Wie kann man sich trösten lassen?

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(c) sokaeiko / pixelio.de

Vor einiger Zeit hat Gott mir gesagt, dass er mit mir zum Thema „Trost“ durch eine Schule gehen möchte. Und im ersten Augenblick hab ich gedacht: „Naja, das hört sich doch schön an. Getröstet werden, das ist doch ein gutes Gefühl.“ Im Laufe der Zeit ist mir klar geworden, dass man nur getröstet werden kann, wenn man auch Trost braucht – und das ist nicht unbedingt etwas was ich mir gewünscht habe oder wünsche. Und so ist es tatsächlich passiert, dass ich in den letzten Wochen immer mehr gemerkt habe wie oft ich eigentlich, mit verschiedenen Mitteln, versuche mich selbst zu trösten. Ehrlich gesagt war ich entsetzt wieviel von dem was ich tue, tatsächlich dazu dient.

Und so war ich in meinem Prozess vor einigen Wochen an einem Punkt angelangt wo ich vor Gott kapitulieren musste, weil ich festgestellt habe: Ich weiß nicht, wie man sich trösten lassen kann – von Jemand anderem – auch nicht von Gott. Also hab ich mich mit meinem Schmerz vor Gott gesetzt und versucht darauf zu verzichten selber etwas zu tun, selber meinen Schmerz zu betäuben – und es war ehrlich gesagt kaum auszuhalten, aber ich war und bin entschieden, dass jetzt zu lernen.

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(c) Fotostudio Works Lehre Villach/ Pixelio.de

Gott hat mir gezeigt, dass ich im geistlichen manchmal noch wie ein traumatisiertes Kind bin – wie eins von diesen Kindern das apathisch auf dem Boden sitzt und sich vor und zurück bewegt, um sich zu trösten, sich selbst einzuwiegen, weil sonst keiner da ist. Das hat mich ehrlich gesagt erschüttert, aber wenn Gott das so sieht – wie kann ich da widersprechen? Hätte mich vor einiger Zeit jemand gefragt, hätte ich die Frage nach dem trösten lassen sofort beantworten können: Man verbringt Zeit mit Jesus oder auf dem Schoß des Vaters und dann wird man getröstet. Und das ist auch die Wahrheit – und ich hab das auch schon so erlebt – aber Gott wollte jetzt noch tiefer gehen und da bin ich wieder – gefühlt wie am Anfang meines Weges mit Gott – und wenn ich auch weiß, dass es nicht stimmt – kommt es mir an einigen Tagen so vor, als wenn ich feststecke. Trotzdem weiß ich, es geht jeden Tag ein bisschen weiter. Ich schreibe noch mitten aus dem Prozess, aber ich hab gedacht, ich nehm euch einfach mit auf den Weg – erzähle was mir Unterwegs so passiert.

Vor einigen Wochen hab ich mir beim Soaking mit dem Soakingteam ein Bild von mir angeschaut. Das Bild hab ich mal auf einem Trauma-Seminar von IGNIS gemalt. Ich weiß es noch wie heute. Bei der Samstag-Morgen-Andacht kam es so intensiv über mich, dass ich nicht aufhören konnte zu malen bis es sich so angefühlt hat wie ich es vor meinem geistlichen Auge gesehen habe. Ich hab dann gedacht: Naja, das sind halt die Eindrücke vom Seminar. Jetzt hab ich aber gemerkt, dass es ein Bild von mir war – so wie Gott mich sieht. Wie ich in seiner großen Hand liege – mich aber in eine kleine Ecke einkauere, weil ich mich so sicherer fühle. Und ich hab diesmal gespürt wie Gott mich ruft, den ganzen Platz einzunehmen. Alles was er mir geben möchte zu genießen – frei zu werden. Eigenartig, wenn die eigenen Bilder Jahre später zu einem selbst sprechen.

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(c) Lenna Heide

Vor ein paar Tagen hab ich ein Lied von Steffany Gretzinger gehört. Naja, eigentlich ist es ein Stück prophetischer Gesang -und da wusste ich: Das ist der Soundtrack zu dem Bild.

Ich hab beides einfach zusammengefügt in einem Clip und die nächsten Tage hab ich mir vorgenommen, es mir sooft anzuschauen, bis mein Herz es glaubt…und dann werde ich anfangen immer mehr Raum in seiner Hand einzunehmen. Und ich hoffe, jeder der dies liest und auch ein Problem damit hat, macht mit. Ich glaube es ist Zeit…

<p><a href=“http://vimeo.com/108237001″>Sicherheit</a&gt; from <a href=“http://vimeo.com/user12467040″>Lenna Heide</a> on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

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