Schubladendenken, mal anders…

Ich hab in meiner Küche so eine Schublade, in der alle meine Backsachen drin sind…das ist so eine extragroße und extratiefe, in die man ein Päckchen Mehl z.B. bequem reinstellen kann. Nun ja, da hab ich heute die Schublade mal aufgezogen und hab was gesucht. Dabei hab ich ein Päckchen Gelierzucker zur Seite schieben wollen und gemerkt: Oh nein, da ist wohl irgendwo ein Loch drin, denn es rieselte Zucker heraus. Dummerweise hab ich die Packung dann auch noch beherzt herausgezogen und festgestellt, dass das Loch sich tatsächlich im unteren Viertel der Packung befindet und gar nicht mal so klein ist. Da hat sich der Zucker gedacht: „Wenn schon negativ auffallen, dann richtig.“ Naja, ich muss auch zugeben, dass es vielleicht seine einzige Chance war auch nur irgendwie aufzufallen, weil das Verfallsdatum schon nahe herangekommen ist – ich kanns ihm also nicht übel nehmen :).

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(c) Jörg N / pixelio.de

Seufzend hab ich dann die Sachen aus der Schublade herausgenommen und mich auf einen längeren Säuberungsprozess eingestellt. Ich hab hin und her überlegt, wie ich das am besten sauber machen kann. Meine erste Idee war den Zucker erstmal soweit es geht mit einem Löffel herauszuholen, bis ich dann irgendwann mit einem Lappen dran kann. Naja, als ich dann angefangen hatte hab ich gemerkt, dass es etwas schwieriger war als ich dachte, aber tapfer (und schlecht gelaunt) hab ich weiter gemacht. Dann auf einmal ein Gedankenblitz: „Warum hol ich nicht einfach das Kerblech und den Handfeger und feg die Schublade aus?“…erste Reaktion: „Hahaha“…dann: „Moment mal, das ist gar nicht so dumm, das könnte sogar klappen.“ Löffel beiseite gelegt, langsam nach dem Handfeger gegriffen und dann erstaunt festgestellt: „Hey, das funktioniert – noch viel besser als ich dachte.“ In windeseile war ich fertig und hab gedacht: „Dieser zweite Gedanke, der kommt mir irgendwie bekannt vor.“

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(c) Dirk Maus / pixelio.de

Und ich hab mich erinnert wie das früher mit Jesus und dem Evangelium für mich war. In meinem Leben überall Dinge, die ich aufräumen wollte, mit meinem eigenen Löffel, seufzend, das Ende nicht absehbar, bis irgendwann der Gedanke kommt: „Vielleicht sollte ich es mal mit Jesus probieren.“ Erster Gedanke: „Hahahaha“…zweiter Gedanke: „Moment mal, vielleicht ist das gar nicht so eine schlechte Idee…“langsam nach seiner Hand gegriffen und gemerkt: „Hey, das funktioniert ja noch viel besser als ich dachte.“ 🙂

Vielleicht war es ja damals zum ersten Osterfest auch so. „Jesus, ist auferstanden.“ Erste Reaktion: „Hahahaha“….zweiter Gedanke: „Moment mal, das könnte funktionieren…“

Also falls du gerade diesen zweiten Gedanken hast, dann kann ich nur sagen: Greif zu, es funktioniert besser als du dir vorstellen kannst. Frohe Ostern.

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