Psalm 91 in meinen eigenen Worten

Kennt ihr das, wenn man manchmal die Bibel liest, besonders die poetischen oder bildhaften Aussagen und denkt: Ja, ich verstehe den Sinn, aber mein Herz würde das noch etwas anders ausdrücken? Und manchmal, nehm ich mir einfach die Freiheit und schreibe den Text dann mit meinen eigenen Worten um. Die letzten Tage hat mich der Psalm 91 immer wieder „verfolgt“. Ich denke es ist einer der berühmtesten Psalme, die es gibt, aber ich bin mir irgendwie sicher, dass in diesen Worten noch viel mehr steckt als wir glauben und dass er gerade im Augenblick unheimlich relevant wird…irgendwie wegweisend für das nächste Jahr. Ich hab mir den Psalm immer wieder durchgelesen in verschiedenen Übersetzungen und auch in einer Wort für Wort Übersetzung und ich konnte einfach nicht anders: ich hab ihn einfach mal in meine Worte, meine Satzstellung und komplett in die Ich-Perspektive umgeschrieben…vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auch einen neuen Zugang zu dem Text zu bekommen:

Psalm 91 á la Lenna

Ich habe meinen Platz gefunden und mich gesetzt in der Verborgenheit des Höchsten und im Schatten meines Gottes verbringe ich ruhig meine Nacht.
Gott, du bist meine Zuflucht und meine schützende Burg. Ich suche Schutz bei dir, denn dir vertraue ich. Du bist es, der mich vor den Fallen die mir gelegt werden bewahrt und der mich vor dem Reiz der Süchte rettet.
Mit deiner Schwinge behütest du mich sorgsam und unter deinen Flügeln darf ich mich verbergen. Deine Wahrheiten sind für mich gleichzeitig Schutz und Schatz.
Ich hab keine Angst mehr vor den Schatten die in der Nacht lauern und auch nicht vor den feurigen Pfeilen, die mein Herz tagsüber verletzten wollen, wie eine unheilbare Krankheit.
Auch wenn ich sehe, dass tausende ihr Vertrauen in dich verlieren und zehntausende ihre Hoffnung doch auf ihre eigene Kraft setzten – ich setzte meine Hoffnung und mein Vertrauen treu auf dich, denn du Herr bist mein sicherer Ort. Du bist wie ein unsichtbarer Schutz um mich herum.
Nichts Böses und kein Leid kann mir nahe kommen, denn du hast Engel ausgesandt, die mich begleiten und behüten sollen mein ganzes Leben lang. Sie tragen mich auf ihren Händen, so dass ich meinen Fuß nicht an einem Stein verletzte und vom Weg abkommen könnte.
Du gibst mir die Kraft jedes Ungeheuer, dass mir den Weg versperren will zu besiegen. Ich kenne dich und bin voller Sehnsucht auf dem Weg zu dir, deswegen bin ich unverwundbar und unbesiegbar.
Wenn ich mit dir rede antwortest du mir. Wenn ich angegriffen werde bist du bei mir und befreist mich, du lässt mich sogar deine Herrlichkeit sehen.
Du, Herr, schenkst mir ein langes und erfüllendes Leben in deiner Gegenwart.

Feder_NEW

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