Was ist eigentlich die richtige Körperhaltung beim Gebet?

Eigentlich ist das eine Frage, die ich mir schon lange nicht mehr gestellt habe…aber in den letzten Tagen hab ich mir die neue Netflix Serie „Anne with an „e““ angeschaut. Eine Neuverfilmung von Anne von Green Gables. Ich hab diese Geschichte als Kind sehr gemocht und war ein wenig misstrauisch, aber ich muss sagen die Neuverfilmung ist einfach wunderschön gelungen. Die Bilder sind toll und die Schauspieler hervorragend ausgesucht und die Charaktere sind mit so viel Herz gespielt, dass ich total berührt war und einige Aspekte der Geschichte sind nochmal verändert – meiner Meinung nach vertieft und ehrlicher gemacht worden. Also ich bin auf jeden Fall überzeugt.
Zurück zum Thema…in der ersten Folge soll Marilla Anne zeigen wie man betet und sie sagt als erstes:“ Knie dich hin.“
Worauf Anne das auch tut, aber folgendes sagt (ich übersetzt mal frei aus dem englischen): „Warum muss man sich zum Beten hinknien? Weißt du was ich tun würde, wenn ich wirklich beten wollte? Ich würde in ein riesiges Feld gehen, ganz alleine…oder in einen tiefen, tiefen Wald und ich würde hochschauen in den Himmel, hoch, hoch, hoch in den herrlichen, grenzenlosen Himmel und ich würde das Gebet einfach fühlen.“

(c) Lenna Heide

Ich muss zugeben, ich musste die Serie an dieser Stelle anhalten und erstmal mit den Tränen kämpfen und tief Luft holen.  Diese Aussage hat mich tief berührt und ich hab später weiter gedacht…ja, warum muss man sich zum Beten eigentlich hinknien? Muss man das überhaupt?
Es gibt ja auch eine Bibelstelle in der steht, dass die Männer beim Beten heilige Hände hochheben sollen…viel mehr steht zu Körperhaltungen in der Bibel meines Erachtens auch nicht wirklich.* Warum muss man denn dann mancherorts aufstehen oder die Hände falten oder was auch immer?
Und was davon ist überhaupt richtig?
Ich denke: Die richtige Körperhaltung beim Beten ist die, die ausdrückt wie es in meinem Herzen grad aussieht. Hab ich grad so eine Sehnsucht nach Gott, dass ich mich austrecken möchte um nach ihm zu greifen, dann streck ich vielleicht eine Hand nach oben oder recke meinen Kopf in die Höhe…wenn ich grad von Ehrfurcht ergriffen bin, dann knie ich mich wahrscheinlich nieder oder leg mich sogar flach auf den Boden…wenn ich Schwierigkeiten habe mich zu sammeln könnte ich die Hände falten und die Augen schließen, wenn ich unruhig bin gehe ich vielleicht in der Gegend herum, usw. Wenn wir unserer Körperhaltung erlauben sich unserem ganzen Sein anzupassen erlebe ich oft ein eins werden von Körper, Seele und Geist, was den Gebetsfluss erleichtert und auch tiefer ins Gebet führt.

(c) Lenna Heide

Allerdings kann es auch andersherum funktionieren…wenn ich z.B. Ehrfurcht lernen möchte, kann es helfen sich immer mal wieder hinzuknien…weil die richtige Körperhaltung auch Seele und Geist hilft an diesen Ort zu folgen. Die richtige Körperhaltung ist also die, die mich dabei unterstützt näher zu Gott zu kommen und tiefer ins Gebet…und welche das gerade ist, dass muss jeder für sich selbst immer wieder neu entscheiden…und vielleicht auch zwischendurch innehalten und mal überprüfen, ob das was man einfach so Routinemäßig tut überhaupt hilfreich ist und der Wahrheit entspricht…und vielleicht sollten wir alle tatsächlich mal in ein großes Feld gehen oder in einen tiefen Wald…

*Anmerkung: Ja, ja, wenn man Dinge einfach so schreibt ohne nochmal nachzudenken und zu überprüfen. Im Laufe der Tage sind mir schon auch noch andere Bibelstellen eingefallen zur Körperhaltung…einige beziehen sich aufs liegen andere aufs Knien und ich bin auch von anderen darauf hingewiesen worden (danke :)) – aber die Schlußfolgerung meiner Gedanken ändert sich damit nicht :).

Ich schenk dir ein Wort

Heute erzähl ich mal von einem neuen „Hobby“ aus den letzten Wochen. Die liebe Vivi hat mich vor ein paar Monaten auf etwas aufemerksam gemacht – sie hat Karten erstellt mit prophetischen Worten – dahinter hat sie noch etwas Farbe aufgetragen mit einer Aquarelltechnik. Ich fand die so schön, dass ich mir gleich zwei bestellt habe und ich war auch total begeistert von dem was sie für mich und meine Nichte angefertigt hatte…aber natürlich hab ich mir gedacht: das kann ich doch auch mal selber ausprobieren…ich wollte doch eh dieses Jahr lernen „schön“ zu schreiben und das schien mir eine aufregendere Übung als die Fleißübungen in meinem Heft.

Also hab ich einfach angefangen…erst zu Ostern…als ich die Ostergeschichte in Kränzen gemalt habe…

dann beim BibleArt mit den Kids…da haben die das einfach mit mir zusammen gemacht und auch riesen Spaß gehabt. Das tolle an diesen Karten ist nämlich, das sie gar nicht so schwer zu erstellen sind und das man sie wunderbar verschenken kann, um jemand anders zu ermutigen.


(Mit den Kids haben wir teilweise auch mit einer Buchstaben-Schablone gearbeitet – wie z.B. hier auf dem Bild)
Also hab ich mittlerweile eine ganze Reihe von Wortkarten gemacht – einige zum verschenken – wenn ich ein persönliches Wort für jemandem habe – andere, um biblische Sachen auf den Punkt zu bringen – nach der Ostergeschichte hab ich mich nämlich ans „Vater Unser“ gemacht…aber dazu schreib ich vielleicht in ein paar Tagen mal einen ausführlichen Bericht.

Hier noch ein paar Ergebnisse zum anschauen und inspierieren lassen…ich kann nur sagen; Probiert es einfach mal aus:

 

(Hier zum Beispiel auch einfach auf schwarzen Cardstock aufgeklebt und schon hat man eine Karte)

Für immer und ewig

Heute nur schnell eine kleine süße Hochzeitskarte:


Das königliche Brautpaar ist aus zwei Einzelsets von Sweet Stamp Shop – angemalt mit Acrylmarkern und ein paar ZIG Glitzerstiften – was man auf den Fotos leider nicht wirklich sieht. Der Spruch ist aus einem Klartextstempelset von Dani Peuss und das geprägte Oval von Stampin Up…genau wie das goldene Herzchen und die Punkte. Und das wars auch schon 🙂 Hier noch mal in Nahaufname:


Ich bin dann mal auf ner Hochzeit…feiern.

Selbstbewusstsein und Gottesbewusstsein

Erst wollte ich ja zwischen die beiden Wörter vs. Setzen, aber das hätte ja den Anschein erweckt, dass nur das eine oder das andere geht…im Grunde genommen denke ich aber, dass die beiden sich bedingen.
Vor einer Woche beim Gebet haben wir uns nochmal die Geschichte von David und Goliath angeschaut und Nicki meinte: David wusste einfach genau wer hinter ihm steht…und da hatte ich sofort dieses Bild vor Augen (was ich dann auch gleich ganz schnell aufgezeichnet habeJ)

Und das hat mir alles nochmal in die richtige Perspektive gerückt…auch wenn das Bild natürlich nicht Maßstabgetreu ist, versteht man doch glaube ich sehr genau was ich meine. Das was mir manchmal wie eine unglaubliche „Vergrößerung“ meiner Herausforderungen erscheint ist aus Gottes Sicht kaum zu erkennen…und da er ja immer noch genauso hinter mir steht sollte dieses Bewusstsein meine Sicherheit ausmachen…

Und das erinnert mich wieder an eins meiner Lieblingszitate von Teresa von Avila:
Gott und ich – wir zwei – sind immer die Mehrheit

In diesem Sinne: Auf in den Kampf 😀

 

5 kreative Köpfe und 1 Stempelset (3) – Create a Smile Kroküsse

Endlich hab ich mal wieder Zeit gefunden für diese schöne „gemeinsame“ Aktion. Der Creat a Smile Shop hat zwar zur Zeit wegen Umzug geschlossen, aber das hindert uns ja nicht die Stempelsets zu nutzen, die wir schon haben. Und da mir ja grad eh ein bißchen nach Blumen ist hab ich dann mal die Kroküsse ausgepackt.
Ich hab mich dafür entschieden eine Karte und einen Anhänger zu basteln.


Für die Karte hab ich mir gewebtes Papier genommen und einen Rahmen ausgestanzt.  Tatsächlich sind in dem Papier Fäden verarbeitet – ich dachte eigentlich es ist nur eine geprägte Struktur – aber stanzen geht trozdem Problemlos. auf der weißen Fläche hab ich ganz zartes grün mit einem Schwämmchen aufgetragen. Den Spruch hab ich allerdings aus einem Set von Inkystamps – irgendwie war mir danach den mal auszuprobieren, obwohl das Kroküsse Set ja auch ein paar tolle Schriftzüge hat.

Aus dem ausgestanzten Rahmen hab ich dann den Anhänger gemacht:


Die Kroküsse ausgemalt hab ich übrigens mit Alkoholmarken und beim Anhänger hab ich dann auch einen Spruch aus dem Kroküsse Set verwendet.

Die Antje hat ihr Werk als erste fertig gehabt und eingereicht:


Sie hat sich für den gleichen Schriftzug entschieden wie ich und wie man sieht kann man diesen auch mal ganz anders ins Szene setzen.

Der nächste Beitrag kommt von Veroonika, die gleich zwei Karten gezaubert hat:


Ich finde ihre Farbwahl immer total gewagt, aber erstaunlicherweise sieht es immer toll aus. Da kann ich mir noch eine Scheibe (Farb-)Mut abschneiden.

Als nächstes kommt ein süße Werk von Mila:


Die Blüte ist total zart angemalt und ich finde so erinnert sie auch ein bißchen an eine Wasserlilie. Beindruckt hat mich der mit Hand genähte Rand…das hätte ich niemals so ordentlich hinbekommen. Respekt.

Das letzte Werk bzw. die letzten Werke kommen von Jessi, die heute zum ersten Mal dabei ist…


Zuerst einmal eine Karte mit Blume und Schriftzug aus dem Set und dann noch eine ganz besondere mit eigenem Handlettering:


(Für die, die kein englisch können…es heißt: Da sind immer Blumen für die, die sie sehen wollen)

Und ich denke, dass ist ein wunderbarer Abschluss für diesen Beitrag und für das verlängerte Wochenende das hinter uns liegt…kommt gut in die neue Arbeitswoche.