Im Meer unterwegs

Vielleicht haben sich einige gewundert, warum es in der letzten Woche so still war…hier auf dem Blog 🙂 – ganz einfach: Wir waren im URLAUB. Schön wars und erholsam. Wir waren für ein paar Tage in Cuxhaven (Döse) am Strand. Grade bei Ebbe ist dort das Wasser nicht sehr tief, also musste man schon sehr weit rausgehen, um wenigstens Knietief im Wasser zu stehen…und wenn ich schon mal am Meer bin, dann mach ich das doch auch :). Während ich so Richtung offenes Meer gegangen bin und gegen den Druck der Wellen „angekämpft“ habe, hab ich nach kurzer Zeit schon gemerkt, dass es anstrengend ist, aber irgendwie angenehm anstrengend – man ist ja sowieso ein wenig abgelenkt, da man konzentriert auf den Boden schauen muss, um nicht auf Muscheln oder Krebse zu treten – auch wenn die größtenteils schon tot waren (wir haben den Boden deswegen „Friedhof der Muscheltiere“ getauft :)).

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Naja, in Gedanken hab ich mir dann ausgemalt, wie angenehm, dann erst der Rückweg sein wird, wenn man ja die Wellen sozusagen im Rücken bzw. in der Wade hat und die einen fast ohne Anstrengung vorwärts treiben. Aber weit gefehlt. Den Rückweg fand ich tatsächlich weitaus anstrengender, weil die Wellen einen eher schubsen und man aufpassen muss nicht zu fallen – und besonders, wenn man sein Ziel nicht im Flow des Wasser setzt – also in eine etwas andere Richtung gehen möchte als das Wasser fließt, dann wird’s richtig wackelig. Und während ich so dabei war damit zu kämpfen aufrecht stehen zu bleiben hab ich gedacht – wahrscheinlich sollen wir deshalb gegen den Strom schwimmen. Es ist wesentlich leichter zielgenau zu sein, wenn man gegen den Strom angeht, man ist nicht versucht nachzulassen, weil man genau weiß, wenn ich stehen bleibe werde ich zurückgedrängt werden. Dagegen wenn ich mit dem Strom gehe, dann fällt vielleicht erstmal gar nicht auf, dass ich kraftlos bin, dass ich eigentlich stehen geblieben bin, weil ich irgendwie doch vorwärts komme – ich hab z.B. einige tote Krebse gesehen, die den Anschein erweckt haben zu leben, weil sie von der Strömung bewegt worden sind. Man kommt zwar vorwärts, aber man hat keinen Einfluss darauf wo man ankommt, man weiß es noch nicht einmal. Ich glaube, so ein „getrieben sein“ ist äusserst frustrierend und am Ende wesentlich anstrengender als beständig vielleicht gegen etwas Druck dafür aber zielsicher vorwärts zu gehen. Also ich bin jetzt auf jeden Fall froh, dass es im Leben nicht so ist, dass man zum Strand zurück muss, sondern, das man beständig gegen den Strom vorwärts gehen darf.

P.S.: Natürlich hab ich auch die ganze Zeit versucht auf dem Wasser zu gehen, aber das hat noch nicht geklappt – vielleicht nächstes Mal – mein Mann ist da allerdings schon ganz gut unterwegs..

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