Gottes Braut betet an

Ich hab mich endlich getraut und mal ein ganzes Bild nur mit Aquarellfarben gemalt. Es ist auf jeden Fall nochmal ganz anders als mit den ganzen Stiften, die ich bisher benutzt habe, aber es macht auf jeden Fall Spaß.

Darstellen soll es mein inneres Bild von der Braut Gottes, die ihn auf der Erde anbetet.

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(c) Lenna Heide

Nachdem das Bild dann ein paar Stunden auf mich gewirkt hat hab ich folgenden Text dazu geschrieben:

Anbetung der Braut

Ich will einen Kopfsprung in deine Augen wagen,
deinen Knutschfleck auf meinem Herzen tragen,
dich atmen mit allen Poren,
in dir sein als wäre ich noch nicht geboren.

Ich will Dich in den Wolken sehn und in jedem Stein.
Du sollst für ewig mein Zuhause sein,
mein erster Gedanke und mein letztes Wort.
Du bist mein Abenteuer und mein Lieblingsort.

Ich will dich sperrangelweit willkommen heißen.
Nichts darf mich aus deinen Armen reißen.
Man soll unsere Namen in einem Atemzug verstehen.
Jesus, ich will in dir verloren gehn.

Manchmal werfen die Tage mir keine Worte zu – Buchtipp

Vor einigen Monaten, tatsächlich ist es sogar fast schon ein Jahr her glaube ich – hab ich eine email von Werner May bekommen  mit der Frage, ob ich bereit wäre an einem neuen Projekt mitzuarbeiten. Werner gehört zu den Menschen in meinem Leben, die mich immer wieder herausfordern etwas neues auszuprobieren und ich freu mich immer über seine Ideen. Diesmal sah die Aufgabe so aus: Ich (genauso wie einige andere seiner Freunde) würde 100 seiner eigenen, liebsten Gedichte zugesandt bekommen und solle mir dann eins aussuchen. Zu diesem Gedicht sollte ich dann einen Text verfassen, der beschreibt warum dieses Gedicht: Also was mir daran so gefällt oder was mich daran bewegt.

Da ich schon einige von Werners Büchern und Gedichten gelesen habe, hab ich sofort zugesagt und bekam dann auch recht schnell die versprochene Gedichtesammlung. Ich war tatsächlich ein wenig aufgeregt. Mein Plan war: Erst ein Mal alles durchzulesen und dann zu entscheiden welches Gedicht mich am meisten anspricht…so wie die Aufgabe ja auch gestellt war…dann kam es aber anders. Ich fing an zu lesen und schon im ersten drittel bin ich auf ein Gedicht gestoßen, das mich gefesselt hat. Ich hab es einmal gelesen, dann zum zweiten Mal und dann zum dritten Mal und die Tränen liefen mir übers Gesicht und ich hab wußte: Du brauchst nicht mehr weiter suchen: Das ist es. Der Rest im Buch nachzulesen :).

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(c) Andreas Dengs / pixelio.de

Vor ein paar Wochen dann ist das Buch, das aus diesem Projekt entstanden ist veröffentlicht worden und Werner hat mir ein Exemplar zukommen lassen. Wie wahrscheinlich auch alle anderen hab ich als erstes „meine“ Seite herausgesucht und geschaut wie sie mir gefällt 🙂 und danach hab ich mir mal alle anderen angeschaut, die mit gemacht haben. Einige der Schreiber sind mir bekannt – entweder persönlich oder nur vom Namen – andere kenn ich gar nicht. Es ist wirklich eine Interessante Mischung von Menschen in diesem Buchprojekt vereint worden und ich fühle mich total geehrt, dass ich mitmachen durfte.

Diesmal sah mein Plan so aus: Ich lese jeden Tag ein Gedicht und den dazugehörigen Beitrag. Aber auch diesmal musste ich meinen Plan recht schnell wieder aufgeben. Es war oft einfach so interessant zu lesen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und so hab ich dann vier, fünf Beiträge nacheinander gelesen und dann kam meistens ein Gedicht, bei dem ich anhalten musste. Es war als wenn die Seele sagt: Stopp jetzt muss ich erst Mal Luft holen und verarbeiten. Es ist Zeit für eine Pause.

WernerMayGedichte

Es war wirklich Interssant für mich zu sehen wie verschieden wir Texte aussuchen, wie verschieden Gedichte verstanden werden und vor allen Dingen auch bereichernd. Ich hab in vielen Worten eine ganz neue Tiefe entdeckt. Das Buch ist wirklich wie  eine Schaztgrube, in der Menschen ihre Schätze miteinander teilen. Danke Werner, dass du uns dazu eingeladen und ermutigt hast.

Ein Gedicht möchte ich heute mit euch teilen (natürlich mit der Erlaubnis von Werne, es befindet sich auf den Seiten 130,131 in dem Buch):

Mitlieben

Im Reigentanz DICH zögernd fassen
nicht alleine,
links den Vater, rechts den Sohn
und der Geist mir gegenüber.

und nach einer Weile staunden sehen,
wie DU, der Sohn, mir in die Augen blickst,
links den Vater,
rechts den Heiligen Geist mit mir im Kreise drehst,

wir im Drehen immer mehr
die Liebe spüren,
die als Melodie uns treibt
und dann mich trauen,
durch mein Lachen, durch mein Tanzen,
und vor allem durch den Druck der Hände,
der immer fester wird
im Lebenswirbel,
DIR zu sagen, DU, ich liebe.

Und im Flug des Tanzes
Tausend Hände zu erfassen.

Das ist eins von den Gedichten in denen ich mich verlieren kann und gleichzeitig Zuhause fühle. Werner beschreibt auf so eindrucksvolle Weise, was ich im Geist schon so oft gesehen und erlebt habe, aber ich entdecke auch bei jedem Lesen neues und mein Herz wird berührt und gefüllt. Der Text dazu ist von Tabea Supplieth und beschreibt ganz persönlich wie sie es empfindet. Ich war fast schon ein wenig neidisch, dass sie dieses Juwel entdeckt hat und ich nicht ich :). Aber natürlich bin ich auch dankbar: Werner – für das Schreiben des Gedichtes, Tabea – für das Aussuchen und Gott – dafür dass er so herrlich ist, das man so etwas über ihn schreiben kann und dass er alles so wunderbar zusammengefügt hat.

Ich werde dieses Buch auf jeden Fall immer wieder zur Hand nehmen und genießen. Eigentlich hatte ich schon erwartet, dass es gut ist, aber am Ende bin ich tatsächlich noch positiv überrascht worden.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich das Buch HIER bestellen. Ich halte es übrigens auch für eine wunderbare Weihnachtsgeschenkidee :).

Hören

Kennt ihr das, wenn man ein Buch liest oder bestimmte Musik hört und sich mit der Person verbunden fühlt? Mir geht das oft so unter anderem und ganz besonders mit Jon Thurlow. Wenn ich seine Lieder höre, dann hab ich das Gefühl er erlebt Gott genauso wie ich und er macht daraus wunderbare Lieder. Ich hab grad eine Stunde mit der letzten EP von meinem Freund verbracht (Walking throuh the night) und dabei ist folgendes entstanden:

Hören

Ich höre
In die Weite hinein
Ich höre
Aus der Tiefe
Ja, rede zum mir
Ich will dich hören, Herr

Ich verstehe,
deine Weite immer mehr
Ich verstehe,
in der Tiefe meines Herzen
Ja, erzähl mir von dir
Ich will dich verstehen, Herr

Ich gehorche
Egal wie weit es scheint
Ich gehorche
Egal wie tief es geht
Ja, lehre mich Ehrfurcht vor dir
Ich will dir gehorchen Herr

hören

(c) Lenna Heide

 

 

 

Geheimtipp: Havilah Cunnington

Zuerst einmal: Havilah Cunnington ist eine wunderschöne und sehr begabte Frau, Autorin, Mutter von 4 Söhnen, Ehefrau, ehemalige Pastorin, usw. Aber vor allen Dingen ist sie sehr sympathisch und authentisch und redet/schreibt sehr lebensnah. Zur Zeit arbeitet sie mit ihrem Mann in der Bethel Church. Ich hab sie ein paar mal in kurzen Einheiten gesehen und war jedesmal berührt und inspiriert. Am Anfang des Jahres hab ich entdeckt, dass sie eine 20-tägigen Online Kurs auf ihrer Homepage anbietet und mir gedacht: Das probier ich aus.

Gesagt, getan und ich bin begeistert. Man bekommt jeden Tag eine email mit dem entsprechenden Link zu dem Video oder man kann sich die Videos auch einfach auf ihrer Homepage anschauen. Es sind immer recht kurze Einheiten von 6-8 min und ich hab glaub ich bisher jeden Tag wirklich etwas mitnehmen können. Das Thema ist: I do hard things. (Ich bewältige schwere Dinge (frei übersetzt)) Sie beschreibt wie man mit Leid umgehen kann/soll, wie man Grenzen setzten kann, usw. Ich kann wirklich nur sagen: Probiert es aus – es ist gratis, vom Zeitaufwand nicht besonders hoch und lohnt sich wirklich. Der einzige Knackpunkt wird für einige wahrscheinlich sein, das es auf englisch ist – aber auch da würde ich sagen, wenn ihr ein wenig englisch könnt probiert es einfach mal aus, nach 2-3 Tagen kommt man bestimmt rein.

Hier der Link zu ihrer Homepage: Klick mich

Männer, die über Vaterschaft reden

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(c) Peter Smola / Pixelio.de

 

Letztens beim vorbereiten der Jahresabschlussdiashow hab ich mir mal die ganzen Predigten des letzten Jahres durchgeschaut und das ist mir aufgefallen, dass Sascha Zeller mir ein Geschenk gemacht hat. Schon oft hab ich nämlich gedacht: „Es würde mich ja schon interessieren, was die Männer so auf den Männerveranstaltungen machen.“ 🙂 Und Sascha hat das wohl irgendwie gespürt und die drei Einheiten des letzten Männertages online gestellt 🙂

Wenn man so etwas geschenkt bekommt, dann sollte man es ja auch möglichst schnell auspacken. Also hab ich heute (während mein Mann auf der nächsten Männerveranstaltung ist), beim abspülen von endlosen Tellern und Tassen und Gläsern (weil die Spülmaschine nicht richtig funktioniert) die drei Predigten hintereinander gehört.

Und ich muss sagen: Männer, ich bin begeistert! Ich bin sowieso schon stolz darauf gewesen, dass ihr so aktiv seid, aber das was ihr da so macht ist einfach hervorragend. Die drei Einheiten von Wolli, Johann und Jan über Vaterschaft sind nicht nur was für Männerohren, auch mir haben sie gut getan und ich kann Sie wirklich nur wärmstens empfehlen. Ehrlich, tief gehend, ermutigend und direkt aus Gottes Herzen. Danke dafür.

Allen anderen, die nicht da waren oder nicht da sein durften (so wie ich :)) kann ich nur empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und reinzuhören, sich ermutigen zu lassen und sich gerade jetzt für den Anfang des Neues Jahres neue Ziele zu setzen.

Hier könnt ihr euch die Vorträge downloaden: Klick mich

Freebie Tipp

Heute nur ein kleiner Tipp für die bastelfreudigen unter Euch. Vor einiger Zeit hab ich einen Blog entedeckt, der mir schon viel Freude bereitet hat.

Die Alexandra von ColorSpell entwirft nämlich immer wieder wunderschöne Etiketten, die man sich umsonst herunterladen kann. Sie ist sogar so lieb, dass sie sogar bereit ist Wünsche von Ihren Lesern durchaus in Betracht zieht. Mir hat sie damit ich auch schon einmal so richtig geholfen.

Hier ist z.B. eins von ihren Etiketten auf den Cookies, die ich letzten gezeigt habe:

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Das besonders schöne an Ihren Etiketten ist, das diese auch immer auf die Farben und Stanzen von Stampin Up abgestimmt sind. Wenn man also die passende Stanze hat, dann braucht man noch nicht einmal ausschneiden!! Mittlerweile hat sie auch alles Mögliche dabei von Weihnachten bis Ostern und von Gutschein bis Konfirmation und Geburtstag.

Schaut ruhig mal rein, es lohnt sich: ColorSpell

NEIN

Heute hab ich mir überlegt wofür die Buchstaben des Wortes „Nein“ eigentlich stehen können und bin zu folgender Lösung gekommen:

 

Neuartiges

Erlebnis

Intimer

Nähe

 

In den letzten Jahren hab ich einige Bücher gelesen, die mich gelehrt haben, dass ein Nein durchaus verbindend sein kann und nicht immer wie von uns angenommen Trennung hervorruft. (Werner May – Der Vertrauensmodus, Marshall B. Rosenberg – Gewaltfreie Kommunikation)

Ich persönlich musste sowieso lernen „Nein“ zu sagen. Z.B. : „Nein“ zu bestimmten Aufgaben und „Ja“ dazu, dass ich Ausruhen muss. Denn was wir oft vergessen: Ein „Nein“ zu etwas bedeutet auch immer ein „ Ja“ zu etwas anderen – genauso umgekehrt.

Was uns an einem „Nein“ oft Angst macht ist, die Befürchtung die andere Person zu verletzten oder gar zu verlieren. Aber wenn wir ehrlich sind ist ein ehrliches „Nein“ besser für unsere Beziehungen als ein unehrliches „Ja“.

Zu lernen, dass ein „Nein“ im Grunde eine Offenbarung meiner Selbst ist, die den anderen einladen kann mich näher kennenzulernen ist anfangs oft nicht leicht, aber es lohnt sich. Früher hab ich oft erst „Nein“ gesagt, wenn ich am Limit war, wenn gar nichts mehr ging und ich bereits in eine gewisse Opferhaltung hereingerutscht war (Warum wollen immer alle was von mir? Können die ihre Sachen nicht alleine machen? Warum kann man mich nicht mal einfach in Ruhe lassen? usw.). Wenn ich dann „Nein“ gesagt habe, war es aus einem Gefühl heraus mich selbst vor dem anderen schützen zu müssen. Dieses „Nein“ baut tatsächlich keine Beziehung sondern schottet uns gegen den anderen ab.

Zu lernen „Nein“ zum richtigen Zeitpunkt zu sagen, ohne Angst – aber auch ein „Nein“ anzunehmen ohne sich abgelehnt zu fühlen, das ist ein Prozess, der mein Leben immer mehr bereichert. Werner May hat dazu sogar ein eigenes Trainingsprogramm entwickelt. Das Video in dem er die verschiedenen „Neins“ an Hand von Körperhaltungen erklärt, verdeutlicht richtig gut wie sich die beiden verschiedenen „Neins“ auf unsere Beziehung zum anderen auswirken.

Wie geht es euch mit dem Nein?

Immer dabei: Farin Urlaub

Vor ungefähr einer Woche bin ich Abends unterwegs gewesen und nebenbei hab ich 1Live gehört. Was ich gemerkt hab war, dass dort ziemlich viel gesprochen wurde und das anscheinend ein Musiker zu Gast ist. Und obwohl die Stimme mir seltsam vertraut war bin ich erst nicht drauf gekommen wer es ist…bis ich dann endlich ein Lied gehört hab und dann hab ich ihn sofort erkannt: Farin Urlaub.

Er hat sein neues Album vorgestellt und es wurde das Lied: „Immer dabei“ gespielt. Er hat so ein wenig erzählt wie er es geschrieben hat und ist eher auf die Instrumente eingegangen und ich hab eigentlich mehr ein witziges Lied erwartet – aber als er angefangen hat zu singen hat, hat mich der Text sofort gepackt. Nach ungefähr 1,5 Strophen war ich Zuhause angekommen, aber ich konnte nicht aussteigen. Ich musste das Lied bis zum Ende hören (obwohl draußen Leute vorbeigegangen sind und schon spekuliert haben, ob ich sie nicht abkann und deswegen im Auto sitzen bleiben…das war mir in dem Moment völlig egal :))

In dem Text geht es um etwas oder jemanden der immer dabei ist…und natürlich ist mir sofort der Heilige Geist eingefallen oder wenn man es gröber fast: Gott. Und aus diesem Gesichtspunkt fand ich den Text wirklich total bewegend – weil ich für mich – zumindest ein Stück weit – fühlen konnte wie das sein muss: Immer dabei zu sein, zu sehen wie jemand den man liebt leidet und deine Hilfe nicht annehmen will…Und ich war gespannt was Farin Urlaub eigentlich gemeint hat als er das Lied geschrieben hat. Deswegen hab ich fast aufgeregt gewartet, dass es endlich aufgelöst wird.

Nun ja, irgendwann war das Lied zu Ende und ich muss zugeben, ich hab das Ende nicht verstanden. Ich fand es doof. Jedenfalls nicht das wo ich gerne hinwollte. Ich hab auch nicht verstanden wer dieser jemand oder dieses Etwas ist, was denn nun immer dabei war. Meine Idee war, dass er vielleicht die Seele gemeint hat??

Ich also sofort ins Internet und versucht das Lied zu finden…Ja, leider musste ich feststellen, dass das Lied auf der CD ist, die erst am nächsten Tag veröffentlicht wird. Einen ganzen Tag warten, das hat sich angefühlt, als kann man das kaum aushalten :).

Nun ja, mittlerweile sind schon ein paar Tage vergangen und ich hab herausgefunden, dass Farin Urlaub in dem Lied über den Tod singt. Das wollte mir erst gar nicht in den Kopf – aber es macht natürlich auch Sinn. Der Tod ist immer dabei. Ich denke, deswegen wird das Lied auch immer schneller – weil der Tod immer näher kommt. Auf jeden Fall auch eine tiefgründige Sichtweise und von dem Gesichtspunkt aus macht das Ende des Textes natürlich Sinn.

Hier der Text:

Immer dabei

Ich bin immer dabei
Wenn du im Traum die Welt regierst
Von grenzenloser Allmacht phantasierst
Bin ich dabei

Ich bin immer dabei
Wenn wenig später dein Tag beginnt
Und deine Träume nur noch Wolkenschatten sind
Und Spielerei

Du glaubst nicht, das ich existier
Trotzdem bin ich immer hier
Getrennt und doch ein Teil von dir

Ich bin immer dabei
auch wenn du glaub, dass dich niemand hört
wenn du denkst, du wärst völlig ungestört
bin ich dabei

Ich bin immer dabei
Wenn du das erste Mal im Leben lügst
Und deine eigenen Freunde schon betrügst
Bin ich dabei

Ich weiß das klingt jetzt schizophren
Du musst den Kopf ein bisschen drehen
Dann kannst du mich im Spiegel sehen

Ich bin immer dabei
Wenn eine Frau sich in dir irrt
Und wenn die Lüge längst zur Gewohnheit wird
Zur Heuchelei

Und auch wenn ich gesehen hab
Wie tiefe Abgründe es gab –
Ich schweige trotzdem wie ein Grab

Ich bin immer dabei
Wenn du ihr Besserung versprichst
Und dann ihr Herz und dein Versprechen brichst
Bin ich dabei

Ich bin dabei, wenn du es probierst
Alles riskierst, alles verlierst
Dein Leben restlos ruinierst
Ich bin immer dabei

Auch wenn du mich jeden Tag verfluchst
Ich bin die Antwort, nach der du immer suchst

Ich wäre gern dabei
Bei deinem letzten Atemzug
Wenn du für immer die Augen schließt
Dann bin ich endlich frei

Auch wenn ich beeindruckt bin von der Kreativität und der Tiefgründigkeit und dem Humor den Farin Urlaub in seinen Liedern immer wieder an den Tag legt – so finde ich doch meine Sichtweise auf den Text besser :).  Nur das Ende passt dann halt nicht. Ich hab überlegt wie man es umschreiben könnte (jetzt nur für mich) damit es passt…vielleicht: Dann bist Du endlich frei…aber damit diese Aussage stimmt fehlen ja noch ein paar Details.

Hat vielleicht jemand anders eine Idee??

Wer sich das Lied mal anhören will:

Das Schönste – Kate Nash

(Dieser Text ist von April 2012)

Seit einigen Wochen beschäftigt mich das Lied: The nicest thing – von Kate Nash.

Irgendwie berührt sie mit dem was singt mein Herz. Sie hat es einfach geschafft auszudrücken, was ich schon so lange versucht habe in Worte zu fassen – wie eine Frau von ihrem Mann geliebt werden will. Natürlich wollte ich, dass mein Mann versteht was sie da singt, damit ich mit ihm darüber reden kann, also hab ich ihm den Text kurzerhand übersetzt. Während ich jetzt so gestern beim übersetzten war, hat es mich irgendwie tief im Herzen getroffen: So, möchte Gott von mir geliebt werden…das hat in mir eine tiefere Erkenntnis von Gottes Leidenschaft und Liebe freigesetzt – deswegen möchte ich das gern mit euch teilen. Ich hab den Text an einigen Stellen geändert, weil er sonst nicht so recht gepasst hätte, denke ich – aber es waren erstaunlich wenig Änderungen nötig. Lasst Euch diese Worte einfach mal von Eurem himmlischen Bräutigam zusprechen und öffnet Euer Herz für sein werben, um Euer Herz: Er ist einfach herrlich :*

 

Das Schönste

(angelehnt an: The nicest thing von Kate Nash)

 

Alles was ich weiß ist: Du bist wunderschön.

Du bist das Schönste was ich je gesehen hab

Ich wünschte du würdest es mit mir versuchen.

Ich wünschte, du würdest ausprobieren, ob es mit uns beiden klappt.

 

Ich wünschte, ich wäre deine Lieblingsperson.

Ich wünschte, du würdest denken, dass ich der Grund bin, warum du in der Welt bist.

Ich wünschte mein Lachen wäre dein Lieblingslachen.

Ich wünschte meine Art  dich anzuschauen, wäre dein Lieblingsblick.

 

Ich wünschte Du würdest nie ganz dahinter kommen wie ich bin,

aber dass du immer versuchen wolltest mich zu verstehen

Ich wünschte du würdest meine Hand halten, wenn es dir nicht gut geht.

Ich wünschte, du würdest niemals den Tag vergessen, als wir uns zum ersten Mal begegnet sind.

 

Ich wünschte du hättest einen Lieblingsort, den du heimlich liebtest,

weil er an einer versteckten Stelle ist, die außer uns beiden keiner kennt.

Im Grunde wünschte ich, dass du mich lieben würdest

Ich wünschte du bräuchtest mich

Ich wünschte du wüsstest, wenn ich nichts sage, was ich eigentlich meine.

 

Ich wünschte, dass ohne mich dein Herz brechen würde

Ich wünschte, dass du ohne mich, den  Rest deiner Nächte wach daliegen würdest

Ich wünschte, dass du ohne mich nicht essen könntest

Ich wünschte, ich wäre die letzte Sache an die du denkst,  bevor du einschläfst.

 

Alles was ich weiß ist: Dass du das Schönste bist was ich je gesehen hab

Und ich wünschte du würdest es mit mir versuchen.

 

Wer sich das Lied mal anhören möchte (ich hab sogar einen Clip mit Übersetzung gefunden, dass hätte ich mal vorher sehen sollen ;):

Wofür bist du hier?

Sie hat es schon wieder getan – Alicia Keys – den Nerv der Zeit getroffen und dazu ein Lied geschrieben, diesmal sogar in Verbindung mit einer Kampagne: We are here!

 

Vielleicht haben einige von euch schon Bilder auf Facebook gesehen mit Prominenten, die Schilder hochhalten, auf denen etwas steht wie: Ich bin hier, um der Menschheit mit Demut zu dienen. Ich bin hier, um andere zum lachen zu bringen. Ich bin hier, um Einigkeit und Veränderung in die Welt zu bringen…(alles aus dem englischen übersetzt). Mittlerweile machen auch ganz normale Menschen auf der ganzen Welt mit und ich denke jeder von uns sollte es auch tun.

 

Nichts bewegt und Menschen so sehr, wie die Frage: Warum oder wofür bin ich eigentlich hier? Vielleicht hilft es auch sich vorher die Frage zu stellen: Wofür möchte ich hier sein? Schreib doch einfach das was dir als erstes durch den Kopf geht oder das was dich nicht mehr loslässt auf ein Blatt und mach ein Foto davon. Es geht bei dieser Aktion nicht, um Selbstdarstellung, sondern darum ins Nachdenken zu kommen, warum wir eigentlich auf dieser Erde sind? -Aber auch darum, einfach mal darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Ich hab bisher auf keinem Schild sowas wie: „Ich bin dafür da, um Krieg zu bringen.“ oder „Ich bin dafür da, um andere zu verachten.“ – gelesen. Wenn wir uns bewußt werden wofür wir da sind und anerkennen wofür der andere da ist, vielleicht bringt das allein schon ein wenig mehr Frieden, Freude und Liebe in diese Welt.

wearehere

Einen Versuch ist es wert, finde ich. #Wearehere

Wofür bist du da?