetzt hat alles auszudrücken was Gott in mich hineingelegt hat ohne Angst. Ein Vertrauen, dass mir Flügel hat wachsen lassen.

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(c) Angelika Wolter / pixelio.de

In den letzten Jahren habe ich etwas ganz besonders zu schätzen gelernt: Die Umarmung eines Großvaters und von Herzen will ich dafür Konstantin Kreik, Alexander Hempel und Eberhard Mühlan danken, die mir damit so viel sanften Schutz gegeben haben, dass ich bereit war tiefer zu gehen als ich mich sonst jemals getraut hätte.

Die jungen Männer unserer Gemeinde gehen sogar soweit, dass ich regelmäßig überfordert bin. Tim Weimann, Tobias Eichelberg, Patrick Epp und Leo Unger – um nur ein paar zu nennen. Die mir als Frau zu sprechen, dass sie schätzen was ich zu sagen habe und die bereit sind von mir zu lernen, aber auch für mich zu beten und mich zu segnen.

Natürlich sind da noch viel, viel mehr Männer, die geholfen haben mein Herz zu heilen. Christian Gigerich, der sich mit Fürsorge um mich gekümmert hat als ich mit meiner Tochter alleine war, Wolli, der die ganze Familie mobilisiert hat für mich zu beten, Tommy Reimer, der einfach bei jeder Begegnung seine Freude und Liebe ausdrückt, Juri Schneider, der mir die Umarmung meines Papas ersetzt hat und Matthias Eichelberg, der mich manchmal zwingt geehrt werden auszuhalten.

Ich bin wirklich reich beschenkt worden und so froh, dass Gott wirklich ein Gott ist, der im Überfluss gibt. Es sind so viele wertvolle Männer in meinem Leben und ich wünsche jeder Frau, dass sie das Gleiche erleben darf. Männer die freisetzten und nicht kontrollieren, Männer die ehren und nicht herabsetzen, Männer die selber frei sind zu lieben und sich nicht einfach nehmen was sie brauchen.

Danke! Für mich seid ihr alle Helden und auch wenn ihr auf der Erde nicht berühmt und bekannt seid, ich weiß, dass man sich im Himmel eure Namen voller Freude und Ehrfurcht zuraunt, weil ihr den Himmel auf die Erde holt.

P.S.: Einen hätte ich fast vergessen: Joshua Krein, der mir einfach aus einem ehrlichen Kinderherzen sagt, dass ich ja richtig gut malen kann. Also, wenn Joshua das sagt…bestes Kompliment ever. Da wächst eine herrliche neue Männer Generation heran!

Herbst zum Essen Teil 3: Apfelpfanne

Letztens hab ich irgendwo gelesen, dass man Äpfel in der Pfanne anbraten kann mit Salz und Pfeffer gewürzt wäre das ein ganz neues Geschmackserlebnis. Da ich zur Zeit rohe Äpfel kaum vertrage (Allergie) hab ich gedacht, das wäre doch mal einen Versuch wert und siehe da, ich fands lecker.

Da hab ich mir überlegt, warum nicht gleich eine Apfelpfanne zum Mittagessen machen – mit Äpfeln, Erdäpfeln (Kartoffeln) einer kleinen Zwiebel und etwas violetter Karotte. Getauft hab ich das Ganze Apfelpfanne und hier ist das einfache Rezept:

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Ein paar Kartoffeln schälen und klein schneiden, genauso wie eine große Karotte (wenn man keine violette hat, kann man sicher auch eine ganz normale nehmen). Beides hab ich dann kurz in heißem Wasser gekocht, weil ich sonst immer Angst habe, dass sie in der Pfanne nicht gar werden. Die Kartoffeln sehen übrigens wegen der violetten Karotten leicht lila aus – die haben schon echt viel Farbe in sich, ähnlich wie Rote Beete.

Die Zwiebel hab ich kleingeschnitten und dann schon mal mit etwas Olivenöl angebraten und die Apfelscheiben auch. Am Ende hab ich nur noch die Kartoffeln und Karotten hinzugefügt auch leicht angebraten, alles mit Salz und Pfeffer gewürzt und fertig. Man könnte sicher noch einige andere Gewürze hinzufügen, vielleicht Rosmarin, das werde ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren. Hab die Tage auch violette Kartoffeln entdeckt. Bin schon gespannt wie die schmecken :).

Match the Sketch 043 – Sonne im Herbst

Seit Tagen überlege ich schon wie ich den neuen Sketch von Match the Sketch umsetzten kann:

Sketch 43-001Heute hatte ich endlich ein bißchen Zeit mich auszuprobieren und es ist tatsächlich eine herbstliche Karte geworden, obwohl dass sonst gar nicht so mein Fall ist. Irgendwie war mir danach mal einen Drachen zu basteln – obwohl ich wirklich nochmal überlegen musst, wie das nochmal ging.

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Die zweifarbige und geteilte Wolke kann man auf dem Foto leider nicht so gut erkennen, aber ich hoffe zumindest erahnen.

Drache2

Die graue Seite ist noch mit diagonalen Streifen geprägt, um eine wenig an Regen zu erinnern…

Drache3

Ich weiß auch schon ganz genau welcher wunderbare Mensch diese Karte bekommen wird…aber dazu später 🙂

 

NEIN

Heute hab ich mir überlegt wofür die Buchstaben des Wortes „Nein“ eigentlich stehen können und bin zu folgender Lösung gekommen:

 

Neuartiges

Erlebnis

Intimer

Nähe

 

In den letzten Jahren hab ich einige Bücher gelesen, die mich gelehrt haben, dass ein Nein durchaus verbindend sein kann und nicht immer wie von uns angenommen Trennung hervorruft. (Werner May – Der Vertrauensmodus, Marshall B. Rosenberg – Gewaltfreie Kommunikation)

Ich persönlich musste sowieso lernen „Nein“ zu sagen. Z.B. : „Nein“ zu bestimmten Aufgaben und „Ja“ dazu, dass ich Ausruhen muss. Denn was wir oft vergessen: Ein „Nein“ zu etwas bedeutet auch immer ein „ Ja“ zu etwas anderen – genauso umgekehrt.

Was uns an einem „Nein“ oft Angst macht ist, die Befürchtung die andere Person zu verletzten oder gar zu verlieren. Aber wenn wir ehrlich sind ist ein ehrliches „Nein“ besser für unsere Beziehungen als ein unehrliches „Ja“.

Zu lernen, dass ein „Nein“ im Grunde eine Offenbarung meiner Selbst ist, die den anderen einladen kann mich näher kennenzulernen ist anfangs oft nicht leicht, aber es lohnt sich. Früher hab ich oft erst „Nein“ gesagt, wenn ich am Limit war, wenn gar nichts mehr ging und ich bereits in eine gewisse Opferhaltung hereingerutscht war (Warum wollen immer alle was von mir? Können die ihre Sachen nicht alleine machen? Warum kann man mich nicht mal einfach in Ruhe lassen? usw.). Wenn ich dann „Nein“ gesagt habe, war es aus einem Gefühl heraus mich selbst vor dem anderen schützen zu müssen. Dieses „Nein“ baut tatsächlich keine Beziehung sondern schottet uns gegen den anderen ab.

Zu lernen „Nein“ zum richtigen Zeitpunkt zu sagen, ohne Angst – aber auch ein „Nein“ anzunehmen ohne sich abgelehnt zu fühlen, das ist ein Prozess, der mein Leben immer mehr bereichert. Werner May hat dazu sogar ein eigenes Trainingsprogramm entwickelt. Das Video in dem er die verschiedenen „Neins“ an Hand von Körperhaltungen erklärt, verdeutlicht richtig gut wie sich die beiden verschiedenen „Neins“ auf unsere Beziehung zum anderen auswirken.

Wie geht es euch mit dem Nein?

Geldbeutel für kleine Leute

Vor kurzem sind Freunde von mir bestohlen worden. Handys und Portemonnaies waren einfach weg. Für Erwachsene schon schlimm genug, aber es ist sogar das Portemonnaie eines 5-jährigen Jungen geklaut worden mit seinem ganzen ersparten Taschengeld.

Also ich weiß nicht wie es anderen dabei geht –mein Herz kann das kaum ertragen.

Eigentlich wollte ich gern sofort hin und ihm einen Zehn-Euro Schein in die Hand drücken, aber irgendwie hab ich gemerkt, dass soll ich nicht.

Eine Woche später hab ich von seiner Mama erfahren, dass er noch sehr damit zu kämpfen hat, aber dass er sich Mühe gibt für den Dieb zu beten und ihn zu segnen.

Das fand ich so süß und ich hab plötzlich im Geist gespürt, ja jetzt darf ich – er hat eine wichtige Lektion gelernt und jetzt darf er erleben, das man dafür auch gesegnet wird.

Also hab ich ihm ein kleines, neues Portemonnaie gebastelt.

Im letzten Jahr hatte ich schon ähnliche Anhängertäschchen für den Schlüsselbund gebastelt mit einem Einkaufswagenchip drin, der Geldbeutel sollte aber etwas größer werden. Ich hoffe, das hat geklappt, ich hatte kein anderes Täschchen zum vergleichen :).

Im Grunde ist die Herstellung ganz einfach – ich hab einen Filzstreifen zugeschnitten, die Lasche mit einem Framelit etwas aufgehübscht. Dann die Seiten mit der Hand vernäht (meine Nähmaschine ist im letzten Jahr mehrmals daran gescheitert – also mach ich es jetzt lieber mit der Hand). Etwas Band mit einem Schlüsselring mit eingenäht und am Ende noch einen Druckknopf mit der Kam Snap angebracht – naja eigentlich hab ich den Druckknopf vor dem vernähen schon angebracht, so ist es leichter :D.

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Reingetan hab ich ihm dann alle EURO Stücke, die ich noch in meinem Portemonnaie hatte – weil meiner Erfahrung nach, Münzen bei Kindern besser ankommen als Scheine.

Und ich durfte ihm auch eine kleine Botschaft von Gott schreiben, darüber, dass Gott sich über sein Herz freut, dass andere segnet.

Als er sich dann am Sonntag, etwas schüchtern, aber mit strahlendem Lächeln bedankt hat – wusste ich, das war jede Mühe wert.

 

Herbst zum Essen Teil 2: Kürbis

Am 3.Oktober hatten wir ja unseren 8. Hochzeitstag und zu diesem Anlass hat mein Mann zum 2. Mal was für mich gekocht :).

Er hat sich richtig Mühe gegeben und Rezepte studiert und herausgekommen ist ein leckeres Gericht von Jamie Oliver. (Klick mich)

Hier noch ein  Foto von demMeisterwerk (er hat das Rezept etwas abgewandelt, weil er keinen Spinat hatte):

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Es war superlecker. Besonders toll fand ich den Kürbis. Ich hatte mich bisher noch nicht an Kürbis ran getraut. Kürbissuppe fand ich schon lecker, aber was man sonst so mit einem Kürbis machen kann? Keine Ahnung. Erstaunt war ich immer was die in den USA für Sachen machen – aber ich konnte mir ehrlich gesagt kaum vorstellen wie das schmecken soll…kann ja sein, dass denen andere Sachen schmecken als uns :D.

Naja, von dem Kürbispüree war noch ein wenig übrig und ich hab mal probiert und fand es superlecker. Mittlerweile hab ich mir schon bestimmt 4 mal Kürbispüree gemacht, den ich dann einfach mit ein wenig frischem Salat esse – ähnlich wie Kartoffelpüree.

Ausprobiert hab ich das schon mit dem Butternut und auch einmal schon mit dem Hokkaido Kürbis.

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Hokkaido und Butternut

Wobei mir der Butternut etwas besser schmeckt bzw. milder.

Im Geschmack kann man sich das vorstellen wie Kartoffelbrei mit Karotten.

Im Rohen Zustand hab ich die beiden übrigens nicht geschnitten bekommen – aber zum kochen muss man das bei den beiden auch gar nicht.

Ich mach das so:

Den kompletten Kürbis in eine Auflaufform und dann bei 180° ca. 1,50 Stunden im Ofen backen.

Er wird dabei etwas schwarz, aber das macht nichts. Im Haus riecht es dann ein wenig so wie wenn man Kartoffeln ins Lagerfeuer steckt. LECKER.

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Der Butternut direkt aus dem Ofen

Wenn der Kürbis fertig ist: Einfach rausholen, halbieren, Kerne und Fasern entfernen und dann aus dem Fruchtfleisch Püree machen. Das kann man ganz einfach mit einer Gabel, da es wirklich Butterweich ist. Dann einfach noch etwas mit Salz und Pfeffer würzen und fertig.

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So siehts innen aus.

Supereinfach, superlecker und gesund.

Grade ist schon wieder einer im Ofen…ich freu mich schon drauf.

Immer dabei: Farin Urlaub

Vor ungefähr einer Woche bin ich Abends unterwegs gewesen und nebenbei hab ich 1Live gehört. Was ich gemerkt hab war, dass dort ziemlich viel gesprochen wurde und das anscheinend ein Musiker zu Gast ist. Und obwohl die Stimme mir seltsam vertraut war bin ich erst nicht drauf gekommen wer es ist…bis ich dann endlich ein Lied gehört hab und dann hab ich ihn sofort erkannt: Farin Urlaub.

Er hat sein neues Album vorgestellt und es wurde das Lied: „Immer dabei“ gespielt. Er hat so ein wenig erzählt wie er es geschrieben hat und ist eher auf die Instrumente eingegangen und ich hab eigentlich mehr ein witziges Lied erwartet – aber als er angefangen hat zu singen hat, hat mich der Text sofort gepackt. Nach ungefähr 1,5 Strophen war ich Zuhause angekommen, aber ich konnte nicht aussteigen. Ich musste das Lied bis zum Ende hören (obwohl draußen Leute vorbeigegangen sind und schon spekuliert haben, ob ich sie nicht abkann und deswegen im Auto sitzen bleiben…das war mir in dem Moment völlig egal :))

In dem Text geht es um etwas oder jemanden der immer dabei ist…und natürlich ist mir sofort der Heilige Geist eingefallen oder wenn man es gröber fast: Gott. Und aus diesem Gesichtspunkt fand ich den Text wirklich total bewegend – weil ich für mich – zumindest ein Stück weit – fühlen konnte wie das sein muss: Immer dabei zu sein, zu sehen wie jemand den man liebt leidet und deine Hilfe nicht annehmen will…Und ich war gespannt was Farin Urlaub eigentlich gemeint hat als er das Lied geschrieben hat. Deswegen hab ich fast aufgeregt gewartet, dass es endlich aufgelöst wird.

Nun ja, irgendwann war das Lied zu Ende und ich muss zugeben, ich hab das Ende nicht verstanden. Ich fand es doof. Jedenfalls nicht das wo ich gerne hinwollte. Ich hab auch nicht verstanden wer dieser jemand oder dieses Etwas ist, was denn nun immer dabei war. Meine Idee war, dass er vielleicht die Seele gemeint hat??

Ich also sofort ins Internet und versucht das Lied zu finden…Ja, leider musste ich feststellen, dass das Lied auf der CD ist, die erst am nächsten Tag veröffentlicht wird. Einen ganzen Tag warten, das hat sich angefühlt, als kann man das kaum aushalten :).

Nun ja, mittlerweile sind schon ein paar Tage vergangen und ich hab herausgefunden, dass Farin Urlaub in dem Lied über den Tod singt. Das wollte mir erst gar nicht in den Kopf – aber es macht natürlich auch Sinn. Der Tod ist immer dabei. Ich denke, deswegen wird das Lied auch immer schneller – weil der Tod immer näher kommt. Auf jeden Fall auch eine tiefgründige Sichtweise und von dem Gesichtspunkt aus macht das Ende des Textes natürlich Sinn.

Hier der Text:

Immer dabei

Ich bin immer dabei
Wenn du im Traum die Welt regierst
Von grenzenloser Allmacht phantasierst
Bin ich dabei

Ich bin immer dabei
Wenn wenig später dein Tag beginnt
Und deine Träume nur noch Wolkenschatten sind
Und Spielerei

Du glaubst nicht, das ich existier
Trotzdem bin ich immer hier
Getrennt und doch ein Teil von dir

Ich bin immer dabei
auch wenn du glaub, dass dich niemand hört
wenn du denkst, du wärst völlig ungestört
bin ich dabei

Ich bin immer dabei
Wenn du das erste Mal im Leben lügst
Und deine eigenen Freunde schon betrügst
Bin ich dabei

Ich weiß das klingt jetzt schizophren
Du musst den Kopf ein bisschen drehen
Dann kannst du mich im Spiegel sehen

Ich bin immer dabei
Wenn eine Frau sich in dir irrt
Und wenn die Lüge längst zur Gewohnheit wird
Zur Heuchelei

Und auch wenn ich gesehen hab
Wie tiefe Abgründe es gab –
Ich schweige trotzdem wie ein Grab

Ich bin immer dabei
Wenn du ihr Besserung versprichst
Und dann ihr Herz und dein Versprechen brichst
Bin ich dabei

Ich bin dabei, wenn du es probierst
Alles riskierst, alles verlierst
Dein Leben restlos ruinierst
Ich bin immer dabei

Auch wenn du mich jeden Tag verfluchst
Ich bin die Antwort, nach der du immer suchst

Ich wäre gern dabei
Bei deinem letzten Atemzug
Wenn du für immer die Augen schließt
Dann bin ich endlich frei

Auch wenn ich beeindruckt bin von der Kreativität und der Tiefgründigkeit und dem Humor den Farin Urlaub in seinen Liedern immer wieder an den Tag legt – so finde ich doch meine Sichtweise auf den Text besser :).  Nur das Ende passt dann halt nicht. Ich hab überlegt wie man es umschreiben könnte (jetzt nur für mich) damit es passt…vielleicht: Dann bist Du endlich frei…aber damit diese Aussage stimmt fehlen ja noch ein paar Details.

Hat vielleicht jemand anders eine Idee??

Wer sich das Lied mal anhören will: