Basteln mit Freunden #008

Der Dezember steht vor der Tür und das nächste Materialprojekt will angeschaut werden 🙂 Irgendwie hatte ich diesmal das Gefühl: Alles sieht ähnlich aus, deswegen hoffe ich ,dass ich mit den Namen nicht durcheinander komme :)…ein paar Kunstwerke fehlen mir auch noch, also kann es sein, dass noch ein paar Fotos folgen. Aber hier erstmal das Material für Dezember:

MaterialDez

-Designerpapier von My Minds Eye – Backyard Lights – 15×15 cm
-Strukturierten Cardstock von Stampin Up in Chili 15 x 15 cm
-Ein Stück Balsaholz – das lässt sich übrigens fast genauso wie Papier schneiden und verarbeiten. 10,5 x 14,5 cm
-6 Enamel Dots in grün, weiß, rot von Stampin Up (davon musten nicht alle verwendet werden)

Anscheinend war das Material zu eindeutig…das muss ich mir für das nächste Mal etwas neutraleres überlegen 🙂

Hier ist mein Beitrag für diesmal:

LennaDez
Den Hirsch hab ich aus dem Balsaholz ausgestanzt…und wenn ihr euch erinnert auch auf einer anderen Karte verwendet 🙂 Dann nur noch bestempelt ein paar Punkte und etwas Band angebracht und fertig. Das Designerpapier hab ich nur unter dem Hirsch plaziert und den Chilikarton komplett drunter gelegt als kleine Farbabstufung.

Kurze Zeit später bekam ich dieses Foto von Eli Reimer…und musste erst zweimal hinschauen, weil ich das Gefühl hatte es sieht genauso aus wie meine Karte 🙂

Elidez
Aber dann hab ich doch noch ein paar Unterschiede erkennen können 😉
Als nächstes hat Regina Kunz mir gezeigt was man aus dem Material machen kann:

Reginadez1

Reginadez2
Als ich die Fotos von Moni Günther bekommen habe, hab ich mich ernsthaft gefragt, ob sie nicht aus versehen 2 Päckchen bekommen hat…sie schafft es wirklich immer so viel aus dem Material raus zu holen, das mir fast schwindelig wird:

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Veronika hat auch mal wieder ein Kunstwerk eingereicht…und ich freu mich schon, wenn diese Karte endlich auch meinem Geburtstagskartentisch liegt 😉

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Melanie Engelke hat mich mit dieser Hirschkartenvariante beglückt:

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Und zum erstmals krönenden Schluß gibt es die Karte von Lilli Dück. Die hat doch tasächlich Parkett Fußboden aus dem Balsaholz gemacht und ich finde es sieht einfach unglaublich gut aus. Ich bin echt begeistert:

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Einen Gutschein in den Hut zaubern

Geschenke für einen Mann aussuchen…ist ja oft so eine etwas schwierige Sache…und dann auch noch zu einem runden Geburtstag. Nach langem hin und her ist es dann doch wieder ein Gutschein geworden. Naja, wenn das Geschenk schon eher langweilig ist, für meinen Geschmack, dann soll es wenigstens nach was aussehen. 🙂 Da es sich um einen Gutschein für ein Steakhaus handelt hab ich mich für diese Verpackung entschieden:

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Den Anhänger hab ich mit einem Stempel von InkyStamp embossed. Die hat da ein ganz tolles Set für alle runden Geburtstage (Schicke Chicks). Die Kakteen sind aus einem Set vom Papierprojekt. Die hab ich einfach auf grünem Designerpapier gestempelt und ausgeschnitten. Das ganze auf etwas Holzpapier von Idee  – versehen mit ein paar Klebenieten und einem Lasso und fertig ist der Cowboy-TAG 🙂 Weil es mir aber ein wenig zu nakt war hab ich mich gewagt noch eine kleine hellblaue Blüte aufzusetzen.

Den Cowboyhut hab ich nach einer Anleitung für einen Silversterhut gebastelt und mir einfach abgewandelt:

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Hier ist die Anleitung für den Silvesterhut: Klick mich. Ich hab einfach braunen anstatt schwarzen Cardstock verwendet, die Ränder dunkelbraun geinkt und ein Lederband drumgewickelt. Im Anleitungsvideo werden die ovalen Framelits von Stampin Up verwendet – ich hab eine andere Sorte, aber die ging genauso.

Den Gutschein hab ich dann einfach nur noch zusammengerollt und in den Hut gelegt…fertig.

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Über das Herz

Über das Herz

Ein Herz, das nicht bereit ist zu brechen-
aus Angst vor dem Schmerz
oder vor dem Tod –
Ist wie ein Same in der Erde,
der beschließt:
Ich überlebe hier ewig zur Not.

Um die äußere Unversehrtheit zu wahren
macht er sich hart wie ein Stein.
Um dem Tod zu entrinnen
bekämpft er das rausbrechen des Lebens
verleugnet die Sehnsucht
in seinem Innern.

Ein Herz, das nicht bereit ist
sich zu verschenken,
aus Angst nicht angenommen zu werden –
ist wie ein Gott, der nicht bereit wäre
sich zu geben
aus Angst seine Schöpfung
will doch lieber ohne ihn leben.

Um nicht abgelehnt zu sein
würde er die Möglichkeit dafür
einfach vermeiden.
Und in alle Ewigkeit –
genau wie seine Geschöpfe –
an Einsamkeit leiden.

Wenn ein Herz aber bricht
wird sein inneres Leben offenbar
und greift um sich wie das
Grün in einem tropischen Wald.
Leben vervielfacht sich
undFarben werden satt.

Wenn ein Herz bereit ist
sich ohne Angst zu verschenken,
dann kann die Welt für einen Moment
in den Himmel sehn,
das: Wofür, von Wem, Wieso bin ich?
-kann man plötzlich ganz klar verstehn.

Darum will ich mein Herz lehren
voller Leidenschaft zu brechen,
in der Hoffnung neues Leben aufzuwecken.
Und ich will es immer wieder daran erinnern
sich todesmutig zu verschenken,
um damit einen Schleier zum Himmel aufzudecken.

(c) Rike / pixelio.de

(c) Rike / pixelio.de

Wenn der Körper nicht so will wie ich…

…dann ist mir klar: Da stimmt was nicht. Tatsächlich ist das bei mir gerade so. Vor einer Woche hab ich mir beim Sport Zug geholt…anscheinend komm ich jetzt in das Alter :). Es war tatsächlich so, dass ich noch gedacht habe: „Ob das so eine gute Idee ist, jetzt das Fenster zu öffnen?“

(c) Mateusz Stachowski

(c) Mateusz Stachowski

Aber es war ja so warm…naja dann hat am nächsten Tag der Rücken etwas gezwackt. Am nächsten Tag tats im Nacken weh, so wie das manchmal ist, wenn man falsch gelegen hat beim schlafen. Am Sonntag ist es mir denn in den Kopf gezogen…besonders ins Ohr. Da hab ich fast den ganzen Tag geschlafen und zwischendurch Schmerzmittel genommen…Montag wurds nicht wirklich besser…Dienstag ein bißchen, also bin ich zur Arbeit. Naürlich wurds Mittwoch wieder schlimmer und dann am Donnerstag der Supergau…die linke Gesichtshälfte war plötzlich leicht gelähmt…ehrlich gesagt wollte ich nicht so recht glauben, dass das wirklich passiert und hab gehofft, es wird am nächsten Tag wieder weg sein…Nun ja, am gestern dann hab ich beim Frühstück gemerkt…ich kann meinen Kaffee kaum trinken, mein linkes Auge und die Stirn kann ich auch nicht mehr bewegen…so langsam ist mir richtig mulmig geworden…und dann hab ich bei meiner Ärztin angerufen…in der Hoffnung sie beruhigt mich.

(c) ayleene de monn

(c) ayleene de monn

Pustekuchen…mit leichter Panik in der Stimme meinte die nur: Sie müssen sofort in die Notaufnahme. Ich schreibe ihnen eine Überweisung. Sofort in die Neurologische Notaufnahme. Das kann eine Entzündung im Hirnstamm sein oder eine Durchblutungstörung…Ich aufgelegt und geheult. Ich war einfach so erschöpft von den ganzen Schmerzen und Medikamenten und sauer, dass das nicht einfach so mal weggehen kann. Ich hatte ja schließlich auch schon die ganze Zeit gebetet und auch noch einen großteil der Gemeinde gebeten mitzubeten…Natürlich hatte ich auch schon gegoogled was das sein könnte und da standen ja die schlimmsten Dinge von Schlaganfall bis erste Anzeichen von MS bis Gürtelrose. Na Super, ich hab doch keine Zeit für sowas…und so langsam ist mir gedämmert, dass das wahrscheinlich auch ein Faktor für diese ganze Situation ist.

(c) Bjorgvin Gudmundsson

(c) Bjorgvin Gudmundsson

Ich hab doch immer so viel zu tun. Das interessante ist, ich kann von Morgens bis Abends arbeiten, kaum schlafen, ständig unterwegs sein und trotzdem begleitet mich immer dieses nagende Gefühl: Du tust nicht genug. „Du kannst noch mehr schaffen. Es reicht noch nicht.“
Viele Jahre hab ich gedacht Gott denkt so über mich und auch bei Männern hatte ich immer das Problem…aber diese Sachen habe ich schon seit Jahren hinter mir gelassen. Jetzt merke ich auf einmal, dass da aber noch ein Antreiber geblieben ist: Ich selber.
Entsetzt hab ich festgestellt, dass das Hauptgefühl dass ich in dieser ganzen Situation hatte: Scham war. Ich hab mich geschämt, dass ich so schwach bin. Das ich das einfach nicht selber hinbekomme, das ich Hilfe brauche, das ich zum Artzt muss. Ich hab mich geschämt, dass andere merken, dass ich schwach bin. Ich will doch nicht schwach sein. Sowas blödes. Dabei weiß ich doch, das Gott in den Schwachen am mächtigsten wirken kann.

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(c) Askme Askme

Nun ja, in der Notaufnahme hatte ich ja genung Zeit darüber nachzudenken. Geschlagene 5 Stunden hab ich dort mit Warten, Blutabnahme, Annamnese, EKG, Warten, Anamnese, gefühlt 100 Tests: Laufen, sie auf den Hacken und auf den Zehenspitzen, können  sie das sehen, können sie das fühlen, können sie…, dann CT, dann wieder Blutabnehmen, dann eine Lumbalpunktion…also eine entnahme von Nervenwasser aus dem Rückenmark und dann wieder warten. Das war sowieso das beste – sagt der Artzt zu mir – jetzt müssen sie mindestesn 30min flach auf dem Rücken liegen und viel trinken. Ich leg mich hin – alles gehen raus und die Tür wird zugemacht…und der Artzt kam dann so ca. 1 Stunde später wieder…hab ich halt Sauerstoff getrunken 🙂 Weiß ich auch nicht, was die sich dabei gedacht haben. Naja, das Ende vom Lied ist, dass ich anscheinend eine Nervenentzündung habe durch die Schmerzen im Ohr ausgelöst und die legt den Gesichtsmuskel lahm. Ich hab jetzt Tabletten bekommen, die mich ziemlich schummerig machen, Augenklappen für die Nacht, damit das Auge nicht austrocknet und einen Zettel mit Gesichtsübungen, die ich 2-3 mal täglich machen soll. Dann wurde mir noch gesagt, dass es jetzt so 6-12 Wochen dauern wird, bis alles wieder normal ist. WAAAS? Das geht gar nicht – ich will in 2 Wochen Geburtstag feiern…mit so einem Gesicht, das wird ja ne Lachnummer – besonders weil ich beim lachen zur Zeit echt schlimm aussehe. Die Hälfte vom Gesicht macht einfach nicht mit.

(c) ryanmcguire

(c) ryanmcguire

Am schlimmsten sieht der Kussmund aus, oder wenn ich versuche zu Pfeiffen…mein Mann meinte, ich solle doch ein paar Fotos machen, damit wir später noch drüber lachen können…sehr witzig. Aber ehrlich gesagt muss ich selber immer wieder lachen, wenn ich an mein Gesicht im spiegel denke. Wenigstens schaffe ich es jetzt tatsächlich nur 1 Augenbraue hochziehen – das konnte ich noch nie 🙂 Es hat tatsächlich alles seine Vorteile. Nach einer unruhigen Nacht mit Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen hab ich heute Morgen zum Glück feststellen dürfen, dass es schon etwas besser geworden ist. Der linke Mundwinkel lässt sich auf jeden Fall schon leicht heben, dass macht das trinken schon erheblich leichter. Der Kopf brummt noch ziemlich und der Rücken jetzt auch, an der Einstichstelle und dazu schlagen die Medikamente auf den Magen, aber hey in spätestens einer Woche bin ich fit, ich hab auf jeden Fall Hoffnung.

(c) xautumnx

(c) xautumnx

Was mir in diesen Tagen aber auch durch den Kopf geht ist folgendes: Wie geht es Jesus wohl mit seinem Körper. Muss das nicht auch furchtbar ärgerlich sein, wenn das eine Bein nicht mitgeht? Oder wenn er jemanden in den Arm nehmen will und die Arme lassen sich nicht heben? Wie sieht es dann aus, wenn Jesus lächeln will und der eine Mundwinkel hebt sich nicht? Dann sind die Zuschauer doch eher erschreckt als das sie sich angezogen fühlen…Also ich weiß jetzt ein bißchen wie sich das anfühlt und ich muss sagen, es macht mich wirklich traurig, dass er das aushalten muss.

Stempelküche #32 – Ein Hase auf dem Mond

Die neue Challenge auf dem Blog der Stempelküche hab ich genutzt, um schnell eine Dankeskarte zu basteln, die ich grad brauchte. Die Challenge sieht diesmal so aus:

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Eigentlich gar nicht so mein Thema, aber ich hatte da so einen Mond-Stempel aus einem neuen Set vom Papierprojekt und hab gedachte, den will ich doch jetzt mal ausprobieren. Den Hintergrund hab ich auf Designerpapier von Stampin Up erstellt – die Sterne sind schon klar embossed gewesen – ich habe dann mit verschiedenen Stempelfarben und einem Fingerschwamm das Weltall gestaltet. Den Mond hab ich mit Silber gestempelt, ausgestanzt und dann aufgeklebt.
So sieht die fertigte Karte aus:

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Das Häschen ist aus einem Set von Mama Elephant, der Luftballon aus einem Set von Wplus9 und der Spruch aus einem Set von My favorite Things…ich hab diesmal wirklich gewühlt bis ich das passende gefunden habe. Da ich auf dem Hintergrundpapier keine durchgängige Linie Stempeln konnte hab ich das Band für den Ballon aus Silberfaden gemacht. Hier im Detail kann man es ganz gut erkennen.

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Da kann man auch den Angedeuteten Raumhelm sehen oder wie die  Dinger heißen 🙂 Das Häschen braucht ja Sauerstoff.

Zu der Karte gabs auch noch ein wenig Schokolade und damit das Ganze auch zusammenpasst hab ich einen Anhänger aus Holz bestempelt…wieder mit dem Häschen und ein kleines Herz dazugefügt. Mit Staz On Tinte ging das ganz unproblematisch. Leider hatte ich keine Zeit mehr zum lackieren, sonst hätte ich den Anhänger noch versiegelt.

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Hinter dem Häschen ist noch ein Blatt, das ich einfach aus Leder ausgeschnitten und mit einer Öse versehen habe – dazu noch ein bischen Goldkordel und fertig.

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Manchmal werfen die Tage mir keine Worte zu – Buchtipp

Vor einigen Monaten, tatsächlich ist es sogar fast schon ein Jahr her glaube ich – hab ich eine email von Werner May bekommen  mit der Frage, ob ich bereit wäre an einem neuen Projekt mitzuarbeiten. Werner gehört zu den Menschen in meinem Leben, die mich immer wieder herausfordern etwas neues auszuprobieren und ich freu mich immer über seine Ideen. Diesmal sah die Aufgabe so aus: Ich (genauso wie einige andere seiner Freunde) würde 100 seiner eigenen, liebsten Gedichte zugesandt bekommen und solle mir dann eins aussuchen. Zu diesem Gedicht sollte ich dann einen Text verfassen, der beschreibt warum dieses Gedicht: Also was mir daran so gefällt oder was mich daran bewegt.

Da ich schon einige von Werners Büchern und Gedichten gelesen habe, hab ich sofort zugesagt und bekam dann auch recht schnell die versprochene Gedichtesammlung. Ich war tatsächlich ein wenig aufgeregt. Mein Plan war: Erst ein Mal alles durchzulesen und dann zu entscheiden welches Gedicht mich am meisten anspricht…so wie die Aufgabe ja auch gestellt war…dann kam es aber anders. Ich fing an zu lesen und schon im ersten drittel bin ich auf ein Gedicht gestoßen, das mich gefesselt hat. Ich hab es einmal gelesen, dann zum zweiten Mal und dann zum dritten Mal und die Tränen liefen mir übers Gesicht und ich hab wußte: Du brauchst nicht mehr weiter suchen: Das ist es. Der Rest im Buch nachzulesen :).

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(c) Andreas Dengs / pixelio.de

Vor ein paar Wochen dann ist das Buch, das aus diesem Projekt entstanden ist veröffentlicht worden und Werner hat mir ein Exemplar zukommen lassen. Wie wahrscheinlich auch alle anderen hab ich als erstes „meine“ Seite herausgesucht und geschaut wie sie mir gefällt 🙂 und danach hab ich mir mal alle anderen angeschaut, die mit gemacht haben. Einige der Schreiber sind mir bekannt – entweder persönlich oder nur vom Namen – andere kenn ich gar nicht. Es ist wirklich eine Interessante Mischung von Menschen in diesem Buchprojekt vereint worden und ich fühle mich total geehrt, dass ich mitmachen durfte.

Diesmal sah mein Plan so aus: Ich lese jeden Tag ein Gedicht und den dazugehörigen Beitrag. Aber auch diesmal musste ich meinen Plan recht schnell wieder aufgeben. Es war oft einfach so interessant zu lesen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und so hab ich dann vier, fünf Beiträge nacheinander gelesen und dann kam meistens ein Gedicht, bei dem ich anhalten musste. Es war als wenn die Seele sagt: Stopp jetzt muss ich erst Mal Luft holen und verarbeiten. Es ist Zeit für eine Pause.

WernerMayGedichte

Es war wirklich Interssant für mich zu sehen wie verschieden wir Texte aussuchen, wie verschieden Gedichte verstanden werden und vor allen Dingen auch bereichernd. Ich hab in vielen Worten eine ganz neue Tiefe entdeckt. Das Buch ist wirklich wie  eine Schaztgrube, in der Menschen ihre Schätze miteinander teilen. Danke Werner, dass du uns dazu eingeladen und ermutigt hast.

Ein Gedicht möchte ich heute mit euch teilen (natürlich mit der Erlaubnis von Werne, es befindet sich auf den Seiten 130,131 in dem Buch):

Mitlieben

Im Reigentanz DICH zögernd fassen
nicht alleine,
links den Vater, rechts den Sohn
und der Geist mir gegenüber.

und nach einer Weile staunden sehen,
wie DU, der Sohn, mir in die Augen blickst,
links den Vater,
rechts den Heiligen Geist mit mir im Kreise drehst,

wir im Drehen immer mehr
die Liebe spüren,
die als Melodie uns treibt
und dann mich trauen,
durch mein Lachen, durch mein Tanzen,
und vor allem durch den Druck der Hände,
der immer fester wird
im Lebenswirbel,
DIR zu sagen, DU, ich liebe.

Und im Flug des Tanzes
Tausend Hände zu erfassen.

Das ist eins von den Gedichten in denen ich mich verlieren kann und gleichzeitig Zuhause fühle. Werner beschreibt auf so eindrucksvolle Weise, was ich im Geist schon so oft gesehen und erlebt habe, aber ich entdecke auch bei jedem Lesen neues und mein Herz wird berührt und gefüllt. Der Text dazu ist von Tabea Supplieth und beschreibt ganz persönlich wie sie es empfindet. Ich war fast schon ein wenig neidisch, dass sie dieses Juwel entdeckt hat und ich nicht ich :). Aber natürlich bin ich auch dankbar: Werner – für das Schreiben des Gedichtes, Tabea – für das Aussuchen und Gott – dafür dass er so herrlich ist, das man so etwas über ihn schreiben kann und dass er alles so wunderbar zusammengefügt hat.

Ich werde dieses Buch auf jeden Fall immer wieder zur Hand nehmen und genießen. Eigentlich hatte ich schon erwartet, dass es gut ist, aber am Ende bin ich tatsächlich noch positiv überrascht worden.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich das Buch HIER bestellen. Ich halte es übrigens auch für eine wunderbare Weihnachtsgeschenkidee :).

Prophetisches Malen

Seit April war es geplant und gestern war es endlich soweit: Das Seminar für prophetisches Malen. Ich hab mich total darauf gefreut. Dazu eingeladen hatten wir Mayra Pankow, die mit einem Team von weitern drei Frauen angereist kam.

Mayra hat uns in ihre eigene Geschichte mit hineingenommen und mit der Lüge aufgeräumt, die viele Menschen mit sich herumtragen…eine Lüge, die da lautet: Ich kann nicht malen…
Dann durften wir uns kreativ austoben mit Softpastellkreiden. Für mich war es auch das erste Mal, dass ich mit Softpastellen arbeite und es ist tatsächlich völlig anders als z.B. mit einem Bleistift zu malen. Mayra hat uns angeleitet beim Malen immer wieder Gott zu fragen: Welche Farben soll ich verwenden, in welchen Bewegungen soll ich die Farben auftragen? Wie soll der Titel des Bildes sein? Was soll das bedeuteten, usw. Begleitet wurden wir die meiste Zeit von Musik und es sind tatsächlich tolle und völlig verschiedene Bilder entstanden. Mein erstes Bild sieht so aus:

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Das Bild hat den Titel: „Friedvolle Leidenschaft“

Für mich ist es eine Art Pfau aus Feuer, der unter Wasser ist. Im Bild soll es bedeuten, wenn ich meine Leidenschaft oft Gott fokussiere ist es nicht Chaos sondern eher eine zielgerichtete Kraft, die auch in der Gegenwart des größten Feindes ruhen kann, weil sie weiß wer sie ist und zu wem sie gehört. Es ist ein Bild von göttlicher Herrschaft.

Interessanterweise hab ich zu einem Stift gegriffen in der Annahme es wäre ein gelbton – wie sich später heraustellte war es Gold und am Ende ist mein ganzes Bild irgendwie wie mit Goldstaub überzogen gewesen…

Was ich auch richtig schön fand war zu hören was andere gesehen haben als sie es angeschaut haben: Ein König, dem viele Menschen folgen, eine königliche Braut mit einer Schleppe oder auch die Früchte vom Baum des Lebens. Auf jeden Fall kann ich jedem so ein Seminar nur empfehlen. Alle Teilnehmer mit denen ich hinterher gesprochen habe waren total motiviert diese Ausdrucksform weiter zu verfolgen. Ich bin schon gespannt was dabei alles herauskommen wird.

Ketten mit Holzscheiben und Lederblättern

Ich bin ja ständig auf der Suche nach Projekten, die ich mit meinen Mädels dann in den Gruppen  basteln kann. Irgendwann bin ich auf diesen Artikel gestossen, auf dem ein paar Ideen zum basteln mit Leder beschrieben sind. Da ich aber auch noch ein Projekt brauchte bei dem ich Holz verwenden wollte, hab ich mir überlegt das einfach zu kombinieren.

Ich hab einfach fertige Holzscheiben gekauft – also zugeschnitten, geschliffen und gelocht und diese dann mit Acrylfarbe, wasserfesten Markern und Lack bearbeitet. Als Lack hab ich es mal mit dem viel gepriesenen Mod Podge probiert und ich muss sagen, er macht seinem Namen alle Ehre. Er soll tatsächlich so funktionieren wie Serviettenlack, aber ist wesentlich besser als alles was ich vorher ausprobiert habe. Wenn man ihn aufträgt ist er milchig, so dass man genau sieht wo schon überall Lack drauf ist. Er trocknet schnell und wird dann klar und das beste: es bleibt keine Rest-klebrigkeit zurück, wie das bei den anderen Serviettenlacks immer war. Hier sind also meine 3 Schauobjekt, damit die Mädels eine Idee haben was sie machen könnten:

Ketten
Das Lederblatt hab ich einfach immer Freihand auf der Rückseite aufgemalt und dann mehrmals schräg eingeschnitten. Mit einer Lochzange hab ich dann oben ein Loch gesetzt und mit der Crop-a-dile die Öse gesetzt. Eigentlich würde das Loch an sich glaub ich auch reichen, aber mit der Öse fand ich es etwas schöner. Ich hab es erst mit einer einfachen Ösenzange probiert, aber die hat das mit dem Leder nicht geschafft.

Hier nochmal die einzelnen Ketten mit genauen Erklärungen:

Kettebraun
Bei dieser Version wollte ich ein wenig die Naturstoffe betonen, also hab ich die Holzscheibe nicht angemalt sondern nur mit einem schwarzen Marker (Sharpie) etwas draufgemalt. Man kann auch einen kurzen Spruch oder ein Wort draufschreiben. Beim Leder hab ich mich für braun entschieden. Holzscheibe und Lederblatt müssen jeweils noch mit einer mindestens 8mm Öse bestückt werden…ein bßchen größer würde wahrscheinlich sogar noch besser gehen und dann braucht man das Ganze nur nach an die Kette seiner Wahl hängen.  Ich hab mich bei dieser Version für ein Leinenband entschieden – das passt dann zum Look, aber ganz ehrlich, um die Kette auch zu benutzten würde ich dann eher ein Lederband nehmen, das andere ist denke ich nicht so angenehm zu tragen.

Kette rosa
Bei dieser Version hab ich die Holzscheibe mit einem Rosa-Metallic-Lack angemalt und danach wieder mit dem Marker beschriftet. Beim Leder hab ich einen Rosarot-Ton gewählt und als Kette eine silberfarbene Kugelkette.

Kette rot
Die letzte Version ist meine Lieblingsversion, wobei der Stern leider nicht ganz so gut gelungen ist. Ich hab die Scheibe rot gemalt und dann mit einem Stanzer und etwas Pappe eine Schablone erstellt und dann den weißen Stern aufgetupft. Dabei muss man allerdings ziemlich aufpassen, weil ganz schnell Farbe unter die Schablone gerät und dann sieht der Stern oder das Herz oder was auch immer man sich aussucht nicht so sauber aus wie man es gern hätte. Für das Leder hab ich auch rot gewählt und als Band ein gewachstes, schwarzes Baumwollband genommen.

Was ich noch nicht dazugeschrieben habe, aber was natürlich logisch ist, ist das ich alles Holzscheiben am Ende noch mit dem Lack versiegelt habe.
Ganz ehrlich finde ich, dass das Lederblatt als Anhänger auch richtig gut aussieht. Oder man könnte auch einfach ein paar verschiedene miteinander kombinieren. Es ist auf jeden Fall ziemlich einfach und schnelll gemacht und sieht richtig gut aus.

 

Das Reh und ich – Eigenkunsttherapie :)

Früher wenn Leute zu mir gesagt haben: Du hast ja total die Rehaugen, da mochte ich das überhaupt nicht. Ich wollte nicht mit einem Reh verglichen werden – das hatte für mich sowas von schwach sein. Also hab daran gesetzt noch stärker zu wirken.
Vor einem Jahr ungefähr hat jemand zu mir gesagt: Du wirkst auf mich immer wie ein verschüchtertes Reh, dass sich scheu hinter Büschen und Bäumen versteckt. Das mich mit wütend, weil das brauchst du nicht.

Da war es wieder: Das Reh. Und als erste Reaktion hat sich in mir wieder alles gesträubt, obwohl ich mittlerweile schon wusste, das Sensibilität nicht mit Schwäche zu tun hat. Trotzdem hätte ich das Bild am liebsten sofort weggeschoben. Aber ich hab mich dann doch entschieden und es mir näher anzuschauen. Und je mehr ich zugelassen habe, dass ich dieses Reh in mir verstehe, desto weniger scheu ist es geworden :). Seit ein paar Tagen habe ich mich – aus heiterem Himmel – mit dem Gedanken herumgetragen doch einfach mal ein Reh zu malen. Und gestern bin ich endlich dazu gekommen.rehDas Bild ist ganz anders geworden als meine anderen – irgendwie aquarellartig. Und dann hab ich dieses Reh so angeschaut und das Gefühl gehabt: Ich schau mich selber an. Und mir ist aufgefallen: Dieses Reh versteckt sich nicht mehr. Es ist eher so, dass es mit großen Augen staunend die Welt betrachtet. So ein Reh zu sein, damit kann ich mich anfreunden. Jemand, der nicht stark wirken muss und trotzdem innerlich stark ist. Jemand der sensibel genug ist, die Zwischentöne zu hören und die verschiedenen Farbnuancen eines Blattes staunend betrachten kann. Jemand, der sich über jede Sternschnuppe freut und der zwar die Stille bevorzugt, aber auch keine Angst mehr vor der großen, lauten Menge hat. Das Reh und ich, wir haben uns versöhnt.