Der Beschützer

Vor kurzem hab ich in einer Serie die im 18.Jahrhundert spielt etwas gesehen, dass mich zum Nachdenken angeregt hat. Es ging in dieser Episode, um eine arrangierte Hochzeit zwischen dem  Hauptdarsteller und der Hauptdarstellerin. Und als die frisch vermählte, dann nach der Zeremonie ihren Mann fragt, warum er überhaupt zugestimmt hat sie zu heiraten wird deutlich, dass es notwendig war, um sie vor einem anderen Mann zu schützen. Und als sie das versteht wird sichtbar wie sich ihr Blick verändert. Und dann fügt er noch hinzu: „Du hast jetzt den Schutz meines Namens, meiner Gefolgsleute, meiner Familie und wenn nötig auch den Schutz meiner Leibeskraft.“ Heute hätte man vielleicht gesagt: „Ich schütze dich mit allem was ich habe, wenn nötig auch mit meinem Leben.“
Und als ich dem so zugehört habe, hab ich gemerkt, dass sich was in meinem Herzen tut, als wenn er genau die Worte ausspricht, die eine Lücke in mir füllen.

Postkarte9
Und ich hab mich gefragt, ob im umgekehrten Fall, dass auch etwas ist, was das Herz eines Mannes bewegt. Ob der Wunsch und die Möglichkeit seine Frau zu schützen einen wichtigen Aspekt ihres Bedürfnisses in einer Beziehung ausmachen. Da ich ja kein Mann bin, hab ich dann den Mann der meinem Herzen am nächsten ist zur Rate gezogen. Und nach einigem beratschlagen sind wir zu der Frage gekommen, ob unsere Beziehung nicht vielleicht noch an Tiefe gewinnen würde, wenn ich nicht so gut darin wäre mich selbst zu schützen? Es ist schon so, dass ich selten Schutz brauche, aber was auch stimmt ist, dass ich auch wenn ich mich selber schützen könnte mich eher danach sehne, dass mein Mann sich schützend vor mich stellt – worum ich ihn dann auch manchmal bitte.
Zu hören wie der eigene Mann einen Satz sagt wie: „Lass meine Frau in Ruhe.“ Oder „Hey, wie sprichst du mit meiner Frau?“  Ist eine Erfahrung die – zumindest bei mir  – Sicherheit und Vertrauen wachsen lässt. Ich bin ganz bestimmt keine Frau, die auf den Mund gefallen ist oder die wie ein Mäuschen durch die Welt geführt werden will und trotzdem tut es mir gut, dass da jemand ist für den ich wichtiger bin als sein eigenes Leben, jemand der für mich aufsteht.

zusammen
Und natürlich komm ich bei diesen Gedanken ziemlich schnell bei Jesus an und wieder bemerke ich, dass bei Gott alles anders herum ist. Er sagt nicht: „Ich schütze dich mit allem was ich bin und im Notfall auch mit meinem Leben.“ Nein, er sagt: „Ich habe mein Leben schon für dich gegeben und deswegen bist du für ewig geschützt. Meinen Namen und meine Familie und meine Engelsscharen bekommst du einfach noch oben drauf.“ Aber was für ein Verlust für mich, wenn ich darauf verzichte, weil ich mich entscheide, das ich mich lieber selber schützen will.

Myking

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s