Gesichter und Farben wollen gelernt sein…

…das Malen davon mein ich natürlich. Ich hab letztens eine ganz kurze Online Lerneinheit zum Thema verniedlichte Gesichter malen gehabt und gleich losgelegt. Ich muss sagen, diese Art des Malens ist sehr stimmungsaufhellend für mich und vor allen Dingen, wenn das Gesicht dann am Ende dem Original zumindest etwas ähnlich sieht, das ist sowohl unglaublich als auch sehr zufrieden stellen. Angefangen hab ich – so wie die Aufgabe im Kurs war – mit einem Selbstportrait – wobei ich sagen muss: Selbstportraits sind irgendwie am schwersten:

Ich hab dann auch gleich nochmal einen Kranz (mit Photoshop) hinzugefügt, den ich vor ein paar Wochen gemalt hatte:


Als nächstes musste meine Familie dran glaube 🙂 – erst mein Mann:

dann meine Tochter:

Ich hab gedacht, dann mach ich erstmal Pause, aber dann haben sich zwei Freundinnen gemeldet und gefragt, ob ich sie nicht auch mal ausprobieren würde…und naja, warum eigentlich nicht:


Irgendwie hatte ich Lust einen Kranz hinzuzufügen, aber keine Zeit einen zu malen – also hab ich einfach ein paar alte ausgekramt und tadaa hier sind zwei Versuche:

 

Die zweite Freundin hatte noch einen Extrawunsch – eine Version mit einem witzigen Gesicht – so sieht sie nun am Ende aus mit ihren zwei Gesichtern – einmal verniedlicht und einmal witzig:

Und hier nochmal das niedliche Gesicht mit zwei Kranzversionen:

Notgedrungen musste ich danach eine Pause einlegen…aber diese Technik wird auf jeden Fall noch geübt. Ich hab auch schon eine gute Idee wofür…aber das wird noch nicht verraten 🙂

Ansonsten hab ich einen langen überfälligen Kurs zur Fabenlehre angefangen. Lange überfällig, weil mir da tatsächlich das Basiswissen fehlt – ich mach das mit den Farben im Grunde alles Intuitiv und nach Gefühl – was ja auch nicht verkehrt ist, aber manchmal ist ein wenig Wissen in dem Bereich schon hilfreich, ganz besonders was das mischen von Farben betrifft. Eine Übung aus dem Kurs fand ich besonders hilfreich: Man sollte zweimal das gleiche Bild malen – einmal nur mit warmen Farben und einmal nur mit kalten Farben:

Um zu schauen, ob das Bild durch die Farben verschiedene Gefühle transportiert. Also ich finde, dass das auf jeden Fall so ist und ich war erstaunt, was da alles zu Tage kam als ich zu jedem Bild ein Gefühlsbrainstorming gemacht habe. So ganz bin ich mit dem Farbenkurs noch nicht durch – mir fehlt noch das letzte Projekt – aber ich hoffe, dass ich unterwegs so einige mitgenommen habe für die Zukunft.
Was mich bei diesen beiden irgendwie bewegt hat war: Es macht wirklich einen Unterschied wie wir die gleiche Sache ausführen. Also wenn ich das ganze mal übertrage: Zwei Menschen können das gleiche tun- der eine macht es mit Liebe, der andere nicht und deswegen hat es eine völlig andere Auswirkung auf die Umwelt…und all diese Gedanken nur wegen einer Malübung :D.

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Ermutigende Weite

Heute mal wieder ein paar Gedanken aus der Kategorie: „Was andere so zu mir sagen.“
In den letzten Monaten hab ich festgestellt, dass Menschen immer wieder einen bestimmten Satz zu mir sagen und zwar: „Du bist so ermutigend.“ Im ersten Moment könnte man denken, dass ist ein nettes Kompliment – zumindest, wenn ich das so schreibe ABER – ich höre ja auch noch den Ton in dem sie es sagen 😀 und der Ton war immer (zumindest in den Fällen, die ich meine) etwas vorwurfsvoll. Im ersten Moment war ich erstaunt, dass man nicht glücklich darüber sein kann, wenn man ermutigt wird, dann hatte ich natürlicherweise das Gefühl mich verteidigen zu müssen 😉 – aber ich hoffe, ich hab es in den meisten Fällen beherrschen können.

Es hat mich aber zum nachdenken gebracht…Was ist da los?
Und so hab ich dann mal die Statistik in meinem Kopf befragt: Was waren das für Gespräche? Mit welchen Menschen ist mir das passiert? Was hab ich eigentlich gesagt, dass sie als ermutigend empfunden haben? usw.

(c) Daniel Heide

Und ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
In der Regel ging es natürlich in den Gesprächen darum, dass Menschen mir anvertraut haben wo sie das Gefühl haben zu versagen. Ich hab mir die Situation angeschaut und versucht ihnen eine Sicht anzubieten, die ein wenig weiter ist. Also sowas wie: „Wenn du es aus dieser Sicht betrachtest könnte es doch aber hilfreich sein für dich oder für dein Gegenüber oder für die Zukunft.“ Oder auch: „Vergleich das doch mal mit dem wie du damit umgegangen bist vor einem Jahr, da ist doch ein Fortschritt zu erkennen, das sollten wir feiern!“ Oder auch: „Was denkst du wie Gott darüber denkt? Ich glaube er freut sich, dass du überhaupt die Erkenntnis hast, dass es so nicht weitergehen sollte.“

Mir ist bewusst geworden, dass es mir wichtig ist beim ermutigen nicht die Wahrnehmung des anderen als falsch darzustellen oder zu schmälern sondern seinen Blick zu weiten. Oft wenn wir mit etwas unzufrieden sind – insbesondere, wenn es uns selbst betrifft sind wir so verengt in unserem Blick, dass wir weder mögliche positive Aspekte sehen können noch in der Lage sind Fortschritt zu bemerken. Oft ist es auch einfach unsere gewohnte Art Dinge zu beurteilen die uns im Weg steht Gottes Sicht erkennen zu können.

Ich halte es für wichtig, dass wir immer wieder innehalten und uns (mental) schütteln, damit wir mehr erkennen können. Das ermutigt, aber das kann z.B. auch helfen besser vorbereitet zu sein oder mögliche Gefahren früh zu erkennen. Denn dieses Denken ist ja auch genauso umgekehrt möglich – nämlich sich bei positiven Dingen immer wieder zu fragen: „Sind sie nur positiv oder beinhalten sie mögliche Gefahren? Sind sie für mein Gegenüber, meine Familie vielleicht gar nicht so positiv wie für mich? Und wie will ich damit dann umgehen?“
Zusammengefasst würde ich sagen: Ich glaube, es würde uns gut tun uns immer wieder daran zu erinnern, dass es mehr gibt als wir gerade jetzt sehen und verstehen können und wenn das schütteln nicht hilft neues zu entdecken, dann sollte es ganz natürlich sein, dass wir uns gegenseitig dabei helfen.

Hier noch ein interessantes Video zum Lückenmanagement von Vera F. Birkenbihl in dem sie auch, auf ihre Art, ermutigt „Fehler“ auch mal anders zu betrachten 🙂

Von der Freiheit zu lachen

Vor ein paar Wochen hat ein Freund zu mir gesagt: „Ich mag an dir, dass du, wenn du einen Witz erzählst oder was witziges sagst, dass du dann selber am lautesten lachst.“ Im ersten Moment wußte ich nicht, ob das jetzt wirklich ein Kompliment ist. Aber im Grunde genommen finde ich es ja auch logisch – wenn ich einen Witz erzähle, dann doch nur, weil ich ihn selber witzig finde. Alles andere macht ja keinen Sinn, oder?


Ich hab aber gemerkt, dass irgendwas Unwohles als erstes aufgestiegen ist, so als müsse man sich schämen, wenn man über seine eigenen Witze lacht. Und ich spüre diese Haltung bei vielen meiner Mitmenschen heraus…lieber erst mal nicht lachen, nachher findet es keiner ausser mir komisch.  Auch in Filmen gibt es ja oft diesen karikierten Menschen, der unwitzige Witze erzählt und als einziger darüber lacht und alle sind genervt oder bemitleiden ihn. Tatsächlich kenne ich Menschen in meinem Umfeld, die regelmäßig (für mich) nicht besonderes witzige Witze erzählen und laut darüber lachen. Aber ehrlich gesagt, finde ich es gar nicht so schlimm, denn weil sie lachen, müssen alle anderen meistens auch lachen. Nicht weil sie die Person auslachen (nagut vielleicht machen einige das auch) – sondern, weil sie einfach angesteckt werden und mitlachen müssen.
Wenn man bedenkt, das Lachen gesund ist und auch gemeinschaftsfördernd würde ich sagen: Leute, erzählt eure (jugendfreien) Witze und lacht so laut ihr könnt. Vielleicht werden wir so als Gemeinschaft, als Land und als Individuen auf eine Weise gesund, die wir gar nicht erwartet hätten. Und vor allen Dingen fangt an über euch selbst zu lachen und zwar von Herzen, denn wer das kann, der hat immer was zu lachen – und das kann ich aus Erfahrung sagen.

P.S.: Ihr dürft gerne eure Lieblingswitze in den Kommentaren hinterlassen – ich würde mich sehr freuen 🙂

Übungsblätter gut genutzt

Ich hab mich bei Skillshare für einen 3-wöchigen Lehrgang zum Thema Aquarell angemeldet. Die Aufgabe bzw. der Workshop für die erste Woche beinhaltet nur Übungen – also einfache Dinge, die man malt, um zu lernen wie man mit Aquarell am besten umgeht. Es geht um das Mischverhältnis von Wasser und Pigment, darum wie man zuviel Wasser wieder vom Papier bekommt oder auch zu viel Farbe. Wie man weiche und harte Abschlüsse hinbekommt und um die Beherrschung des Pinsels.
Ich mag keine Übungen. Jedenfalls nicht solche an deren Ende kein Abschlussprojekt steht. Also musste ich mich sehr stark selbst motivieren es trotzdem zu machen. Es ging nur mit viel Fantasie…beim Malen hab ich mir dann erzählt was das was ich male gerade sein könnte. Hahaha – ungefähr so: Guck mal, dass sieht aus wie eine Welle und das hier wie ein Mond und hier malen wir noch eine kleine Tür hin :). Nun ja, am Ende hatte ich zwei Übungsblätter und ich hab wirklich gemerkt, dass vor allen Dingen meine Pinselführung gefordert worden ist, weil meine Muskeln in der Hand plötzlich an Stellen geschmerzt haben, die ich schon lange nicht gefühlt hatte. Hier sind meine zwei fertigen Übungsblätter:


Natürlich weiß ich, dass es sinnvoll ist solche Übungen zu machen, aber es ärgert mich dann auch, dass ich dann diese fertigen Blätter habe die zu nichts gut sind…wenn ich z.B. Farben teste, usw. dann ist es ja eh ein Schmierblatt und ich schmeiß es weg. Bei solchen Übungen wie diesen fällt es mir schwer – weil häßlich siehts ja nicht aus, aber was macht man damit?
Mit ein wenig Überlegen bin ich auf diese Ideen gekommen:


Das eine Blatt hab ich etwas zurechtgeschnitten und daraus mit einem Stempel und einer Stanze eine Hochzeitskarte gemacht (O.K. das Herzchen gehört noch zu einer anderen Stanze, aber es war einfach ein Rest vom nächsten Projekt :)).

Und aus dem anderen Blatt hab ich zwei Anhänger gestanzt und diese dann so bearbeitet:


Ich hab die Übungsblätter sozusagen wie selbstgemachtes Designpapier benutzt…für mich war das dann so wesentlich zufriedenstellender. Und wo ich schon dabei war hab ich noch ein paar andere Reste zu dieser kleinen Karte verarbeitet:


Und schon ist mein Kartenvorrat zumindest ein ganz klein wenig gewachsen und ich hab weniger Müll…ein Erfolg auf ganzer Linie :).

In guten wie in schlechten Zeiten…

…was heißt das eigentlich? Natürlich weiß ich grundsätzlich was damit gemeint ist. Aber die letzten Wochen hat mich ein Gedanke beschäftigt: Ist uns beim Heiraten eigentlich wirklich bewusst was das bedeutet?
Und ich will jetzt gar nicht darauf hinaus, dass man nicht wissen kann was kommt in der Zukunft und ob man wirklich versprechen kann zu lieben und treu zu sein durch all die guten und insbesondere schlechten Zeiten, die auf einen zukommen. Ich möchte aber glauben, dass man sich dafür entscheiden kann und dass das in den meisten Fällen auch sinnvoll und möglich ist.
Was mich eher beschäftigt ist die Vergangenheit.
Mich selbst hat schon manchmal ein schlechtes Gewissen beschlichen, wenn mir mal wieder bewusst geworden ist, dass mein Mann etwas „ausbaden“ muss, was er nicht angerichtet hat. Wenn ich Schwierigkeiten habe ihm zu vertrauen, wenn ich gereizt auf etwas reagiere oder mich zurückziehe, weil ich verletzt bin und dann in der Reflexion merke, dass die Wurzel in einer Verletzung aus der Vergangenheit liegt. Ich hab mich oft gefragt: „Ist das nicht unfair ihm gegenüber?“


Und vor ein paar Wochen hatte ich dann so etwas wie eine Erleuchtung: Ist es nicht so, dass wir auch zu den schlechten Zeiten aus der Vergangenheit „Ja“ sagen, wenn wir heiraten?
Vielleicht meint der Rest der Welt jetzt: Natürlich, das ist doch logisch…nur ich hab ein wenig länger gebraucht. Mir hat dieser Gedanke auf jeden Fall gut getan. Allerdings ist mir dabei dann aber auch bewusst geworden wie wichtig es wirklich ist, dann vor der Hochzeit auch über so etwas ehrlich zu werden. Sich dem anderen wirklich zu zeigen und zu offenbaren, damit er zumindest ein wenig weiß worauf er sich einlässt. Aber natürlich ist man Ende sowieso überrascht und hat es nicht so erwartet wie es dann kommt. Das ist dann wohl auch ein Teil des Eheabenteuers. 🙂

Schnelle Goodies und Gedanken über Vorfreude

Obwohl ich ständig irgendwelche Goodies mache – entweder für Leute, die uns besuchen oder für Veranstaltungen, die ich leite, vergesse ich ständig diese zu fotografieren und zu zeigen…aber nicht diesmal 🙂


Hier hab ich einfach ein paar Kinderriegel mit einem Banner beklebt. Das Banner ist mit einem Spruch von der Stempelküche beklebt. Ich hab erst überlegt, ob es Sinn macht den da drauf zu stempeln, aber dann hab ich gedacht: „Eigentlich mag ich es bei jedem Menschen, wenn er lacht  – passt.“ Dazu hab ich einfach nur noch eine Schleife drumgebunden und mit einem Glue Dot fixiert und schon ist die Süßigkeit fertig

Da das Thema Lachen und Freude irgendwie zusammenpassen hab ich gedacht, dass ich noch ganz kurz erzähle was hier so gerade los ist. Wer mein Leben oder meinen Blog verfolgt sollte mittlerweile mitbekommen haben, dass wir ein neues Zuhause suchen…eigentlich schon seit Anfang des Jahres. Bisher haben wir einige wenige Wohnungen angeschaut, aber irgendwie passte es nie so richtig. Das ständige Suchen und Anschauen und wieder Verwerfen hat mich echt emotional erschöpft. So das ich eigentlich schon aufgehört hatte zu suchen und Gott einfach gesagt habe, er soll sich bitte darum kümmern. Emotional erschöpft hat mich besonders, dass sich (gedanklich) in der Wohnung heimisch machen und einrichten und das Ganze dann am Ende wieder loslassen zu müssen.

Auch wenn wir eigentlich nicht darauf vorbereitet sind, haben wir auch immer geschaut, ob es vielleicht ein Haus gibt das zu uns passt. Aber sowohl Häuser wie auch Wohnungen sind zur Zeit bei uns sehr teuer und eigentlich ist es ein schlechter Zeitpunkt für einen Hauskauf. Nun hat mein Mann mir vor ungefähr einer Woche einen Link zu einem Haus geschickt und ich hab gleich gedacht: Ja, hier möchte ich voll gern wohnen…


Am nächsten Tag hab ich gleich noch ein paar Fragen mit den Verkäufern geklärt und mit einem Finanzierer gesprochen und alles klang sehr vielversprechend.  Irgendwie bin ich innerlich von einer unglaublichen Vorfreude erfasst worden, aber eine innere Stimme hat immer wieder gewarnt: „Freu dich nicht zu früh…es könnte wieder nicht klappen.“


Die gleichen Hinweise hab ich dann auch von meinem Mann bekommen, als ich angefangen habe (für ihn) zu euphorisch über das Haus zu sprechen und mir Dinge auszumalen.
Das hat mich traurig gemacht und ich war schon kurz davor mich darauf einzulassen, aber dann hab ich gedacht: Nein. Stopp mal. Was geht hier eigentlich vor? Sowohl ich als auch die Außenwelt will mich davon abhalten die nächsten 1,5 Wochen (dann können wir uns das Haus erst besichtigen) einfach mal glücklich zu sein und mich auf etwas zu freuen. Und warum? Weil es sein könnte, dass in der Zukunft eine Enttäuschung auf mich wartet. Was für ein Quatsch. Erstens kann es sein, dass es wirklich: DAS Haus ist und ich hab mich unnötigerweise die ganze Zeit zurückgehalten und zweitens kann es tatsächlich sein, dass ich enttäuscht werde, aber warum soll ich mich dann nicht trotzdem vorher freuen? Das tut mir und meiner Seele doch viel besser.


Mir ist bewußt geworden, dass ich mir oft die Freude und das Glück in der Gegenwart nicht gönne, weil ich Angst habe vor einem möglichen Schmerz in der Zukunft…wie blöd. Also hab ich mich entschieden mich einfach zu freuen und einen möglichen Schmerz in kauf zu nehmen. Ich denke, nach soviel Freude ist der Schmerz am Ende auch leichter zu verschmerzen…und wer weiß, vielleicht freu ich mich dann auch für immer weiter :).

P.S.: Falls ihr euch fragt warum hier lauter Bäume sind 😉 – ich hab vor ein paar Tagen einen Online-Kurs zum Bäume malen gemacht und gedacht ich füg die hier einfach mal ein 😀

Warum man ganz bei sich sein sollte und wozu das führt.

Was ich mit „ganz bei sich sein“ meine ist wahrscheinlich eine Mischung oder ein Zusammenspiel aus Authentizität, Bewusstheit (also im Hier und Jetzt sein) und einem Wissen um die eigene Berufung also mit anderem Worten: Zu wissen was meine Lebensaufgabe ist bzw. zu Wissen wodurch ich eine Bereicherung für die Welt bin und sein möchte.
Alle diese Dinge erfordern, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzt und versteht, aber auch ein Loslassen von Ansprüchen, Sorgen, Schuldgefühlen, Angst, Gefallen wollen, usw. Ich würde es auch als einen Reinigungsprozess beschreiben, bei dem man irgendwann bei dem ankommt was man wirklich ist und auch darin, dass man versteht, dass das gut ist und dass man auch genau das sein möchte (alles andere wäre nur ein anstrengender Kampf gegen sich selbst, den man eh nicht gewinnen kann). Damit meine ich aber nicht ein resignieren über das was ich an mir nicht als gut empfinde sondern im Gegenteil: Zu verstehen was ich gutes habe, was anderen dienen kann…aber auch das Wissen, dass ich darin beständig lernen und wachsen kann und auch soll.
Ich stelle für mich fest, dass ein Zusammenspiel dieser Dinge immer dazu führt, dass ich glücklich bin bzw. einen inneren Frieden habe. Natürlich ist man manchmal auch traurig oder wütend oder hat irgendwelche anderen Gefühle, weil man auf Umstände reagiert, die man nicht beeinflussen kann, aber wenn man auch darin, diese Punkte beachtet wird man einen inneren Frieden bewahren.
Einer der Gründe ist auf jeden Fall, dass der einzige Weg in Gottes Nähe zu sein ein bewusstes Leben im Hier und Jetzt ist, denn das ist der Ort an dem Gott immer ist. Ewigkeit ist immer in der Gegenwart. Aber es ist auch befreiend und entstressend, einfach authentisch sein zu können, weil man sich die ganze Energie spart, die man braucht, um Dinge vorzutäuschen und dazu auch die Unsicherheit, ob Menschen einen für das mögen was man wirklich ist…wenn ich immer zeige wer ich wirklich bin, dann stehen die Chancen dafür recht hoch.
Ein weiterer Vorteil oder auch Folge daraus ist sicherlich auch Gesundheit sowohl seelische als auch körperliche, einerseits durch das Vermeiden von Stress andererseits auch weil man auf sich selber achten wird, wenn man gelernt hat sich als wertvoll zu erachten.
Was für mich aber der entscheidenste  Grund ist so ein Leben zu suchen ist, dass ich feststelle, das Menschen ,die so leben wie automatisch alle anderen um sich herum in Anbetung führen. Das erste Mal aufgefallen ist mir das beim schauen von Clips verschiedener Casting Shows. Es gibt dort Menschen die gut sind und dann gibt es welche, die ganz bei sich sind und dann fühlt es sich an, als ob mein Mund einfach auf und nicht mehr zu geht und meine Augen fangen an zu tränen und mein Herz hüpft vor Freude…und im Publikum kann ich das dann auch immer beobachten und bei der Juri und ich denke dann oft: „Danke, Gott, dass du diesem Menschen diese Begabung gegeben hast.“ Oder: „Danke, dass du dir diesen Menschen ausgedacht hast.“ Ich glaube die natürliche Handlung eines Menschen, wenn wir sowas beobachten ist: Anbetung …wir verwechseln nur oft den Empfänger dafür. Ich denke, bei Sportereignissen passiert das Gleiche: Wir beobachten Menschen, die ganz bei sich sind und es wird Begeisterung und Anbetung bei den Zuschauern ausgelöst.

(c) Lenna Heide

Am Sonntag im Gottesdienst hab ich eine Frau beobachtet, bzw. sie saß direkt vor mir auf dem Boden. Während des ganzen Lobpreises war sie total versunken in ein Gespräch mit Gott…nicht das ich es gehört hätte, aber man hat es ihr abgespürt und jedes Mal, wenn ich auf sie geschaut habe, hab ich dieses Gefühl von Anbetung wahrgenommen und deswegen hab ich es gestern gemalt. Und noch ein letzter Gedanke oder ein letztes geschriebenes Bild…beim Lobpreis hab ich folgendes gesehen bzw. verstanden. Es war so als wenn ich eine Person als Geistwesen sehe (also genauso wie sie halt aussieht nur etwas heller) und dann nochmal als das was wir normalerweise sehen und Gott hat mir erklärt, dass, dass Fenster zum Himmel, dass wir öffnen können aus der Schnittmenge dieser beiden Personen besteht…also je genauer sich die beiden Personen (die ja dieselbe Person sind) überlappen (also je authentischer jemand ist) desto größer ist seine Autorität den Himmel auch für andere zu öffnen. Für mich fühlt sich das an wie das letzte Puzzle Stück, dass ich noch gebraucht habe, um zu verstehen warum Lobpreis manchmal  fließt und ansteckend ist und manchmal nicht.
Es ist nötig ganz bei sich zu sein, damit man auch ganz bewusst bei Gott ist und auch, dass man weiß wie wertvoll man ist, damit man anderen aus ganzem Herzen dienen möchte…und dann entsteht Lobpreis und Anbetung ganz natürlich. Und das gilt nicht nur für Lobpreisleiter sondern für jeden einzelnen Menschen auf seine ganz besondere Art und Weise.

Zum Abschluss hier noch ein Video von einem Casting Show Auftritt, das ganz gut beschreibt was ich meine:

Das Ende vom Blumenexperiment und meine Ergebnisse

Die Blumenchallenge war ja schon vor einer Woche zu Ende, aber irgendwie war ich nicht zufrieden, also hab ich diese Woche noch ein paar Blumen gemalt und für mich folgendes festgestellt:

1.Dinge (in diesem Fall Blumen), die man mag malt man mit mehr Freude und das Ergebnis ist meistens besser. Diese Woche hab ich ja nur Blumen gemalt, die ich selber ausgesucht habe und nicht die vorgegebenen wie letzte Woche und es hat viel mehr Spaß gemacht und das Ergebnis hat mir auch jedes mal gut gefallen.

2.Es ist für mich zwar interessant verschiedene Malstile auszuprobieren, aber so langsam verstehe ich welcher Stil mir liegt und welche Ergebnisse ich am meisten mag.

3.Das Malen der Blumen hat dazu geführt, dass ich mir Blumen und Pflanzen in meiner Umgebung wesentlich interessierter und intensiver betrachte 🙂 – denn was man nicht kennt, kann man auch nur sehr schlecht malen.

4.Ich hab jetzt erst Mal genug. Das heißt nicht, dass ich die nächste Zeit nicht vielleicht noch Blumen malen werde, aber ich glaube ich habe die Blumenlektion erst Mal gelernt und auch einiges an Berührungsängsten abgebaut…und hier noch die drei Blumenbilder die ich die letzten Tage gemalt habe:

An Pfingstmontag hab ich noch schnell eine Pfingstrose versucht:

(c) Lenna Heide

Dann wollte ich noch voll gerne eine Magnolie malen, um zu schauen, wie sich mein Malen verbessert hat…weil ich ja vor 1 Jahr ca. schon mal eine gemalt habe…hier ist erstmal die alte Version:

(c) Lenna Heide

und hier die neue:

(c) Lenna Heide

Eine Veränderung ist auf jeden Fall sichtbar – würde ich sagen 🙂 unter anderem liegt es auch an anderem Werkzeug und Material, aber auch die Art zu malen hat sich natürlich im Laufe des Jahres verändert..Schatten und Details sind auf jeden Fall besser geworden.

Zum Schluß hab ich heute noch ein Experiment gewagt und versucht weiße Anemonen zu malen:

(c) Lenna Heide

Das es Anemonen sind kann man sicher erkennen, aber dass sie weiß sein sollen wohl eher nur erahnen. 🙂 Also das Malen von weißen Dingen muss noch geübt werden…aber alles zu seiner Zeit 😀

Online Workshops der letzten Woche und Ergebnisse

Es ist passiert! Ich hab mich bei Skillshare angemeldet und bis jetzt bin ich begeistert und hochmotiviert :D. Ich hab bereits ca. 7 Kurse ausprobiert. In der letzten Woche hab ich mich erstmal aufs Malen konzentriert (meine Liste in dem Bereich ist auch die längste…). Nicht jeder Kurs hat vorzeigbare Ergebnisse – bei dem einen z.B. wurden nur Übungen erklärt bei denen man sicherer wird mit den Pinseln, die man besitzt. Am Ende hat man also so einige Zettel die voll sind mit Strichen und anderen Gebilden und die dann im Mülleimer landen, aber man hat auf jeden Fall einiges gelernt. Ein anderer Kurs hat sich ausführlich mit verschiedenen Aquarellfarben beschäftigt (Sowohl verschiedene Arten wie: Trocken-, Tuben-, Liquidfarben als auch verschiedene Anbieter). Aber natürlich hab ich auch ein paar gemacht bei denen man dann am Ende fertige Bilder hat.

Bei dem ersten ging es darum süße Tiere zu malen und das wurde anhand eines Hasen oder Kaninchen erklärt – hier ist mein Endergebnis:

(c) Lenna Heide

Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Heute hab ich einen Kurs gemacht, der nicht so ganz geklappt hat. Es ging darum Nebel zu malen bzw. mit einer bestimmten Methode zu erzeugen. Da mir eins der Materialien leider fehlten (eine große Sprühflasche) hat es leider nicht so ganz geklappt und ich musste mit weißer Farbe mogeln. Ganz ehrlich muss ich sagen, das Landschaftmalerei mir auch nicht wirklich Spaß macht, vielleicht weil ich mit den Bildern gar nicht so viel anfangen kann. Hier ist also mein Endergebnis von heute:

(c) Lenna HeideFalls ihr euch fragt, warum es so düster ist, das waren die Vorgaben. Ehrlich gesagt hab ich noch ein ganz klein bißchen Farbe in die Wolken und Bäume reingemogelt. Vielleicht wäre das ein guter Hintergrund um darauf etwas zu schreiben, mal schauen.

Kommen wir zu meinem Workshop von gestern. Den hab ich mir bis zum Schluß aufgehoben, weil der so laaang war. Der Kurs an sich gar nicht, der lief glaub ich nur ca. 40 min., aber um die ganzen Bilder fertig zu malen hab ich fast 5 Stunden gebraucht…und dann heute noch damit weiter gearbeitet…aber hier erst Mal ein paar Bilder:

(c) Lenna Heide

Als erstes darf man diesen gelben Schmetterling nach Anleitung malen.  Gelb ist eigentlich überhaupt nicht meine Farbe, aber bei dem Schmetterling mag ich es.

Danach sollte man auf einem Übungsblatt 3 Schmetterling nur mit grau malen…allerdings hat mein grau überhaupt nicht so reagiert wie das von der Frau, die das Video gemacht hat, also hab ich mich entschieden, die Schmetterlinge bunt zu malen und dann sahen die gleich etwas besser aus:

(c) Lenna Heide

Eigentlich sollte man auf dem Blatt noch ein paar Punkte malen und Spritzer drauf machen, aber das gefiehl mir nicht so, also hab ich es einfach gelassen.

zum Schluß kam dann noch dieser schöne blaue Schmetterling:

(c) Lenna Heide

Interessant fand ich, dass die Frau in dem Video, die Schmetterlinge teilweise ausgeschnitten hat – auf die Idee ein Bild auszuschneiden bin ich noch nie gekommen. Aber als ich heute Morgen nochmal meine Schmetterlinge angeschaut habe, hab ich gedacht: Warum nicht. Die drei auf dem Blatt gefielen mir eh nicht so gut und ich war echt erstaunt, denn als die Schmetterlinge ausgeschnitten waren, waren sie auf einmal viel schöner – jedenfalls in meinen Augen 🙂



Und da ich heute eh noch zwei Muttertagskarten machen wollte hab ich die gleich einfach dafür verwendet. Und das coolste ist, ich kann die auch noch bei zwei verschiedenen Challenges einreichen, wenn das nichtmal perfekt gelaufen ist 😀

Die erste Karte werde ich bei der Task for Two Challenge einreichen. Die haben diesmal folgendes Thema:


Und hier ist meine Karte dazu:


(Ja, ich hab den blauen Schmetterling dann auch noch ausgeschnitten :)) Falls ihr es nicht so gut erkennen könnt, mein Blumenmeer ist auf dem Designerpapier von  MFT, das im Hintergrund klebt – und auf ein Blumenmeer gehört doch mindestens ein Schmetterling.

Die zweite Karte möchte ich bei der Challenge von der Stempelküche einreichen. Die haben diesmal folgendes Thema:


Passt doch auch perfekt, weil die zweite Karte ja auch ähnlich aussieht:


So, ich hoffe, ich habe euch nicht mit Bildern erschlagen. Ich hatte auf jeden Fall eine sehr lehrreiche Woche, ich hoffe, ihr auch.

Lernen macht glücklich…malen auch :)

So, ich bin wieder etwas ruhig hier…diesmal weil ich gerade gaaaanz viel lerne…und zwar freiwillig. Ich habe nämlich festgestellt, dass Lernen mich unheimlich glücklich macht. Ergeben hat sich das folgendermaßen. Ich hab in den letzten Monaten so einige Youtube Videos geschaut, Tedtalks und ähnliches. Unter anderem ganz viel auch von Vanessa VanEdwards – es macht einfach Spaß ihr zuzuhören und Dinge über Menschen, Beziehungen und Körpersprache zu lernen.
Ich hatte so einen Spaß daran, dass ich mich zum ersten Mal getraut habe mir einen Onlinekurs bei Creative Live zu kaufen…gar nicht mal so günstig, aber ich hab ein gutes Angebot ergattert und mich dann mal drangetraut. Ausgeschaut hatte ich mir den Kurs: The Power of Happiness – also die Kraft des glücklich seins. Und es hat echt Spaß gemacht. Aber es war auch herausfordernd, es gab richtig viele Hausaufgaben und ich musste mir den 10 Tages Kurs auf ca. 15 Tage aufteilen, sonst hätte ich das nicht geschafft. Dafür hat es mich aber wirklich glücklicher gemacht – auch weil ich endlich verstanden habe, wie gerne ich Neues lerne. Natürlich nicht unbedingt irgendwas neues sondern schon in den Bereichen, die ich mag oder die für mein Leben relevant sind.


Also hab ich die Entscheidung getroffen, dieses Jahr wirklich das Lernen in den Fokus zu nehmen und mir dafür Zeit zu gönnen und auch Geld zu investieren. Ich bin ja eh gerade dabei alles zu minnimieren und im Augenblick verkaufe ich insbesondere Bastelsachen von denen ich zuviel habe und nutze das Geld um verschiedene Kurse zu kaufen. Ich denke, dass das am Ende eine sinnvollere Investition sein wird. Bisher habe ich einige Kurse bei Creative Live gekauft (und auch noch einige für später gesopeichert :)). Dort mache ich zur Zeit einen Kurs über das freie Reden vor Gruppen.  Ich plane auch mich in den nächsten Tagen bei Skillshare anzumelden – dort hat man eine große Vielfalt an Onlinekursen zu denen man Zugang hat gegen eine monatliche Gebühr – ähnlich wie Netflix – bloß mit lernen :). Ich musste damit ein wenig warten, weil man dafür eine Kreditkarte braucht, die ich bisher nicht hatte…aber bald. Heute hab ich mir dann noch einen Kurs im Aquarellmalen gegönnt. Den gibt es von einer Künstlerin, deren Youtube Videos ich auch gerne schaue. In dem Kurs arbeitet man darauf hin am Ende eine Fuchsillustration zu malen. Mein Endergebnis sieht so aus:

In dem Kurs lernt man erst einmal wie man Aquarellfarben anmischt und dann auch wie man sie miteinander vermischt und wird dann auch durch den Malprozess Stück für Stück durchgeführt. Man kann den Kurs auf mehrere Tage verteilt machen oder am Stück. Ich hab das dann mal heute am Stück gemacht und hab ca. 4 Stunden für den ganzen Prozess gebraucht. Es hat echt Spaß gemacht und ich hab auch einiges gelernt. Leider gibt es von ihr nur zwei Tutorials bis jetzt. Ich bin auf jeden Fall ganz gespannt was ich bei Skillshare alles lernen werde – ich hab mir dort schon ein paar Malkurse ausgesucht und werde dann natürlich über die Ergebnisse berichten.
Was für einige wahrscheinlich schwierig ist, ist dass diese Angebote alle in englisch sind. Für mich ist das O.K. und bisher hab ich leider auch nicht wirklich was ähnliches in deutscher Sprache gefunden. Falls jemand da einen Tipp für mich hat – immer raus damit. Oder wie macht ihr das mit dem Lernen?