Die Hitze seiner Herrlichkeit

Passend zum Wetter hab ich ein paar Gedanken, weil es mit dem Wetter oft so ist wie auch in allen anderen Bereichen – man wartet auf etwas und wenn es dann kommt ist man gar nicht so begeistert darüber wie man dachte, dass man sein würde. 🙂 Schwieriger Satz aber ich denke ihr wisst was ich meine. Viele haben auf den Sommer gewartet, gehofft, vielleicht sogar gebetet und jetzt ist es heiß und dann wird gestöhnt: Oh, diese Hitze, das ist ja kaum zu ertragen, wann kühlt es endlich ab? Ja ich weiß, dieses Beispiel trifft nicht auf jeden zu, aber ich denke ihr versteht mich.

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Joerg Trampert / pixelio.de

Ich hab in den letzten Jahren und verstärkt in den letzten Monaten über Gottes Herrlichkeit, über Gottes Gegenwart, die sich auch manchmal manifestiert nachgedacht.

Ist es nötig, dass sich Gottes Gegenwart manifestiert, warum ist das bei einigen stärker als bei anderen? Wozu soll das überhaupt gut sein?, usw.

Nur mal vorab: Ich denke nicht, dass wir alles verstehen müssen was Gott tut, aber ich denke nachdem wir glauben und gehorsam waren erklärt sich uns Gottes Handeln oft und ich glaube das ist normal, weil wir ihm immer näher kommen, ihn immer besser verstehen können – so wie das in menschlichen Beziehungen auch ist. Und das ist auch das wonach wir immer streben sollten: Sein Herz zu verstehen und ihm ähnlicher zu werden. Ich denke auch dass jede Begegnung mit Gott und jede Manifestation des Heiligen Geistes dazu dienen soll – nämlich zu offenbaren wer er ist und uns dadurch zu verändern. Was ich aber so beobachte in vielen Bereichen des Leibes Christi ist im Grunde genommen eine Abkürzung, die dazu führt, dass man sich im Kreis dreht. Man lässt sich auf Gottes Gegenwart ein, erlebt seine Manifestation und dann lässt man sich in diese fallen, versucht noch alle anderen anzustecken oder sich noch schnell bei jemand anders was zu holen und vergisst dabei auf Jesus zu schauen, vergisst dabei Veränderung zuzulassen, so dass man nach dem Erlebnis wie ein Junkie auf den nächsten Schuss, die nächste Erfahrung wartet. Und versteht mich nicht falsch, Sehnsucht nach Gott, Leidenschaft in seiner Nähe sein zu wollen, das ist auf jeden Fall richtig und das wünsche ich jedem einzelnen Menschen, aber Sehnsucht nach ihm und Sehnsucht nach seinen Manifestationen (wenn möglich, dort wo man gesehen wird) ist etwas ganz anderes.

Ich spüre, dass Gott uns zur Zeit, mehr denn je, in die Verborgenheit ruft. Was das genau ist möchte ich in der nächsten Zeit immer tiefer verstehen und ergründen. Was ich bisher verstanden hab ist: Es bedeutet nicht: sich von anderen zu distanzieren und zu verstecken, aber es bedeutet durchaus Zeit in der Stille mit Gott zu verbringen, dort wo mich keiner sieht. Es bedeutet nicht, dass wir nicht gesehen werden, sondern, dass das was man von uns sieht so sehr in Jesus verborgen ist, dass Menschen sofort ihn erkennen können durch das was wir im Gehorsam tun. Verborgen sein heißt: ganz mit ihm eins zu werden und vor allen Dingen ruhig zu werden.

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lohnia81 / pixelio.de

Ich hab in den letzten Jahren viele Bücher von großen Männern und Frauen Gottes gelesen und ja Gott ist ihnen auf übernatürliche Weise begegnet auf verschiedene Art und Weise. Einige konnten sich Stundenlang nicht rühren, andere haben stundenlang geweint oder gelacht oder es gingen Stromschläge durch ihren Körper, usw. Aber was mir aufgefallen ist: Diese Dinge sind so gut wie immer im Verborgenen geschehen. Dann wenn sie mit Gott alleine waren. Dort wo sie keiner gesehen hat, außer Gott. Conrad Gille hat mal in einem Gottesdienst bei uns gesagt: Wenn Gott dich segnet, dann hast du hoffentlich auch den Charakter diesen Segen zu tragen (oder so ähnlich). Und dieser Satz ist mir nachgegangen. Und vor kurzem hab ich zu meinem Mann gesagt: Gott gibt uns nicht mehr als wir tragen können und dann haben diese beiden Aussagen plötzlich eine Brücke geschlagen – genau: )Gott gibt uns nicht mehr als wir tragen können (bzw. als unser Charakter tragen kann): Weder Leid (wobei er das nicht gibt sondern nur zulässt) noch Segen. Und trotzdem passiert es, dass es so aussieht als wenn er sich vertan hat – als wenn er anscheinend nicht weiß was wir im Stande sind zu tragen. Weil es so ist, dass Menschen an ihrem Leid schier zerbrechen oder auch, dass Menschen mit Segen, mit Macht und auch mit Manifestationen des Geistes, selbstsüchtig, gedankenlos, kindisch umgehen, dass sie diese Dinge nutzen, um sich selbst und nicht Gott in den Mittelpunkt zu stellen. Und trotzdem hat Gott ihnen diese Dinge gegeben, weil er ihnen zutraut damit umgehen zu können, zutraut, dass sie die nötige Charakterstärke haben. Hat Gott sich geirrt? Oder ist es eher so, dass wir noch nicht wirklich verstanden haben wer wir sind und wozu wir sind?

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Rainer Sturm/pixelio.de

Beides: Leid und Macht/Segen offenbart sofort was in unserem Herzen ist. Lange Zeit hat Gott zugelassen, aus Gnade, dass es oft Leid war wodurch unser Charakter geformt wurde, um uns und andere Menschen zu schützen. Aber es steht eine Zeit von großem Segen bevor und ich hoffe, wir sind bereit, wenn der Segen kommt. Wenn die Hitze seiner Herrlichkeit kommt sollten wir genau wissen aus welcher Quelle wir trinken, nein eigentlich sollten wir klug genug sein in dieser Quelle zu stehen und uns nicht mehr vom Fleck zu bewegen. Ich bin mir sicher, je mehr ich in ihm ruhe, desto mehr seiner Herrlichkeit kann ich mühelos tragen. Wenn ich gewohnt bin ihm Nähe zu sein, dann fühl ich mich Zuhause wenn seine Gegenwart kommt, ich muss seine Herrlichkeit nicht mehr tragen sondern ich werde von ihr getragen. „Von der Herrlichkeit getragen werden“, ja, vielleicht ist das was „verborgen sein“ bedeutet.

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