Warum man ganz bei sich sein sollte und wozu das führt.

Was ich mit „ganz bei sich sein“ meine ist wahrscheinlich eine Mischung oder ein Zusammenspiel aus Authentizität, Bewusstheit (also im Hier und Jetzt sein) und einem Wissen um die eigene Berufung also mit anderem Worten: Zu wissen was meine Lebensaufgabe ist bzw. zu Wissen wodurch ich eine Bereicherung für die Welt bin und sein möchte.
Alle diese Dinge erfordern, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzt und versteht, aber auch ein Loslassen von Ansprüchen, Sorgen, Schuldgefühlen, Angst, Gefallen wollen, usw. Ich würde es auch als einen Reinigungsprozess beschreiben, bei dem man irgendwann bei dem ankommt was man wirklich ist und auch darin, dass man versteht, dass das gut ist und dass man auch genau das sein möchte (alles andere wäre nur ein anstrengender Kampf gegen sich selbst, den man eh nicht gewinnen kann). Damit meine ich aber nicht ein resignieren über das was ich an mir nicht als gut empfinde sondern im Gegenteil: Zu verstehen was ich gutes habe, was anderen dienen kann…aber auch das Wissen, dass ich darin beständig lernen und wachsen kann und auch soll.
Ich stelle für mich fest, dass ein Zusammenspiel dieser Dinge immer dazu führt, dass ich glücklich bin bzw. einen inneren Frieden habe. Natürlich ist man manchmal auch traurig oder wütend oder hat irgendwelche anderen Gefühle, weil man auf Umstände reagiert, die man nicht beeinflussen kann, aber wenn man auch darin, diese Punkte beachtet wird man einen inneren Frieden bewahren.
Einer der Gründe ist auf jeden Fall, dass der einzige Weg in Gottes Nähe zu sein ein bewusstes Leben im Hier und Jetzt ist, denn das ist der Ort an dem Gott immer ist. Ewigkeit ist immer in der Gegenwart. Aber es ist auch befreiend und entstressend, einfach authentisch sein zu können, weil man sich die ganze Energie spart, die man braucht, um Dinge vorzutäuschen und dazu auch die Unsicherheit, ob Menschen einen für das mögen was man wirklich ist…wenn ich immer zeige wer ich wirklich bin, dann stehen die Chancen dafür recht hoch.
Ein weiterer Vorteil oder auch Folge daraus ist sicherlich auch Gesundheit sowohl seelische als auch körperliche, einerseits durch das Vermeiden von Stress andererseits auch weil man auf sich selber achten wird, wenn man gelernt hat sich als wertvoll zu erachten.
Was für mich aber der entscheidenste  Grund ist so ein Leben zu suchen ist, dass ich feststelle, das Menschen ,die so leben wie automatisch alle anderen um sich herum in Anbetung führen. Das erste Mal aufgefallen ist mir das beim schauen von Clips verschiedener Casting Shows. Es gibt dort Menschen die gut sind und dann gibt es welche, die ganz bei sich sind und dann fühlt es sich an, als ob mein Mund einfach auf und nicht mehr zu geht und meine Augen fangen an zu tränen und mein Herz hüpft vor Freude…und im Publikum kann ich das dann auch immer beobachten und bei der Juri und ich denke dann oft: „Danke, Gott, dass du diesem Menschen diese Begabung gegeben hast.“ Oder: „Danke, dass du dir diesen Menschen ausgedacht hast.“ Ich glaube die natürliche Handlung eines Menschen, wenn wir sowas beobachten ist: Anbetung …wir verwechseln nur oft den Empfänger dafür. Ich denke, bei Sportereignissen passiert das Gleiche: Wir beobachten Menschen, die ganz bei sich sind und es wird Begeisterung und Anbetung bei den Zuschauern ausgelöst.

(c) Lenna Heide

Am Sonntag im Gottesdienst hab ich eine Frau beobachtet, bzw. sie saß direkt vor mir auf dem Boden. Während des ganzen Lobpreises war sie total versunken in ein Gespräch mit Gott…nicht das ich es gehört hätte, aber man hat es ihr abgespürt und jedes Mal, wenn ich auf sie geschaut habe, hab ich dieses Gefühl von Anbetung wahrgenommen und deswegen hab ich es gestern gemalt. Und noch ein letzter Gedanke oder ein letztes geschriebenes Bild…beim Lobpreis hab ich folgendes gesehen bzw. verstanden. Es war so als wenn ich eine Person als Geistwesen sehe (also genauso wie sie halt aussieht nur etwas heller) und dann nochmal als das was wir normalerweise sehen und Gott hat mir erklärt, dass, dass Fenster zum Himmel, dass wir öffnen können aus der Schnittmenge dieser beiden Personen besteht…also je genauer sich die beiden Personen (die ja dieselbe Person sind) überlappen (also je authentischer jemand ist) desto größer ist seine Autorität den Himmel auch für andere zu öffnen. Für mich fühlt sich das an wie das letzte Puzzle Stück, dass ich noch gebraucht habe, um zu verstehen warum Lobpreis manchmal  fließt und ansteckend ist und manchmal nicht.
Es ist nötig ganz bei sich zu sein, damit man auch ganz bewusst bei Gott ist und auch, dass man weiß wie wertvoll man ist, damit man anderen aus ganzem Herzen dienen möchte…und dann entsteht Lobpreis und Anbetung ganz natürlich. Und das gilt nicht nur für Lobpreisleiter sondern für jeden einzelnen Menschen auf seine ganz besondere Art und Weise.

Zum Abschluss hier noch ein Video von einem Casting Show Auftritt, das ganz gut beschreibt was ich meine:

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Das Ende vom Blumenexperiment und meine Ergebnisse

Die Blumenchallenge war ja schon vor einer Woche zu Ende, aber irgendwie war ich nicht zufrieden, also hab ich diese Woche noch ein paar Blumen gemalt und für mich folgendes festgestellt:

1.Dinge (in diesem Fall Blumen), die man mag malt man mit mehr Freude und das Ergebnis ist meistens besser. Diese Woche hab ich ja nur Blumen gemalt, die ich selber ausgesucht habe und nicht die vorgegebenen wie letzte Woche und es hat viel mehr Spaß gemacht und das Ergebnis hat mir auch jedes mal gut gefallen.

2.Es ist für mich zwar interessant verschiedene Malstile auszuprobieren, aber so langsam verstehe ich welcher Stil mir liegt und welche Ergebnisse ich am meisten mag.

3.Das Malen der Blumen hat dazu geführt, dass ich mir Blumen und Pflanzen in meiner Umgebung wesentlich interessierter und intensiver betrachte 🙂 – denn was man nicht kennt, kann man auch nur sehr schlecht malen.

4.Ich hab jetzt erst Mal genug. Das heißt nicht, dass ich die nächste Zeit nicht vielleicht noch Blumen malen werde, aber ich glaube ich habe die Blumenlektion erst Mal gelernt und auch einiges an Berührungsängsten abgebaut…und hier noch die drei Blumenbilder die ich die letzten Tage gemalt habe:

An Pfingstmontag hab ich noch schnell eine Pfingstrose versucht:

(c) Lenna Heide

Dann wollte ich noch voll gerne eine Magnolie malen, um zu schauen, wie sich mein Malen verbessert hat…weil ich ja vor 1 Jahr ca. schon mal eine gemalt habe…hier ist erstmal die alte Version:

(c) Lenna Heide

und hier die neue:

(c) Lenna Heide

Eine Veränderung ist auf jeden Fall sichtbar – würde ich sagen 🙂 unter anderem liegt es auch an anderem Werkzeug und Material, aber auch die Art zu malen hat sich natürlich im Laufe des Jahres verändert..Schatten und Details sind auf jeden Fall besser geworden.

Zum Schluß hab ich heute noch ein Experiment gewagt und versucht weiße Anemonen zu malen:

(c) Lenna Heide

Das es Anemonen sind kann man sicher erkennen, aber dass sie weiß sein sollen wohl eher nur erahnen. 🙂 Also das Malen von weißen Dingen muss noch geübt werden…aber alles zu seiner Zeit 😀

Online Workshops der letzten Woche und Ergebnisse

Es ist passiert! Ich hab mich bei Skillshare angemeldet und bis jetzt bin ich begeistert und hochmotiviert :D. Ich hab bereits ca. 7 Kurse ausprobiert. In der letzten Woche hab ich mich erstmal aufs Malen konzentriert (meine Liste in dem Bereich ist auch die längste…). Nicht jeder Kurs hat vorzeigbare Ergebnisse – bei dem einen z.B. wurden nur Übungen erklärt bei denen man sicherer wird mit den Pinseln, die man besitzt. Am Ende hat man also so einige Zettel die voll sind mit Strichen und anderen Gebilden und die dann im Mülleimer landen, aber man hat auf jeden Fall einiges gelernt. Ein anderer Kurs hat sich ausführlich mit verschiedenen Aquarellfarben beschäftigt (Sowohl verschiedene Arten wie: Trocken-, Tuben-, Liquidfarben als auch verschiedene Anbieter). Aber natürlich hab ich auch ein paar gemacht bei denen man dann am Ende fertige Bilder hat.

Bei dem ersten ging es darum süße Tiere zu malen und das wurde anhand eines Hasen oder Kaninchen erklärt – hier ist mein Endergebnis:

(c) Lenna Heide

Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Heute hab ich einen Kurs gemacht, der nicht so ganz geklappt hat. Es ging darum Nebel zu malen bzw. mit einer bestimmten Methode zu erzeugen. Da mir eins der Materialien leider fehlten (eine große Sprühflasche) hat es leider nicht so ganz geklappt und ich musste mit weißer Farbe mogeln. Ganz ehrlich muss ich sagen, das Landschaftmalerei mir auch nicht wirklich Spaß macht, vielleicht weil ich mit den Bildern gar nicht so viel anfangen kann. Hier ist also mein Endergebnis von heute:

(c) Lenna HeideFalls ihr euch fragt, warum es so düster ist, das waren die Vorgaben. Ehrlich gesagt hab ich noch ein ganz klein bißchen Farbe in die Wolken und Bäume reingemogelt. Vielleicht wäre das ein guter Hintergrund um darauf etwas zu schreiben, mal schauen.

Kommen wir zu meinem Workshop von gestern. Den hab ich mir bis zum Schluß aufgehoben, weil der so laaang war. Der Kurs an sich gar nicht, der lief glaub ich nur ca. 40 min., aber um die ganzen Bilder fertig zu malen hab ich fast 5 Stunden gebraucht…und dann heute noch damit weiter gearbeitet…aber hier erst Mal ein paar Bilder:

(c) Lenna Heide

Als erstes darf man diesen gelben Schmetterling nach Anleitung malen.  Gelb ist eigentlich überhaupt nicht meine Farbe, aber bei dem Schmetterling mag ich es.

Danach sollte man auf einem Übungsblatt 3 Schmetterling nur mit grau malen…allerdings hat mein grau überhaupt nicht so reagiert wie das von der Frau, die das Video gemacht hat, also hab ich mich entschieden, die Schmetterlinge bunt zu malen und dann sahen die gleich etwas besser aus:

(c) Lenna Heide

Eigentlich sollte man auf dem Blatt noch ein paar Punkte malen und Spritzer drauf machen, aber das gefiehl mir nicht so, also hab ich es einfach gelassen.

zum Schluß kam dann noch dieser schöne blaue Schmetterling:

(c) Lenna Heide

Interessant fand ich, dass die Frau in dem Video, die Schmetterlinge teilweise ausgeschnitten hat – auf die Idee ein Bild auszuschneiden bin ich noch nie gekommen. Aber als ich heute Morgen nochmal meine Schmetterlinge angeschaut habe, hab ich gedacht: Warum nicht. Die drei auf dem Blatt gefielen mir eh nicht so gut und ich war echt erstaunt, denn als die Schmetterlinge ausgeschnitten waren, waren sie auf einmal viel schöner – jedenfalls in meinen Augen 🙂



Und da ich heute eh noch zwei Muttertagskarten machen wollte hab ich die gleich einfach dafür verwendet. Und das coolste ist, ich kann die auch noch bei zwei verschiedenen Challenges einreichen, wenn das nichtmal perfekt gelaufen ist 😀

Die erste Karte werde ich bei der Task for Two Challenge einreichen. Die haben diesmal folgendes Thema:


Und hier ist meine Karte dazu:


(Ja, ich hab den blauen Schmetterling dann auch noch ausgeschnitten :)) Falls ihr es nicht so gut erkennen könnt, mein Blumenmeer ist auf dem Designerpapier von  MFT, das im Hintergrund klebt – und auf ein Blumenmeer gehört doch mindestens ein Schmetterling.

Die zweite Karte möchte ich bei der Challenge von der Stempelküche einreichen. Die haben diesmal folgendes Thema:


Passt doch auch perfekt, weil die zweite Karte ja auch ähnlich aussieht:


So, ich hoffe, ich habe euch nicht mit Bildern erschlagen. Ich hatte auf jeden Fall eine sehr lehrreiche Woche, ich hoffe, ihr auch.

Lernen macht glücklich…malen auch :)

So, ich bin wieder etwas ruhig hier…diesmal weil ich gerade gaaaanz viel lerne…und zwar freiwillig. Ich habe nämlich festgestellt, dass Lernen mich unheimlich glücklich macht. Ergeben hat sich das folgendermaßen. Ich hab in den letzten Monaten so einige Youtube Videos geschaut, Tedtalks und ähnliches. Unter anderem ganz viel auch von Vanessa VanEdwards – es macht einfach Spaß ihr zuzuhören und Dinge über Menschen, Beziehungen und Körpersprache zu lernen.
Ich hatte so einen Spaß daran, dass ich mich zum ersten Mal getraut habe mir einen Onlinekurs bei Creative Live zu kaufen…gar nicht mal so günstig, aber ich hab ein gutes Angebot ergattert und mich dann mal drangetraut. Ausgeschaut hatte ich mir den Kurs: The Power of Happiness – also die Kraft des glücklich seins. Und es hat echt Spaß gemacht. Aber es war auch herausfordernd, es gab richtig viele Hausaufgaben und ich musste mir den 10 Tages Kurs auf ca. 15 Tage aufteilen, sonst hätte ich das nicht geschafft. Dafür hat es mich aber wirklich glücklicher gemacht – auch weil ich endlich verstanden habe, wie gerne ich Neues lerne. Natürlich nicht unbedingt irgendwas neues sondern schon in den Bereichen, die ich mag oder die für mein Leben relevant sind.


Also hab ich die Entscheidung getroffen, dieses Jahr wirklich das Lernen in den Fokus zu nehmen und mir dafür Zeit zu gönnen und auch Geld zu investieren. Ich bin ja eh gerade dabei alles zu minnimieren und im Augenblick verkaufe ich insbesondere Bastelsachen von denen ich zuviel habe und nutze das Geld um verschiedene Kurse zu kaufen. Ich denke, dass das am Ende eine sinnvollere Investition sein wird. Bisher habe ich einige Kurse bei Creative Live gekauft (und auch noch einige für später gesopeichert :)). Dort mache ich zur Zeit einen Kurs über das freie Reden vor Gruppen.  Ich plane auch mich in den nächsten Tagen bei Skillshare anzumelden – dort hat man eine große Vielfalt an Onlinekursen zu denen man Zugang hat gegen eine monatliche Gebühr – ähnlich wie Netflix – bloß mit lernen :). Ich musste damit ein wenig warten, weil man dafür eine Kreditkarte braucht, die ich bisher nicht hatte…aber bald. Heute hab ich mir dann noch einen Kurs im Aquarellmalen gegönnt. Den gibt es von einer Künstlerin, deren Youtube Videos ich auch gerne schaue. In dem Kurs arbeitet man darauf hin am Ende eine Fuchsillustration zu malen. Mein Endergebnis sieht so aus:

In dem Kurs lernt man erst einmal wie man Aquarellfarben anmischt und dann auch wie man sie miteinander vermischt und wird dann auch durch den Malprozess Stück für Stück durchgeführt. Man kann den Kurs auf mehrere Tage verteilt machen oder am Stück. Ich hab das dann mal heute am Stück gemacht und hab ca. 4 Stunden für den ganzen Prozess gebraucht. Es hat echt Spaß gemacht und ich hab auch einiges gelernt. Leider gibt es von ihr nur zwei Tutorials bis jetzt. Ich bin auf jeden Fall ganz gespannt was ich bei Skillshare alles lernen werde – ich hab mir dort schon ein paar Malkurse ausgesucht und werde dann natürlich über die Ergebnisse berichten.
Was für einige wahrscheinlich schwierig ist, ist dass diese Angebote alle in englisch sind. Für mich ist das O.K. und bisher hab ich leider auch nicht wirklich was ähnliches in deutscher Sprache gefunden. Falls jemand da einen Tipp für mich hat – immer raus damit. Oder wie macht ihr das mit dem Lernen?

Vom Lernen, Loslassen und Weinen

Kennt ihr das, wenn man sich manchmal an ein Gefühl erinnert? Natürlich hängt an dem Gefühl immer auch eine Situation, aber primär ist es das Gefühl, das hoch kommt? Mit ist das vor zwei Tagen mal wieder passiert. Aus dem Nichts höre ich wie meine Tochter weint (in meiner Erinnerung) und dann dieses Gefühl wie sich mein Herz zusammenzieht und die Traurigkeit kaum aushalten kann.
Es war nicht irgendein weinen sondern ein ganz bestimmtes.
Manchmal wenn meine Tochter emotional vom Schulalltag erschöpft war hat sie körperliche Symptome gezeigt wie Bauchschmerzen oder später auch Kopfschmerzen, dann hat es meistens geholfen sie für einen Tag Zuhause ausruhen zu lassen und sie ist am nächsten Tag wieder voll motiviert zur Schule gegangen. Da ich das von mir selber kenne, war das auch kein Problem für mich (es ist ja auch nur vielleicht 1-2 mal im Jahr vorgekommen). Es gab aber einmal eine Situation, da hat sich das über mehrere Tage hingezogen. 2 Tage hab ich mir das angeschaut, dann aber gemerkt, diesmal ist etwas anders es ist nicht emotionale Erschöpfung, sie scheint vor etwas Angst zu haben.

(c) Lenna Heide

Also hab ich versucht mit ihr zu reden und langsam ist sie mit der Sprache rausgerückt und tatsächlich erinnere ich mich gar nicht mehr daran wovor sie Angst hatte nur noch daran wie sie angefangen hat zu weinen, als ich ihr gesagt habe, dass die Angst nicht weggehen wird, wenn sie sich ihr nicht stellt und das ich ihr nicht erlauben kann länger zu Hause zu bleiben, auch wenn ich sie verstehen kann. Und dieses Weinen war so herzzerreißend, dass ich am liebsten gesagt hätte: „O.K. ich nehm alles zurück, du darfst für immer zuhause bleiben.“
Aber natürlich hab ich das nicht gesagt und dann erst nachdem ich sie zur Schule geschickt hatte geweint und gebetet und gehofft, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Sie ist auch dann ganz gelöst wieder aus der Schule gekommen und ich glaube wir hatten nie wieder so eine Situation. Vor ungefähr 1,5 Jahren kurz nachdem sie ihren Führerschein gemacht hatte hab ich sie mal gefragt, ob es ihr nicht Angst macht alleine Auto zu fahren und ich sie meinte sinngemäß:  „Ja, ich zittere sogar vor Angst, aber ich weiß ja, dass das nicht weggeht, wenn ich es nicht einfach mache.“ Und in dem Moment hab ich innerlich gefeiert, dass sie das wirklich verstanden hat – aber dieses Gefühl von damals, das kann ich immer noch spüren.

Irgendwie hat mich dieses Gefühl am Donnerstag immer wieder eingeholt und als wir dann Abends beim Gebet eine Lobpreiszeit hatten hat es mich wieder völlig überrannt und ich hab glaub ich literweise geweint ohne genau zu wissen warum. Bis ich folgenden Eindruck hatte und da ich nicht so recht weiß, für wen der ist, hab ich gedacht, dass ich ihn hier einfach aufschreibe, damit die richtige Person sich davon ermutigen lassen kann.
Einerseits hab ich gespürt, dass Gott einige von uns ruft aus dem Bett aufzustehen und sich unseren Ängsten zu stellen. Er sitzt wie ein liebender Vater oder auch wie eine mitfühlende Mutter am Bett und ermutigt uns endlich die Lektion in unserem Leben zu lernen vor der wir uns vielleicht schon seit Jahren drücken. Und dann ist da noch Jesus, der uns zuspricht: „Ich verstehe dich, ich kenne das Gefühl, wenn man sich wünscht, der Kelch möge an einem vorübergehen, aber vertrau dem Vater doch so wie ich ihm vertraut habe.“

(c) Lenna Heide

Und andererseits hab ich auch gespürt, wie der Vater uns ermutigt unsere Kinder loszulassen, ihnen nicht einfach alles abzunehmen sondern darauf zu vertrauen, dass er sich besser um alles kümmern wird als wir es je könnten. Und auch er spricht uns zu: „Ich weiß genau, wie es dir geht. Ich musste meinen Sohn auch loslassen – aber ich habe ihn nie verlassen und ich werde dein Kind auch nie verlassen und ich bin auch in deiner Traurigkeit und deinem Schmerz bei dir.“ Und während ich hier sitze und schon wieder heule kann ich nur noch sagen: Egal was dein Vertrauensschritt heute ist, sei gesegnet dabei und wisse, dass er jeden Schritt, sei er noch so klein feiern wird.

P.S.: Natürlich hat meine Tochter ihr O.K. geben bevor ich diesen Beitrag veröffentlich habe.

Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Empfangen

Ich liebe Worte. Damit mein ich gar nicht, dass ich übermäßig viel spreche, zumindest hat mir das noch niemand zurückgemeldet…könnte ja auch daran liegen das man nicht dazwischen kommt, hahaha. Nein, im ernst: Was ich liebe sind die versteckten Botschaften und Hinweise, die wir oft übersehen, Wortspiele und interessante und witzige Doppeldeutigkeiten. Einige Menschen verdrehen öfter mal die Augen, wenn ich einen Kommentar abgebe oder meinen ich würde ihnen das Wort im Mund umdrehen 🙂 dabei finde ich es einfach nur spannend so viel wie möglich aus unserer Sprache herauszuholen. Worauf ich eigentlich hinaus will: Die letzten Wochen denke ich immer wieder über ein Wort nach, aber irgendwie ist mir noch nicht so ganz klar was es mir sagen möchte und ich hab gedacht ich fang einfach mal an zu schreiben, vielleicht sortiert es sich ja dabei (wie so oft).
Das Wort das mich beschäftigt ist: Empfangen…kann man sich bei der Überschrift ja denken hihi.
Einerseits bedeutet es ja: Etwas von jemandem empfangen – also etwas bekommen und andererseits verwenden wir es ja auch um zu beschreiben, das wir eine Person empfangen – also willkommen heißen (was ich auch interessant finde, denn wenn ich jemanden willkommen heiße bedeutet das dann wohl, dass ich will, dass er zu mir kommt). Warum mich das zum nachdenken gebracht hat ist folgendes: Gehören diese beiden Dinge vielleicht zusammen? Ist es vielleicht so, dass ich wenn ich etwas von jemandem empfange (und annehme), dass ich auch gleichzeitig die Quelle der Gabe (in den meisten Fällen eine Person) in meinem Leben willkommen heiße. Das erklärt vielleicht warum man von Menschen auf die man wütend ist nicht so gerne etwas geschenkt haben möchte und auch warum ein Geschenk den Weg zu einer Versöhnung bahnen kann. (Und es erklärt mir endlich auch richtig gut, warum es nicht gut ist übernatürlich eine andere Quelle als Jesus anzuzapfen).


Ich denke aber, dass das Ganze noch viel weiter geht – empfangen geht ja weit über physische Gegenstände hinaus. Wie ist es mit Feedback, Ratschlägen, Kritik, usw. Ich denke, auch da gilt je mehr ich den anderen in meinem Leben willkommen heiße desto mehr kann ich auch auf dieser Ebene von ihm empfangen bzw. bin auch empfänglich dafür.  Und ich denke es gibt eine unendliche Weite in diesem Bereich. Vielleicht versteht man es am einfachsten am Beispiel Gastfreundschaft.
Es gibt Menschen bei denen fühlt man sich willkommen und dann gibt es Menschen bei denen fühlt man sich Zuhause (und das ist ein Riesenunterschied) und bei einigen fühlt man sich vielleicht eher nur geduldet für eine gewisse Zeit. Und versteht mich nicht falsch alles hat seine Berechtigung – nicht jeder braucht sich bei mir Zuhause fühlen :)…aber es macht mir die verschiedenen Ebenen von Beziehung begreiflicher. Und tatsächlich denke ich, dass es sogar auf unsere Kinder anwendbar ist: Fühlen die sich eigentlich bei mir willkommen oder eher geduldet – so als würden sie ständig stören? Denn schon da können wir uns ganz viel Einfluss auf unsere Kinder verbauen.
Und einen ganz wichtigen Gedanken hab ich noch gar nicht angeführt: Was ist eigentlich mit dem Heiligen Geist? Vielleicht hängt die Fülle dessen was ich von ihm empfange (bzw. empfangen kann) ganz eng damit zusammen inwieweit ich ihn in meinem Leben willkommen heiße? Und nur mal so ganz nebenbei – jemanden willkommen heißen hat gar nicht so viel mit meinen Worten zu tun sondern zeigt sich ganz einfach in meiner Haltung und in meinen Handlungen. Ich werde auf jeden  Fall noch ein wenig weiter darüber nachdenken, denn ich finde es wichtig für mich zu entscheiden was und wen ich noch mehr in meinem Leben haben will und was und wen nicht…das ist auf jeden Fall meine Meinung – und was denkst du?

P.S.: Fall ihr euch fragt wer der Mann auf dem Bild ist 🙂 Den hab ich vor ein paar Wochen beim prophetischen Malen gemalt. Die Aufgabe war den Heiligen Geist zu malen und so sieht der meistens in meinen Träumen aus.

Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Komplimente

Ich hab gestern einen Artikel von Joshua Becker gelesen in dem es zusammengefasst darum ging, dass wir ruhig mehr Komplimente und Likes bei Facebook verteilen könnten, denn sie kosten uns nichts bewirken dafür beim anderen aber sehr oft etwas richtig Gutes.
Und beim Lesen sind mir unheimlich viele Gedanken durch den Kopf gegangen und ich dachte ich teil sie einfach mit euch.

(c) Esther Stosch / pixelio.de

Grundsätzlich stimme ich mit diesem Statement überein. Ich hab mir selbst vor 5 Jahren vorgenommen, dass ich Gutes das ich sehe auch anspreche, d.h. Feedback gebe und Wertschätzung und Lob ausdrücke und zwar so schnell wie möglich, denn meistens vergisst man es dann wenn man es auf später verschiebt und irgendwann ist so viel Zeit verstrichen, dass man sich komisch vorkommt es noch anzusprechen (wobei auch das Quatsch ist). Das gleiche mit den Likes bei Facebook, Instagram und Co., Ganz besonders bei Bloggern versuch ich mir immer wieder Zeit zu nehmen und Kommentare zu schreiben, wenn ich etwas gut finde. Denn im Grunde ist ja alles was man so ins Netz stellt ein Beziehungsangebot vom Versender und ich bin auch echt selber dankbar, wenn ab und an eine Rückmeldung kommt, dass es bei jemandem ankommt oder sogar jemanden ermutigt oder ihm/ihr geholfen hat. Ich schätze die Zeit, die Person sich genommen hat, meinen Beitrag zu lesen und dann auch noch zu kommentieren oder mein Bild anzuschauen und mir zurückzumelden, dass es gut getan hat. Und genau hier muss ich dem anfangs erwähnten Artikel widersprechen. Echte Komplimente kosten mich sehr wohl etwas, nämlich meine Zeit, meine Aufmerksamkeit, meine Reflexion und meine Bereitschaft ein Beziehungsangebot anzunehmen und mich zu offenbaren. Je mehr ich aber genau davon in mein Kompliment oder Feedback gebe desto wertvoller wird es für den anderen sein. Schwierig finde ich es, wenn ich anfange Komplimente zu verteilen, einfach nur um Komplimente zu verteilen, wenn es Floskeln werden oder wenn es antrainiert erscheint. Natürlich ist das immer noch angenehmer als jemand, der gar nicht redet oder respektlos und beleidigend ist – trotzdem hat es nicht annähernd den Wert eines echten Komplimentes. Ich möchte auf jeden Fall, dass wenn ich jemandem etwas positives zurückmelde, dass ich voll dahinter stehe, dass es durchdacht und passend für denjenigen ist. Ein Kompliment sollte mich auf jeden Fall etwas gekostet haben, das ist auf jeden Fall meine Meinung.

P.S.: Vielleicht ist es Zeit heute mal jemandem ein Kompliment zu machen? Ich werde heute auf jeden Fall Zeit damit verbringen zu überlegen wem ich mal wieder (oder zum ersten Mal) sagen sollte, dass ich ihn/sie wertschätze…und das dann natürlich auch tun 🙂

Das ist auf jeden Fall meine Meinung: Vertrauensbeweis

Heute mal ein paar kurze Gedanken zu etwas was mir vor ein paar Tagen bewusst geworden ist. Ich hab ja vor ein paar Tagen Einladungen gezeigt, die ich für drei Frauen gebastelt habe. Eine davon war eine von meinen Schwestern. Nun ist es mir (wie so oft) passiert, dass ich bei der einen Karte mit der Schere etwas unglücklich hantiert habe, so das am unteren Rand eine unschöne Macke entstanden ist (was ich natürlich auf dem Blog-Foto geschickt versteckt habe ;)). Nun war aber die Frage: Bastel ich jetzt noch eine neue Karte oder verschenk ich die Karte so…und wenn ja – wer von den dreien bekommt die angeditschte Karte? Mein erster Gedanke war: Natürlich meine Schwester…das schien mir völlig logisch…Aber als ich mich beim denken so reflektiert habe, hab ich mich gefragt, warum ist das eigentlich so logisch für mich? Und was bedeutet das? Heißt es das ich meine Geschwister als weniger wertvoll betrachte, weil die von mir bevorzugt, die nicht so besonders schönen Sachen bekommen? Eigentlich denke ich doch, dass ich meine Geschwister eher noch mehr schätze als alle anderen Leute – sollte ich ihnen dann nicht die besten Sachen geben?

gänseblümchen / pixelio.de

Nach kurzem Nachdenken bin ich zu folgender Schlußfolgerung gekommen:
Es liegt daran, dass es mir überhaupt nichts ausmacht vor ihnen Fehler zuzugeben oder vor ihnen sichtbar zu machen, dass es Sachen gibt, dir mir mal so überhaupt nicht gelingen. Einerseits, weil sie das eh schon wissen, andererseits weil ich ihnen vertraue.
Im Endeffekt hat mir diese Erkenntnis auch eine Frage beantwortet, die mich die letzten Wochen beschäftigt hat und die ich meinem Mann gegenüber so formuliert habe: Warum haben eigentlich so viele Menschen so große Probleme damit Fehler einzugestehen und zu Fehlern zu stehen? (Und viele Menschen tun es deswegen dann auch nicht).
Ich hab mich vor langer Zeit entschieden Fehler, die ich einsehe auch zuzugeben und dazu zu stehen, aber ich muss zugeben, dass es mir manchmal leicht fällt und manchmal überhaupt nicht. Und ich glaube der Unterschied liegt in der Frage versteckt: Wie groß ist mein Vertrauen? Mein Vertrauen in andere Menschen, mein Selbstvertrauen und mein Vertrauen in Gott? Fehler einzugestehen, Missgeschicke nicht zu verbergen oder auch mal etwas häßliche Karten zu verschenken ist in meinen Augen ein großer Vertrauensbeweis und zeigt wie gut meine Beziehung zu der anderen Person eigentlich ist – das ist auf jeden Fall meine Meinung – und was denkst du?

P.S.: Ich befürchte ich werde in Zukunft Fehler auf meinen Karten einbauen müssen, damit meine Freunde sich geliebt fühlen hahahaha.

Wo ich gerade bin…und ein paar Minikarten

Also ehrlich gesagt bin ich gerade Zuhause..also nicht im Urlaub oder so, aber  tatsächlich viel Unterweg. Im Januar jagte ein Termin den anderen, das war so gar nicht nach meinem Geschmack, aber manchmal muss man da halt durch.
Was mich aber eigentlich vom Blog schreiben abgehalten hat war, dass ich ich jede freie Minute damit verbracht habe auszuräumen, umzuräumen, Dinge zu verkaufen, zu verschenken oder zu spenden…ich hab ja schon in den Artikeln vorher kurz angedeutet, dass ich mich gerade mit Minimalismus auseinandersetze und es beschäftigt mich jetzt erstmal ganz intensiv. ABER es ist so gut wie geschafft – ich bin mittlerweile durch so ziemllich jede Schublade, Kiste, jeden Schrank usw. durch…es fehlen nur noch ein paar Ordner, die durchgeschaut werden müssen. Und ich hoffe, das dann wieder Ruhe einkehrt…eigentlich hoffe ich sogar, dass jetzt noch mehr Ruhe einkehrt. Einiges hat mich echt herausgefordert…z.B. das verschenken meiner New Kids On The Block Schallplatten – aber am Ende tut es doch gut :).
Zum basteln bin ich so gut wie gar nicht gekommen – aber ein paar Minikarten hab ich in der letzten Woche geschafft und noch ein größeres Projekt von dem ich demnächst noch berichten werde… Ich komme auf jeden Fall so langsam wieder im normalen Leben an 🙂
Hier also die zwei kleinen Schätzchen…die tatsächlich auch für zwei kleine Schätzchen gebastelt worden sind 😀


Diese Waschbären von Sugar Pea Designs sind so süß, aber ich hatte echt Probleme beim ausmalen…das braucht schon etwas Übung und ein Exemplar hab ich auch im Frust zerissen…wupps.


Dieses Mädchen ist aus einem Stepelset von Gina Marie und beim anmalen hab ich festgestellt, dass sie dem Geburtstagskind auch irgendwie ähnlich sieht…witzig.
Die Sprüche sind übrigens beide von Danni Peuß.

Neue Bilder und Gedanken zum Jahresanfang

Ich hab in den letzten Tagen endlich mal wieder die Malsachen rausgeholt. Da ich mich immer noch mit dem Thema Minimalismus beschäftige bin ich ständig am ausräumen, wegräumen, wegschmeißen, verschenken, verkaufen, etc. So dass erst Mal weniger Zeit ist, obwohl das Endziehl ja, mehr Zeit ist. Mehr Zeit, weil weniger zu putzen und zu versorgen ist, mehr Zeit, weil man sich über weniger Gedanken machen muss, mehr Zeit, weil man weniger Geld ausgibt und deshalb nicht immer mehr arbeiten muss oder sich Wege zum Geld verdienen überlegen muss. Nun ja, bis dahin ist es noch ein Weg, aber bis jetzt macht der Weg echt Spaß (bis auf ein wenig Trennungsschmerz :)). Das erste Bild das ich dieses Jahr gemalt habe ist dieses:

(c) Lenna Heide

Ich hab hier einen inneren Eindruck gemalt – vom Gefühl her könnte ich es am besten so ausdrücken: Sich an Gottes Verheißungen festhalten und dadurch in einen Durchbruch fliegen. Es hat für mich viel von Ruhe und Leichtigkeit. Dazu passt auch der Bibelvers, den ich für dieses Jahr auf dem Herzen habe aus Jesaja 30,15 (in meinen Worten):

Umkehr und Ruhe werden euch retten. Stille und Vertrauen werden euch Kraft verleihen…

…und da wären wir auch schon beim zweiten Bild:

(c) Lenna Heide

Es ist nämlich so, dass Gott sich mir in letzter Zeit eher als Bär zeigt und nicht als Löwe, Adler oder Taube wie früher oft. Diese Begegnung mit dem Bär hat für mich etwas sehr kraftvolles. Zu erleben wie jemand der eine unglaubliche Stärke hat sich aber entscheidet sie nicht gegen mich sondern für mich einzusetzen ist sehr beruhigend. Ganz besonders im Chaos des Alltags mag ich mich daran erinnern.
Mein Wort für das Jahr 2018 wird wohl das Loslassen sein – sowohl von materiellen Dingen als auch von seelischen…ich glaube das wird ein Jahr voller Freiheit, Gelassenheit und Zufriedenheit…ich freu mich drauf.