Erlebnisbericht: Ein ganz normal unnormaler Soaking Abend…

Ich komme ziemlich K.O. und Zeitgestresst in der Gemeinde an – da wir ja gerade im Umzug sind, aber Elvira und Jacy haben alles schon wunderbar aufgebaut und ich freu mich schon so richtig auf den Abend mit Jesus.

Die ganze Woche beschäftigt mich schon eine Sache, die ich mal mit Jesus anschauen möchte, es geht um Hänseleien, die ich mir in meiner Kindheit anhören musste und welches Fehlverhalten ich daraus entwickelt habe.

Das Soaking hat noch gar nicht angefangen, da werde ich von Olga H. herzlich begrüßt und sie erinnert mich daran, dass ich nicht vergessen soll, dass ich eine Frau bin, die mehr wert ist als 20 Kühe…:) „witzig“ denke ich, weil eins der verletzenden Worte aus der Kindheit auch das Wort „Kuh“ beinhalten. Es geht also schon los.

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(c) H.D. Volz / pixelio.de

Jacy macht einen kleinen Input darüber wie sie Gott erlebt hat und Elvira erzählt ein wenig über das Malen mit dem Heiligen Geist und über ihre Station, die sie dazu aufgebaut hat.

Die Musik geht los und ich hab mich noch gar nicht hingesetzt, da kommt Patrick schon auf mich zu und erzählt mir von einem Eindruck den er über mich hatte. Der Eindruck beginnt damit, dass er mich vor einer Gruppe Menschen stehen sieht, die mich belächeln…wieder spüre ich, dass Gott schon antwortet bevor ich überhaupt richtig losgefragt habe. Er erzählt weiter wie sich das Bild verändert als ich losgehe und mich dafür entscheide einfach ich selber zu sein…ich bin ermutigt und dankbar und setzte mich, höre der Musik zu, die Jacy ausgesucht hat und konzentriere mich darauf innerlich bei Jesus anzukommen.

Nebenbei sehe ich wie an der Mal-Station alle Plätze belegt sind und ich entscheide mich, dann halt später etwas zu malen.

Ich setz mich und denke über Gottesbeziehung nach und wie die Intimität in den einzelnen Bildern der Bibel immer intensiver wird und das Gott sich eigentlich langsam an unser Herz vorarbeitet vom Töpfer zum Hirten über den König, Freund, Geliebten und Bräutigam. Und dann hatte ich ein Bild wie Gott mein Gesicht in seine beiden Hände nimmt und mich küssen will. Und ich glaube diese Geste drückt sein Herz für seine Braut aus.

Emma K. kommt einfach zu mir rüber nimmt mich in den Arm und küsst mich herzlich – sie meint, sie hatte einfach das Bedürfnis das jetzt grad zu tun. Ich bin berührt von Gottes Gegenwart.

Dann hab ich über den Sturm in meinem Leben nachgedacht – die Stürme in den letzten Jahren und mich an ein Bild von Joseph Prince erinnert, dass Jesus am Kreuz im Auge des Sturms war – dort wo er war/ist ist Ruhe egal was für ein Sturm sonst tobt und ich hab im Bild ein Kreuz im Sturm gesehen und gewusst – dort muss ich hin, dort ist die Ruhe, die ich gerade suche und brauche – aber es sah so anstrengend aus sich durch den Sturm zu kämpfen – und was ist, wenn ich in dieser Ruhe angekommen bin – wie komm ich dann später wieder raus? Ich kann ja nicht ewig nur am Kreuz stehen bleiben – irgendwie hatte ich das Gefühl, es muss nach dem Kreuz noch weiter gehen, aber mit meinem menschlichen Auge hab ich nur Sturm gesehen – wo soll ich denn hin? Wenn ich im Auge des Sturms bin, dann ist egal wo ich mich entscheide hinzugehen Sturm. Diese Vorstellung war irgendwie nicht so verlockend – irgendwie hab ich ehrlich gesagt gezögert, ob ich mich dann überhaupt durch den Sturm durchkämpfen möchte.

Dann steht Leonie plötzlich einfach vor mir und gibt mir ein Bild das sie für mich gemalt hat und meint, es wäre ihr ein wenig peinlich, weil es so kindlich ist…aber in dem Moment hab ich genau dieses Bild gebraucht, weil es den Sturm für mich aus dem Fokus genommen hat. Ich hab endlich wieder das Kreuz als das gesehen was es ist: Liebe. Und mein Mut ist wieder gestiegen.

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(c) Leonie Gosch – God is love

Irgendwann hab ich aufgeschaut und gesehen, dass endlich ein paar Plätze frei waren am Maltisch.

Also bin ich aufgestanden und hab gedacht, jetzt werde ich mal mit dem Heiligen Geist malen, so wie Elvira das am Anfang erklärt hat. Normalerweise weiß ich bevor ich male was ich malen will – zumindest halbwegs – diesmal wollt ich mit Farbe malen, was die Bilder die ich vorher hatte (im Geist)ausgeschlossen hat (das wäre mit Farbe sehr schwierig gewesen). Also hab ich den Heiligen Geist gefragt was ich malen soll und hab dann einen rosa-weißen Hintergrund gesehen, den ich dann einfach so gemalt habe wie ich ihn gesehen habe. Dann hatte ich den Eindruck ich soll weiße Kreise drauf malen – ein wenig plastisch so wie Seifenblasen. Hab ich dann gemacht. Dann hatte ich den Eindruck ich soll mit blau malen und dann hab ich angefangen blaue Flecken zu setzen und danach eine große blaue Kugel – und dann hatt ich den Eindruck das soll eine Erde werden – also noch ein wenig grüne Flecken drauf gemalt und dann sah es ein wenig aus wie ein Weltall – obwohl ich das von mir aus nie in rosa gemalt hätte. Hab dann gedacht rosa steht für Verliebtheit – vielleicht heißt es das Gott in seine Schöpfung verliebt ist und dass sie für ihn ganz besonders ist – weil sie so aus dem ganzen anderen heraussticht – aber hat mich jetzt nicht so sehr angesprochen.

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(c) Lenna Heide

Hab dann das Bild weggelegt und einen Bleistift genommen und die anderen beiden Bilder, die ich im Kopf hatte angefangen zu malen – erst das Bild wo Gott den Kopf seiner Braut nimmt und zum Kuss ansetzt – wie es aus Gottes Perspektive aussieht.

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(c) Lenna Heide

Dann hab ich angefangen das Kreuz zu malen – wusste nicht so recht wie ich das mit dem Wirbelsturm malen sollte also hab ich erst mal mich als Person dazu gemalt wie ich es im Herzen hatte – wie würde ich jetzt gerade beim Kreuz sitzen? Und als dass dann fertig war hab ich überlegt – soll Jesus da am Kreuz hängen oder nicht? Irgendwie schien es mir nicht richtig – ich hatte das Gefühl er ist wo anders – aber wenn Jesus wo anders ist – wieso steh ich dann noch am Kreuz? Und wie komm ich da hin wo er ist? Und dann hab ich verstanden: Das Kreuz ist die Tür – die Tür zum Vater. Und als ich die Tür draufgemalt habe, hat alles einen Sinn ergeben. Ich muss nicht durch den Sturm zurück – ich darf durch die Tür zum Vater gehen und Jesus ist da auch…

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(c) Lenna Heide

In diesem Bild bin ich dann eine Weile sitzen geblieben und dann hat der Heilige Geist mir erklärt was es mit meinem Weltall-Bild auf sich hat – da das aber sehr persönlich ist, werde ich das hier nicht aufschreiben – ich kann nur sagen – es war ein AHA-Effekt und es bedeutet auch nicht, dass die ersten Deutungen falsch waren – es war halt nur noch nicht alles.

Und obwohl ich die ganze Zeit Kopfschmerzen hatte war es eine wahnsinnig intensive und gesegnet Zeit mit Gott und meinen Geschwistern an diesem Samstag Abend. So ist Soaking…

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